Archiv für "Allgemeines"
WIE ICH TEE TRINKE
Die Teesträucher ruhen von November bis Februar. Der First Flush zeigt sich im März. Ich liebe es, vom Schlaf zu erwachen mit diesem an Pfirsiche erinnernden Bouquet.
Wenn der Tag voranschreitet und die Energie gegen Mittag schwindet, beleb ich meine Lebensgeister mit einer Tasse Second Flush “Muscatel“. Der Muscatel wird in der Zeit der Trägheit nach dem Geschenk des First Flush produziert.
Der Grüntee wird hergestellt, wenn der Monsunregen die Hänge von Darjeeling reinwäsht. Ich habe mir angewöhnt, während des Nachmittags viele Tassen Grüntee zu geniessen.
Von der Plantagenarbei heimgekehrt, liebe ich es, in der Abenddämmerung eine gute Tasse des rosenähnlichen Autumnal zu trinken, der vor der Winterpause geerntet und hergestellt wird. Den ganzen Beitrag lesen…
Chai gewinnt in Deutschland immer mehr an Popularität. Ob im Teebeutel, lose oder als Instant-Pulver – es gibt ihn in unzähligen Variationen und Geschmacksvarianten. Auch in vielen Cafés bekommt man ihn mittlerweile angeboten. Dabei wissen nur wenige Fans von diesem neuen deutschen Life-Style Trend, dass Chai der populärste Tee in Indien ist.
Schwarzer Tee wird in Indien immer mit Milch getrunken. Man könnte glauben, es handelt sich um eine englische Gewohnheit, dass seinen Ursprung in der Kolonialzeit hat. Doch ist ihr Ursprung tatsächlich rein indisch. Die Inder bemerkten, das die Gerbstoffe im Schwarzen Tee dem Magen schadeten. Also “vermählten” sie den Schwarzen Tee mit ihrer guten heißen Milch, die die Wirkung der Gerbstoffe dämpft. Zudem fügten sie ein paar heimische Gewürze hinzu. Der indische Chai war geboren – ein sehr konzentriertes und würziges, aber am Gaumen sehr mildes Getränk. Den ganzen Beitrag lesen…

In alter Zeit nannte man die Insel Rajarata, “Land der Könige”. Arabische Seefahrer und Entdecker nannten sie Serendib, den Chinesen war die Insel bekannt als Si Lan. Für Marco Polo, war sie schlicht “die beste Insel der Welt”, wie er 1293 begeistert notierte. Die portugiesischen Eroberer nannten sie Celao, die Holländer Zeilan, woraus die englischen Kolonialherren endlich Ceylon machten. Die Singhalesen aber nennen die Insel seit der Zeit ihrer Königreiche Sri Lanka, “Strahlend-schönes königliches Land”.
In der Teewelt ist die Insel immer noch unter dem Nahmen Ceylon bekannt. Die Teetradition ist übrigens noch gar nicht so alt hier und seinen Ruf als Teeland verdankt die Insel zwei Engländern: James Taylor und Thomas Lipton. Bis 1870 war die Insel als zweitgrößter Kaffeeproduzent ein ernsthafter Konkurrent für Brasilien. Damals machte den englischen Kaffeehändlern zunächst die Kaffeeratte und bald darauf auch der für jede Kaffeepflanze tödliche Rostpilz zu schaffen. Vielleicht hätte sich Ceylon niemals zur Tee-Insel entwickelt, wäre da nicht ein Schotte, ein gewisser James Taylor, aufgetaucht. Den ganzen Beitrag lesen…

Ich habe in meinem Blog bisher nicht viel über Teebücher geschrieben, da ich der Meinung war, es gibt keine guten Bücher über den Tee in deutscher Sprache. Dieses kleine Buch, welches im November 2010 erschienen ist, faszinierte mich von der ersten Seite und nahm mich auf eine schöne Reise durch die Welt des guten Tees. Die Autorin dieses Buches, Menglin Chou, habe ich letztes Jahr in Zürich kennen gelernt. Mit einer Offenheit, Klarheit der Gedanken und einem Hauch von asiatischer Poesie sprach Sie über den Tee und über die feinen Unterschiede zwischen Westen und Asien.
„Guter Tee spricht für sich selber. Der Tee lügt nicht“, lautet Ihr Grundsatz. Für viele Teetrinker in Westen ist Ihre Sichtweise auf das älteste Getränk der Welt jedoch ungewöhnlich. Statt über Wassertemperatur, Ziehdauer und Sorten zu dozieren, lässt sie sich von Geist des Tees zu geistreichen Gedanken über Schönheit, Originalität und Herkunft anregen. Den Tee soll man zu sich sprechen lassen, ihm begegnen in aller Unvoreingenommenheit, wenn man vor Ihm sitzt. „All ihren Mut flicht sie ein in Ihr eigenes Verständnis zu der alten Kulturpflanze Tee. Allerdings nicht zu der modernen Form des arg gebeutelten Blattpartikels, sondern zur Schönheit des ganzen Blattes, das sowohl im Anbau wie in der Fertigung eine gute Erziehung genossen hat. Und darum eigenständig ist, charaktervoll, Gefühle auslöst von Wärme, Gemeinschaft, Freunde“.
Dieses Buch ist ein Muss für die jenigen die den Tee nicht nur einfach trinken, sondern verstehen und zelebrieren lernen möchten. Vielen Dank Menglin.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit bei Amazon: Blätter vom Teeweg: Notizen einer Teeliebhaberin

Nun ist es wieder soweit: in wenigen Tagen beginnt die 8. Lebensart Sauerland im Jagdschloss Herdringen. An diesem erlesenen Festival des anspruchsvollen Lifestyles und der sinnlichen Genüsse haben wir schon im Frühjahr mit Erfolg teilgenommen. In einem traumhaften Ambiente wird neben Produkten rund um das Thema “Garten & Terasse” viele anspruchsvolle Einrichtungsideen, Accessoires, Feinkost, Schmuck und Mode sowie erlesene Innovationen präsentiert.
Seit 400 Jahren befindet sich das Schloss Herdringen im Familienbesitz. Das Rittergut Herdringen wurde 1376 erstmals erwähnt. Bis 1543 gehörte es der Familie von Ketteler, danach den von Westrem. Im Jahre 1618 kaufte es Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg und vererbte es an seinen Neffen. Seitdem gehört das Anwesen den Freiherren von Fürstenberg. Einer der Höhepunkte der fast 700-jährigen Geschichte war der Besuch des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV, der 1853 im Schloss zu Gast war. Noch heute trägt einer der Säle den Namen „Königssaal“.
Uns finden Sie vom 22. bis 24. Oktober im „Ahnensaal“. Unsere neuen Tees und neues Teegeschirr werden wir dort präsentieren und ich freue mich auf Ihren Besuch. Mehr Informationen finden Sie unter Lebensart-Sauerland
P.S. Auch ein besondere Highlight ist der Besuch von Starfriseur Udo Walz am Sonntag, den 24. Oktober.
Gestern hat mich eine Frage von einem Teefreund erreicht. Er versuchte sein Matcha Tee schaumig zu schlagen, was ihm nicht gelinge.
Hier meine Tipps für einen “schaumigen” Matcha:
1. Für Matcha Tee sollte, anders als bei Grünen Blatttees, heißes Wasser von ca 80°-90°C verwendet werden, denn je kälter das Wasser ist, desto schwieriger wird es einen Schaum zu bekommen.
Wenn Matcha-Pulver zuerst mit einen kleinen Menge kaltes Wasser verrührt wird um die die Bildung von Klümpchen zu vermeiden, dann sollte das Wasser zum Aufgießen ca. 90° sein. Grundsätzlich gilt, je besser der Tee ist, desto heißer kann das Wasser sein.
2. Für einen guten Matcha sind 2 Bambuslöffel Pulver und ca. 70 ml. Wasser ausreichend, denn Matcha wird wie Espresso in kleinen Mengen getrunken.
3. Die Qualität des Tees kann auch der Grund sein. Matcha ist ein sehr empfindlicher Tee, der kühl und trocken gelagert werden muss. Auch in Japan wird das Pulver nach dem Mahlen in Kühlschränken aufbewahrt. Matcha verliert sehr schnell die Frische und es ergibt dann keinen guten Geschmack und auch keinen schönen Schaum.
4. Matcha immer mit dem Chasen schlagen. Ist er groß genug für Matchaschale? Wenn der Besen zu klein für die Schale ist, entsteht auch kein schöner Schaum. Ein handelsüblicher Milchschäumer, der oft zum Schlagen empfohlen wird, eignet sich nicht wirklich für Matcha Tee. Ich jedenfalls habe noch nicht geschafft einen vernünftigen Schaum damit zu schlagen.
5. Die Farbe des Schaums ist auch ein Zeichen der Tee-Qualität. Eine schöne leuchtende hellgrüne Farbe des Schaums ist ein Zeichen des guten Matcha Tees. Hochwertiges Matcha-Pulver sieht auch intensiv grün und lebendig aus. Je niedriger die Qualität ist, desto bitterer wird der Tee.
Ich bin sicher, mit diesen Tipps und unserem Video “Zubereitung von Matcha Premium” wird Euer Matcha-Schaum immer gelingen.
Bier, Cola, Limo – Erfrischendes an heißen Tagen ist nicht immer gesund. Wer die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stilecht genießen will, dem bietet das Gastgeberland Südafrika eine Alternative: ausschließlich im Gebiet der Cedarberge Südafrikas, ungefähr 230 Kilometer nördlich von Kapstadt wächst Rooibos-Tee.
Das südafrikanische Nationalgetränk ist ein ideales Sportlergetränk, denn es ist besonders reichhaltig an Elektrolyten und eignet sich daher sehr gut zum Auffüllen der durchs Schwitzen ausgezehrten Mineralstoffdepots. Die mineralischen Inhaltsstoffe der Sorte sind fast deckungsgleich mit den Stoffen, die bei sportlichen Aktivitäten durchs Schwitzen verloren gehen.
Erfrischungs-Cocktail-Tipp:
Alle Zutaten mischen. Gekühlt servieren. Viel Spaß bei public viewing!
Cornwall verbinden wir mit wilden Küsten, reizvollen Fischerdörfern, sanften Hügellandschaften und Romanen der Rosamunde Pilcher. Dieses malerische Fleckchen Erde verbirgt mehr als Pilcher in ihren Romanen schreibt: Cornwall ist die Heimat für die nördlichste Teeplantage der Welt, Tregothnan Estate.
Seit 1335 befindet sich Tregothnan in Besitz der Familie. Das Gut ist international bekannt für seine „English Estate“ Produkte, angebaut und hergestellt mit einer nachhaltigen Leidenschaft, und auch für ein Botanischer Garten und eine Teeplantage.
Cornwall ist vom Meer umgeben; es ragt wie ein Sporn in den Golfstrom und teilt ihn. Daher ist das Klima sehr mild. Lufttemperatur, Niederschlag und PH-Wert des Bodens sind in diesem Gebiet vergleichbar mit Darjeeling. Sieben Jahre Versuche wurden auf Tregothnan unternommen, um die feinen Tees zu entwickeln. Nur etwa 1000kg Tee im Jahr wird auf dieser Plantage produziert. “Tregothnan is putting the English into English tea.”
Ich hatte leider noch keine Gelegenheit gehabt die Tregothnan anzusehen. Obwohl ich ein paar Wochen in Süd-Osten der Insel verbracht habe, wusste ich damals noch nicht von dem Gut. Bei der nächsten Reise werde ich natürlich die Möglichkeit nicht verpassen. Landschaftlich ist der Süden Englands auf jeden Fall eine Reise Wert. Hier etwas zur Inspiration aus meinem letzten Besuch:


Inspiriert von einer e-Mail aus Japan, möchte ich über ein faszinierendes Naturereignis berichten: Seit Montag ist in der Hauptstadt Japans offiziell die Kirschblüten-Saison eröffnet. Die Japanische Kirschblüte, auch Sakura genannt, ist eines der wichtigsten Symbole der Japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit.

Die Kirschblüte beginnt in Japan Mitte oder Ende März in Kyushu und „wandert“ dann nach Nordosten, bis sie etwa Anfang Mai in Hokkaido ankommt. Das sonst so einförmig wirkende Japan wird durch ein Meer von Kirschblüten in rosa und weiß getaucht und ist plötzlich unwirklich schön.
Die Blütenvorhersage wird jedes Jahr vom Wetterbüro verkündet und von allen Japanern, die Hanami (Blütenbeschauen) planen, genauestens verfolgt. In den etwa zehn Tagen, in denen die Kirschen in der eigenen Gegend in Blüte stehen, feiern fast alle Bewohner Japans ein Hanami mit Freunden, Kollegen oder Familie in einem Park oder einem anderen dafür ausgezeichneten Ort. Oft reichlich Bier oder Sake sowie eine Unterlage, um auf dem Boden zu sitzen, zählen zu den Utensilien, mit denen man sich bei und unter Kirschbäumen in der Stadt und auf dem Land versammelt und feiert, manchmal bis spät in die Nacht.

In mehr als der Hälfte Japans fällt die Kirschblütenzeit mit dem Anfang des Schul- und Steuerjahres zusammen. Oft werden solche Neujahrsfeiern dann mit einem Hanami kombiniert. Viele Japaner setzen die Tradition von Hanami fort, indem sie an den prozessionsartigen Spaziergängen der Massen durch die Parks teilnehmen. Dieses gilt als eine Art der Besinnung; still zu beschauen und die Seele zu erquicken.

Am Freitag, den 26. März und Samstag, den 27. März 2010 findet bei TABLEAU grand gourmet in Lüdenscheid eine Verkostung hochwertiger Tees statt. Hierzu lade ich Sie herzlich ein.
Lernen Sie die Welt des hochwertigen Tees kennen. Probieren Sie Weißen Tee oder Sencha, Pu Erh oder wildwachsenden Rooibos. Auch Ihre Fragen rund um den Tee werde ich gerne beantworten.
Tableau grand gourmet
Talstraße 93
58515 Lüdenscheid
« Ältere Einträge
Nächste Seite »