Archiv für Februar, 2010

25.Feb 2010

Grapefruit in Gelee aus Weißem Tee

In dem alten Karton mit einer Rezepte-Sammlung habe ich diese Woche ein Rezept mit Tee gefunden. Den probierst du jetzt aus, dachte ich. Das Ergebnis meiner Bemühungen ist ein köstlicher und erfrischender Dessert geworden, den man auch ohne schlechtes Gewissen geniessen kann:

Für 2 Portionen:

1 Roter Grapefruit
1 Weißer Grapefruit
1 Granatapfel
1 EL loser Weißer Tee
1 Tasse Wasser
2 TL Zucker
2 EL Gelatine Pulver 

Zubereitung:

Die Grapefruits schälen, segmentieren und die weiße Haut entfernen.
Den Granatapfel entkernen. (Tipp: Schneiden Sie dafür die Krone des Granatapfels ab und schneiden Sie die Haut in vier Segmenten an. Weichen Sie den Granatapfel für 10 min im kalten Wasser ein. Der Frucht lässt sich danach leicht brechen und die Kerne lösen sich sehr leicht von der Haut.)

Wasser aufkochen und 2 min abkühlen. Weißen Tee aufgießen und nach 5 min Ziehzeit entnehmen. Mit Zucker süßen und abkühlen lassen. Gelatine-Pulver mit dem Tee vermischen.

Die Grapefruit und Granatapfel-Samen in Glasschälchen platzieren, mit dem Tee-Gelee füllen und im Kühlschrank 2-3 Stunden abkühlen lassen.

17.Feb 2010

Geheimnisvoller Pu Erh

Schon lange wollte ich einen Bericht über Pu Erh Tee schreiben. Ich selbst habe den echten natürlich gereiften Pu Erh erst sehr spät entdeckt. Mehrmahls habe ich handelsüblichen losen Pu Erh gekauft, um mir ein Bild über diesen mysteriösen Tee zu machen, und erlebte dabei große Enttäuschung.

Ich konnte einfach nichts Beeindruckendes in diesem staubig-erdigen Geschmack und Aroma, das mehr an Stallgeruch erinnert, finden. Und schon gar nicht konnte ich verstehen, warum auf dem Markt exorbitante Preise für diesen Tee erzielt werden.

Bis ich eines Tages eine Pu Erh Verkostung mitgemacht hatte. Nichts gemeinsames mit einfachen, schnell und künstlich gereiften losen Pu Erhs die ich kannte. Was für ein Geschmackserlebnis! Ein faszinierender Tee mit unglaublich vielen Fassetten, intensiven blumigen Aromen und Fruchtnoten.

Pu Erh ist einzigartig in vielerlei Hinsicht:

  • Er ist die einzige Tee-Sorte, der über mehrere Jahre natürlich fermentiert (heller Pu Erh), oder künstlich (dunkler Pu Erh) durch manuelle Prozessevergoren wird.
  • Die Anzahl der Jahre unddie Lagerungsbedingungen (feucht oder trocken) haben großen Einfluss auf Geschmack und Aroma.
  • Für Original Pu Erh werden große Blätter von wilden Tee-Bäumen aus der chinesischen Provinz Yunnan verwendet. Einige Bäume sind tausend Jahre alt. Andere Bäume, die in der Nähe wachsen, wie Kampfer und Kautschuk, können dem Tee feine Nuancen vermitteln.
  • Er hat eine sehr lange Geschichte, die in Han-Dynastie (220 n. Chr) vielleicht sogar in die Shang-Dynaste reicht. Puh Erh wurde sogar als eine Form der Währung verwendet.
  • Er wird traditionell in eine Vielzahl von Formen und Größen gepresst, um die Lagerung einfach zu machen. Es gibt Tee in Form von Ziegel, Pilze, Nester.
  • Er ist einer der wenigen Tees, der mit dem Alter besser wird, wie ein guter Wein.
  • Er wird oft gesammelt. Es gibt privaten Sammlungen im Wert von mehreren Hundert Tausend Dollar. In Asien wird der Tee als eine Investition betrachtet.

Diese Kombination von Umweltbedingungen, Verwendung von Teebaum-Blätter und Verarbeitungstechniken gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Pu Erh ist eine einzigartige und besondere Teesorte. Denken Sie an die Weine mit allen ihren unzähligen Sorten und Geschmacksrichtungen und Sie beginnen den Reichtum von Pu Erh zu verstehen.

Und mein Kännchen mit dem wunderbaren Yiwu Wild Arbor aus dem Jahre 2008 ist, während ich dieses Bericht schrieb, auch leer geworden.

10.Feb 2010

Teegenuß am Arbeitsplatz

Als Tee-Süchtige möchte ich natürlich perfekten und frisch zubereiteten Tee zur jeder Tageszeit, auch am Arbeitsplatz, genießen. Dabei sollen auch Oolongs, Weißer und Grüner Tee nicht zu kurz kommen. Diese Tees werden bekanntlich mehrmals aufgegossen und der Prozess des Teegenusses wird auf einmal sehr zeitaufwendig. Wer kann sich das schon am Arbeitsplatz erlauben? Die Blätter nach dem ersten Aufguss zu entsorgen ist nicht sinnvoll, da hochwertige Tees sehr viel Potenzial haben. (Die mehrfach möglichen Aufgüsse rechtfertigen auch den hohen Preis des Tees.) Eine zubereitete Thermoskanne für den ganzen Tag ist auch nicht die optimale Lösung, da mit der Zeit ätherische Öle entfliehen und der Tee an Aroma sowie Geschmack verliert und flach wird.
Auf der Suche nach einer Lösung bin ich dann auf das optimale Teeset gestoßen:

Tea At Work - Das Teeset von Tea Exclusive

Die Idee ist sehr einfach und genial zugleich: ein großes Glas mit Deckel und einem Sieb. Das Glas ist doppelwandig und sorgt dafür, dass der Tee länger warm bleibt. Das Sieb mit den Teeblättern wird nach der Ziehzeit im umgekehrten Deckel abgestellt, bereit für weitere Aufgüsse. Man benötigt nur noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser, damit man die Blätter immer wieder aufgießen kann ohne den Arbeitsplatz zu verlassen. Sehr praktisch! (und hier zu bekommen).