Archiv für "Anbaugebiete"

6.Apr 2013

Darjeeling Tee – das Original

Darjeeling Tee: exotisch und mysteriös, genau wie die Berghänge am Füße der Himalaya, an denen dieser Tee wächst. Seine Geschichte begann Anfang 1800. Sein unvergleichlicher Geschmack verdankt der Tee dem besonderen Bergklima, den Bodeneigenschaften, der Höhenlage und dem Produktionsverfahren. Dieser sehr feine Geschmack und das Aroma, wie der leichte Wind der Himalayas, werden bereits seit mehreren Generationen bei vielen Teeliebhaber sehr geschätzt.

Teepflückerin in Darjeeling

Darjeeling Tee gehörte schon immer zur den hochpreisigen Schwarzen Tees. Dadurch war der Reiz schwarze Teesorten aus anderen Teeanbaugebieten wie Sri Lanka und Kenia als Darjeeling Tee zu verkaufen schon immer sehr groß. So werden weltweit geschätzt 40.000 Tonnen Darjeeling Tee jedes Jahr verkauft, obwohl nur ca. 10.000 Tonnen in den Teegärten Darjeeling jährlich produziert werden. Den ganzen Beitrag lesen…

3.Mrz 2013

Glenburn

Ich möchte euch heute an einen der schönsten Plätze auf dieser Welt entführen: den Teegarten Glenburn in Darjeeling.
Nach mehreren Stunden Furcht erregender Fahrt im Geländewagen auf der kurvenreichen Bergstraße habe ich endlich mein Ziel erreicht: der Glenburn Teegarten in West Bengal, an der Grenze zu Sikkim.

Sonnenaufgang
Nach ein paar Tagen im überfüllten, lauten und schmutzigen Kalkutta war ich sehr glücklich wieder in einem Teegarten zu sein. Von dem Haupthaus, das nur ein paar Meter von der Teefabrik entfernt ist, öffnete sich ein atemberaubender Blick: tropischer Wald gemischt mit endlos wirkenden grünen Tee-Teppichen und mit der Himalaya-Bergkette im Hintergrund, dominiert von dem mit Schnee bedeckten Gipfel Mt. Kanchenjunga. Den ganzen Beitrag lesen…

23.Feb 2013

Darjeeling Smoked Wine Tea

Auf meiner letzten Indien Reise fiel mir auf, dass viele Plantagen in Darjeeling und Nilgiri versuchen neue hochwertigere Tees zu entwickeln und damit bessere Preise zu erzielen. Einige haben kleine Maschinen in China gekauft und versuchen schlicht weg die chinesische Grüntees wie Long Jing und Pi Lo Chun nachzumachen. Der Tee sieht wie der chinesische aus, schmeckt aber anders, da sich die Teesträucher, Bodeneigenschaften und auch der Herstellungsverfahren deutlich von den chinesischen unterscheiden. Weltweit steigt die Nachfrage nach Grünen und Weißen Tees, die „viel gesünder“ sein sollen. In Indien versucht man diesen Trend unbedingt mitzunehmen.

Letzte Woche kam ein Päckchen aus Indien bei mir an. Ein paar Muster waren im Päckchen drin und der Brief aus handgemachtem Papier berichtete mir über einen neuen Trend in Darjeeling: einem Smoked Wine Tea. Den ganzen Beitrag lesen…

Die Hauptstadt der Provinz Zhenjiang, Hangzhou, ist in ganz China bekannt, wegen des Westsees (Xihu), einer idyllischen Landschaft inmitten einer idyllischen Natur. Schon Marco Polo bezeichnete Hangzhou als die schönste Stadt der Welt. Der malerische See, kunstvoll angelegte Gärten sowie Berge mit Quellen und Bächen locken seit Jahrhunderten Gelehrte und Künstler an, die die herrliche Umgebung in Worten und Gemälden festhalten. Auch ich war von der prächtigen Natur und der Pfingstrosengärten beeindruckt.


 

Etwa 6 km südwestlich des Sees liegen die Dörfer Shifeng (Löwengipfel), Longjing (Drachenbrunnen), Meijiawu (Pflaumenblüte) und Hu Pao (Tigersprung), welche für seinen Longjing Tee bekannt sind, der auf den umliegenden Hügeln geerntet wird. Den ganzen Beitrag lesen…

Im Tal des Brahmaputra, in Nord-Bengal und in Nilgiri befinden sich unzählige Teegärten die einen Großteil der Monokultur bilden.   Nahezu alle diese Gärten grenzten einst an große Waldgebiete, von denen inzwischen weniger als ein Zehntel übriggeblieben ist. In Nord-Bengal zeigen sich die Konsequenzen bereits in der Umwelt. Hier kam es zu einigen der größten Erdrutsche Indiens. Den dabei entstandene Bodenverlust versucht man mit der Anwendung von Kunstdünger und Pestiziden auf den noch nutzbaren Flächen auszugleichen.

Auch der Tee leidet darunter, denn es rutschen ganze Teefelder von teilweise über 4.000 m2 den Abhang hinunter. So beuten die „Kräfte des Marktes“ den letzten Rest an Lebensressourcen aus. Immer mehr Teeplantagenbesitzer resignieren und geben den Tee-Anbau auf.

In Makaibari jedoch wird jedes Jahr einer der feinsten Tee geerntet. Der Inhaber der Teeplantage Swaraj Kumar Banerjee bewirtschaftet die Plantage nicht nur biologisch sondern in vollkommenen Einklang mit der Natur und der Erde. Betrachtet man den gegenwertigen Zustand der Hänge des gesamten Hochlandes von Darjeeling, so kommt der Erhaltung der Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenreich  in Makaibari noch eine viel umfassendere Bedeutung zu. Man ist erstaunt über die Artenvielfalt und den vorbildlich erhaltenen subtropischen Regenwald, der zwei Drittel der Fläche des Teegartens ziert. Wo sonst in bewirtschaften Gebieten begegnet man noch freilaufenden Leoparden, Panthern, Fasanen, unzähligen Vögeln und einer Fülle von Schmetterlingen? Den ganzen Beitrag lesen…

15.Mrz 2011

Tee-Anbaugebiete in Japan

Japanische Teesorten wie Sencha, Gyokuro oder Matcha haben längst viele Tee-Liebhaber in Deutschland. Hier eine Überblick über die wichtigsten Teeanbaugebiete (Karte zum Vergrößern anklicken):

Von den 47 Japanischen Provinzen sind Shizuoka, Kagoshima und Mie die drei größten Teegebiete. Shizuoka, das Teegebiet westlich von Tokio, befindet sich zwischen dem Mount Fuji in der pazifischen Küste Den ganzen Beitrag lesen…

15.Feb 2011

Ein Juwel aus Ceylon

Um die „Trilogie“ über eine meiner Lieblingsinseln abzuschließen, habe ich noch ein kleines Video zusammen gestellt. Es geht um einen sehr seltenen und auch kostbaren Ceylon Tee: den Silver Tip.

Auf Sri Lanka werden sehr gute, aber überwiegend Massentees, produziert. Denn hochwertige Raritäten wie den Silver Tip zu produzieren ist sehr mühsam und aufwändig. Die Nachfrage nach diesen Tees ist äußerst gering. Für Plantagen-Besitzer ist es profitabler die einfacheren Tees herzustellen und diese in Container-Mengen nach Europa, Russland und die Arabischen Ländern zu verkaufen. Nur sehr wenige experimentieren und produzieren aus Überzeugung Tee-Raritäten.

Ich liebe Ceylon-Tees für ihr intensives, leicht süßliches Aroma, Nuancen von Karamell, Muskat oder Zitrusfrüchten im Geschmack. Auch dem Ceylon Silver Tip verleihen der Regen, die Sonne und der Boden von Nuwara Eliya seinen unvergleichlichen Charakter. Der Tee überrascht mit Süße und angenehmer leichter Feigen-Note. Neben Saphiren  ist er ohne Zweifel ein weiteres Juwel aus Ceylon.

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In alter Zeit nannte man die Insel Rajarata, “Land der Könige”. Arabische Seefahrer und Entdecker nannten sie Serendib, den Chinesen war die Insel bekannt als Si Lan. Für Marco Polo, war sie schlicht “die beste Insel der Welt”, wie er 1293 begeistert notierte. Die portugiesischen Eroberer nannten sie Celao, die Holländer Zeilan, woraus die englischen Kolonialherren endlich Ceylon machten. Die Singhalesen aber nennen die Insel seit der Zeit ihrer Königreiche Sri Lanka, “Strahlend-schönes königliches Land”.

In der Teewelt ist die Insel immer noch unter dem Nahmen Ceylon bekannt. Die Teetradition ist übrigens noch gar nicht so alt hier und seinen Ruf als Teeland verdankt die Insel zwei Engländern:  James Taylor und Thomas Lipton. Bis 1870 war die Insel als zweitgrößter Kaffeeproduzent ein ernsthafter Konkurrent für Brasilien. Damals machte den englischen Kaffeehändlern zunächst die Kaffeeratte und bald darauf auch der für jede Kaffeepflanze tödliche Rostpilz zu schaffen. Vielleicht hätte sich Ceylon niemals zur Tee-Insel entwickelt, wäre da nicht ein Schotte, ein gewisser James Taylor, aufgetaucht. Den ganzen Beitrag lesen…

8.Feb 2011

Nuwara Eliya

Es ist immer wieder schön auf Sri Lanka (Ceylon) zu sein: eine Insel mit kilometerlangen palmengesäumten Sandstränden, mit einsamen Buchten, einer großartiger Bergwelt und Resten von Urwald im Landesinneren, mit sanften Hängen, die von einem Teeteppich bedeckt sind, mit Reisfeldern, Kauchukwäldern und Elefanten.

Von der Hauptstadt Colombo sind es rund 180 Kilometer nach Nuwara Eliya, jenem Ort auf der Insel, den die Briten am meisten liebten und wo sich noch heute der höchste Golfplatz Asiens befindet. Für die kurze Strecke braucht man mit dem Wagen fast einen ganzen Tag, denn die Straße ist schmal und windet sich in endlosen Serpentinen ins Hochland hinauf zu einer märchenhaften Landschaft mit Wasserfällen und einem tiefen Grün. Je höher Tee wächst, umso besser schmeckt er, und von den sechs Teegebieten Ceylons findet man den besten in Nuwara Eliya: einem magischen Ort, den man auch die Stadt des Lichts nennt.

Im Hochland, in der Mitte der Insel, wo es an 200 Tagen im Jahr regnet, die Durchschnittstemperatur nur 16 Grad beträgt und es nachts richtig kalt wird, herrschen optimale Bedingungen für Teeanbau. Die Tees, die hier entstehen, sind sehr mild und zart mit an feinblumigen Darjeeling erinnernden Aroma.

Der schönste Ort in den Bergen Ceylons, Nuwara Eliya, war damals schon ein Kurort für Kolonialbeamte, die dem schwül-heißen Colombo entkommen wollten. Entdeckt hatte das schöne Fleckchen ein britischer Major, der auf der Jagd den Spuren von Elefanten hinauf in die Berge gefolgt war. Das angenehm kühle Klima und die paradiesischen Landschaften mit ihrem saftigen Grün begeisterten die Briten. Ab 1830 rodeten die Kronkolonisten mit zahllosen Elefanten und noch mehr tamilischen Arbeitern den dichten Urwald und pflanzten erst Kaffee, dann Tee.

Die Suche nach einem sehr guten Tee ist mühsam. Einem Tee, der allen Veränderungen der Zeit  und Trends widerstanden hat, der so gemacht ist wie früher. Dong Ding ist mittlerweile zum Synonym der Formosa Oolongs geworden. Sehr viele Tees, die aus Taiwan kommen heißen Dong Ding. Ich suchte aber nicht nach dem leicht fermentierten und nach grünem Tee schmeckenden  Oolong, den man an jeder Ecke bekommt, sondern nach „dem Dong Ding“ den ich einmal kosten durfte und deren Geschmack ich nicht mehr vergas.  

Unter vielen Dong Ding Teeproben, die zur Degustation aus Taiwan eintrafen vermisste ich diesen typischen Geschmack den Dong Ding unverwechselbar macht: vielschichtig, kraftvoll und mit leichtem Maiglöckchen-Aroma. Verblüffend war auch, wie unterschiedlich “Dong Ding” schmecken kann. Ich wollte den Dong Ding finden, der aus einem der drei  Dörfer Pin Ding, Yung Long oder Feng Huan in Lugu (Nantou Bezirk) kam, von Blätter des Qingxin Teebaumes stammt und nach traditionellen Methoden hergestellt wurde. Den ganzen Beitrag lesen…

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