Roter Jade

Das atemberaubende, überschwängliche und besondere Aroma taiwanesischer Oolong Tees ist in der Teewelt unbestritten. Die hervorragende Bodenbeschaffenheit der taiwanesischen Böden für das Wachstum der Teepflanzen sucht ihresgleichen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die in Taiwan produzierten Schwarztees von ganz außergewöhnlich fruchtiger und ausdrucksstarker Qualität sind.

Sun Moon Lake

Der Schwarztee, der hier wohl am meisten beeindruckt ist der Rote Jade Tee. Die wunderbaren Tee-Blätter, stammen von der erst kürzlich durch das taiwanesische Zentrum für Tee Forschung und Anbau (“Tea Research and Extension Station“) eingeführten neuen TRES-18 hybrid Sorte, welche die Weiterentwicklung einer Kreuzung taiwanesischer wilder Teebäume mit der burmesischen Teepflanze ist.

Diese einzigartige Sorte verspricht den vollen Charakter und Körper des Assam, mit zugleich außergewöhnlich fruchtigen Noten von wilden Pflaumen, einem Hauch von Zimt und einer Nuance frischer Minze. Die Teeblätter des Ruby Tees entfalten sich zu erstaunlicher Größe und sollten mehrfach aufgegossen werden.

Angebaut wird der Tee in der Nähe des Sun-Moon-Lake, in Nantou, im zentralen Taiwan. Hier finden sich die besten Bedingungen für diese Teesorte. Dieses wunderschöne Gebiet Taiwans hat eine lange Tradition im Hinblick auf den Anbau von Schwarztees, die auf die 1920er Jahre zurückgeht, als Taiwan noch unter der Kolonialherrschaft Japans stand. Infolge der Abtretung Japans und den Folgen des zweiten Weltkrieges wurden die Plantagen stillgelegt und das Land für andere Saaten genutzt. Nur den Folgen des schlimmen Erdbebens von 1999 ist es zu verdanken, dass wieder ein Interesse am Anbau von Schwarzteesorten in Taiwan erwacht ist.

Die Stadt Yuchih war besonders vom Erdbeben am 21.9.1999 betroffen. Viele Städte wurden komplett zerstört. Nicht nur durch das Beben selber, sondern besonders durch die verheerenden Erdrutsche, wurden Felder genauso wie Häuser zerstört. Vor dem Beben dominierte der Anbau der Betelnusspalme. Man überlegte dann jedoch, ob es sinnvoll sei diese flachwurzelnden Pflanzen, die der Bodenerosion nicht standhielten erneut anzubauen. Die Regierung und die lokalen Behörden kamen schließlich zu dem gleichen Schluss wie die Japaner 80 Jahre zuvor: Die Bodenbeschaffenheit, das Klima und die geographischen Voraussetzungen der Region waren perfekt für Tee – besonders für schwarzen Tee.

Hinzu kam die Entwicklung der neuen Teesorte von der man sich versprach, dass sie sich ganz ausgezeichnet für das entsprechende Gebiet eignen würde.

Neue Tee-Farmen entstanden, die sich auf den Anbau der TRES-18 Hybrids spezialisierten. Die Wiederentdeckung von Taiwans Schwarz-Tee Kultur hat den zerstörten Gemeinden geholfen sich vom Erdbeben zu erholen und sich eine neue Lebensgrundlage zu schaffen.

Es ist beruhigend zu wissen, dass die begeisterten Tee-Trinker diesen Wendepunkt mit jeder getrunkenen Tasse Ruby Tee unterstützen. Die Anstrengung des Wiederaufbaus ist vergleichsweise gering in Anbetracht des Erfolges und den wertvollen Erfahrungen, die der Schwarzteeanbau in Taiwan mit sich bringt. Für euch habe ich hier ein paar Bilder von der Gegend um Sun-Moon-Lake.

Eure Natalia

Sun-Moon-Lake

Su-Moon-Lake

Ruby Tee

Pflücken von Ruby Tee

Teegarten Ruby Tee

RUby Tee wird gepflückt

 




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