Matcha, das grün leuchtende Teepulver aus Japan, gewinnt immer mehr an Beliebtheit in Europa. In Japan ist dieser Tee ein Bestandteil der Teezeremonie und ist sehr kostbar. Matcha ist keine Selbstverständlichkeit im Alltag der Japaner.
Besonderes jüngere Japaner entdecken gerne exotische Teesorten wie Darjeeling, Assam oder aromatisierte Früchte- und Kräuter Tees aus Europa. Ich war sehr amüsiert, als ich in mehreren guten Cafés in Kyoto einen exzellenten losen Darjeeling serviert bekommen habe und zwischen Sacher Torte, Schwarzwälder Kirschtorte und anderen europäischen Spezialitäten wählen durfte.
Was aber aus dem Alltag der Japaner nicht wegzudenken ist Matcha-Eis. Dieses bekommt man an jeder Ecke. Zwar wird für die Herstellung von Matcha-Eis kein hochwertiger Matcha verwendet, den unverwechselbaren Geschmack bekommt das kühle Milchdessert aber trotzdem. Auch Houjicha Eis habe ich entdeckt, obwohl ich den Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig fand. Houjicha ist auch Grüntee, welcher vor allem aus Stängeln besteht (Karigane), der über einer starken Flamme geröstet wird und dadurch einen pikanten, leicht nussigen Geschmack erhält. Houjicha ist sehr beliebt und stark verbreitet in Japan. Den ganzen Beitrag lesen…
Die Hauptstadt der Provinz Zhenjiang, Hangzhou, ist in ganz China bekannt, wegen des Westsees (Xihu), einer idyllischen Landschaft inmitten einer idyllischen Natur. Schon Marco Polo bezeichnete Hangzhou als die schönste Stadt der Welt. Der malerische See, kunstvoll angelegte Gärten sowie Berge mit Quellen und Bächen locken seit Jahrhunderten Gelehrte und Künstler an, die die herrliche Umgebung in Worten und Gemälden festhalten. Auch ich war von der prächtigen Natur und der Pfingstrosengärten beeindruckt.
Etwa 6 km südwestlich des Sees liegen die Dörfer Shifeng (Löwengipfel), Longjing (Drachenbrunnen), Meijiawu (Pflaumenblüte) und Hu Pao (Tigersprung), welche für seinen Longjing Tee bekannt sind, der auf den umliegenden Hügeln geerntet wird. Den ganzen Beitrag lesen…
“Nach einem Flug von zwölf Stunden und der siebenstündigen Zeitverschiebung verfällt man zunächst in einen Tiefschlaf, aus dem einen nur ein schriller Wecker herausreißen kann. So ging es mir am ersten Morgen in Japan. Danach das volle Programm, in dem mehrere Teeverkostungen enthalten waren. In Summe habe ich gut einen Liter Grüntee und einige Tassen Matcha verkostet. Die Folge war eine anregende Zeit: Tagsüber gut drauf, aber am Abend kein Funken von wohlverdienter Bettschwere. Das Hirn ließ sich nicht abschalten; auch Kniebeugen und Liegestütze, die in dem winzigen Zimmer kaum machbar waren, halfen nicht. Um drei Uhr nachts noch immer hellwach und keine Spur von körperlicher oder geistiger Müdigkeit. So ging es drei Tage und zwei Nächte. Nachts begann ich darüber zu sinnieren, warum die Japaner ein so fleißiges Volk sind. …”
Herrn Dr. Glück habe ich in Japan kennengelernt. Er kam zum ersten Mal nach Japan um für sein neues Buch zu recherchieren. Matcha – ” das gesunde Grünteee-Wunder” war das spannende Thema seiner Erkundungen.
Ein Jahr später halte ich mein persönliches Exemplar in der Hand. Das Buch ist ein kleiner, aber sehr interessanter und ausführlicher Ratgeber über Matcha. Schritt für Schritt lüftet Herr Dr. Glück in lockerer und witziger Art das Geheimnis um Matcha. Viele interessante Informationen über die traditionellen Hintergründe, die medizinischen Aspekte sowie die genussvolle Verwendung von Matcha sind mit witzigen Geschichten, wie die kleine Anekdote oben, versetzt.
Das Buch ist absolut empfehlenswert für die Teetrinker, die mehr über das exquisite Getränk erfahren möchten.
Der Sommer verwöhnt uns dieses Jahr nicht mit seiner Aufmerksamkeit. Auf der Sehnsucht nach der Sonne und der wohltuender Wärme habe ich mir einen Marokkanischen Minztee zubereitet. Die Pfefferminze wächst ja auch reichlich im Garten.
Es mag ungewöhnlich zu sein, dass grüner chinesischer Tee zum Lieblingsgetränk eines Afrikanischen Landes wurde. In vielen Ländern des Kontinents bevorzugt man einen kräftigen Schwarztee. Die Tradition reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als England nach neuen Märkten suchte und Marokko drängte, Tee zu trinken und bei den Engländern zu kaufen. Tee, Teeservice und Zucker wurden im 19. Jahrhundert als Geschenke an den Königshof von Marokko gesendet und es dauerte nicht lange, bis das Volk begann, Tee zu trinken. Doch die Schwarzen Tees hatten bei Marokkanern wenig Erfolg. Es setze sich chinesischer Grüner Tee durch, der dort mit viel Zucker und Pfefferminze, grüner Minze oder anderen Duftkräutern vermischt wurde. Den ganzen Beitrag lesen…
Japanische Teesorten wie Sencha, Gyokuro oder Matcha haben längst viele Tee-Liebhaber in Deutschland. Hier eine Überblick über die wichtigsten Teeanbaugebiete (Karte zum Vergrößern anklicken):
Von den 47 Japanischen Provinzen sind Shizuoka, Kagoshima und Mie die drei größten Teegebiete. Shizuoka, das Teegebiet westlich von Tokio, befindet sich zwischen dem Mount Fuji in der pazifischen Küste Den ganzen Beitrag lesen…
Gestern hat mich eine Frage von einem Teefreund erreicht. Er versuchte sein Matcha Tee schaumig zu schlagen, was ihm nicht gelinge.
Hier meine Tipps für einen “schaumigen” Matcha:
1. Für Matcha Tee sollte, anders als bei Grünen Blatttees, heißes Wasser von ca 80°-90°C verwendet werden, denn je kälter das Wasser ist, desto schwieriger wird es einen Schaum zu bekommen.
Wenn Matcha-Pulver zuerst mit einen kleinen Menge kaltes Wasser verrührt wird um die die Bildung von Klümpchen zu vermeiden, dann sollte das Wasser zum Aufgießen ca. 90° sein. Grundsätzlich gilt, je besser der Tee ist, desto heißer kann das Wasser sein.
2. Für einen guten Matcha sind 2 Bambuslöffel Pulver und ca. 70 ml. Wasser ausreichend, denn Matcha wird wie Espresso in kleinen Mengen getrunken.
3. Die Qualität des Tees kann auch der Grund sein. Matcha ist ein sehr empfindlicher Tee, der kühl und trocken gelagert werden muss. Auch in Japan wird das Pulver nach dem Mahlen in Kühlschränken aufbewahrt. Matcha verliert sehr schnell die Frische und es ergibt dann keinen guten Geschmack und auch keinen schönen Schaum.
4. Matcha immer mit dem Chasen schlagen. Ist er groß genug für Matchaschale? Wenn der Besen zu klein für die Schale ist, entsteht auch kein schöner Schaum. Ein handelsüblicher Milchschäumer, der oft zum Schlagen empfohlen wird, eignet sich nicht wirklich für Matcha Tee. Ich jedenfalls habe noch nicht geschafft einen vernünftigen Schaum damit zu schlagen.
5. Die Farbe des Schaums ist auch ein Zeichen der Tee-Qualität. Eine schöne leuchtende hellgrüne Farbe des Schaums ist ein Zeichen des guten Matcha Tees. Hochwertiges Matcha-Pulver sieht auch intensiv grün und lebendig aus. Je niedriger die Qualität ist, desto bitterer wird der Tee.
Ich bin sicher, mit diesen Tipps und unserem Video “Zubereitung von Matcha Premium” wird Euer Matcha-Schaum immer gelingen.
Britta Heidemann - Kölner Mädel, Steinbock, Energiebündel, Chinaexpertin (Diplom-Regionalwissenschaftlerin Chinas mit dem Schwerpunkt BWL), Weltcup- und Olympiasiegerin im Fechten. Seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking steht die Goldmedalliengewinnerin auf dem ersten Platz der Weltrangliste und ihre sympatische Art verzaubert uns bei jedem Auftritt in den Medien.
In der aktuelle Ausgabe der “freundin Wellfit” (Herbst 2010) verrät die Teetrinkerin Britta Heidemann ihren Grüntee-Favoriten: “New Spring Green Tea“ aus meiner tea exclusive Kollektion. Recht hat sie! Ich hatte den New Spring aus Yunnan in China wegen seines herrlich frischen und fruchtigen Geschmacks in das Sortiment aufgenommen und schon viele Teetrinker von diesem milden und nicht herben Geschmack überzeugt.
Grüner Tee sei ihr ”Gute-Laune-Elexier”, das Trinken ein Ritual so die Chinakennerin in der aktuellen Zeitschrift weiter.
PS. Liebe Britta, ich wünsche Dir für die Fechtweltmeisterschaft vom 5. – 12. November in Paris viel Erfolg. Und falls es mal sportlich nicht so läuft wie es soll – Tee gibt nicht nur Energie, er beruhigt auch!
Für die Teefreunde, die sich zum ersten Mal an einen Matcha heranwagen, haben wir einen kleinen 2-minütigen Film über die Matchazubereitung gedreht.
Während meines Aufenthaltes in Japan habe ich Matcha richtig schlagen gelernt. Im Film sind auch die Bilder vom Matcha Feld und der Matcha Manufaktur einbezogen, die ich in Uji besucht habe. Ein Merkmal für die richtige Zubereitung ist ein dicker und fester Schaum auf der Oberfläche des Tees, der auch wesentlich für den Geschmack ist. Auch Klümpchen dürfen nicht den Genuss verderben.
Gemeinsam mit einem sehr guten Teefreund, der auch ein professioneller Teataster ist, haben wir einige Gyokuros getestet. Ich muss dazu sagen, dass wir keine gewöhnliche Tees verkostet haben, sondern handhergestellte Unikate. Ich habe aus Japan zwei Muster von handgerollten Gyokuros aus dem Gebiet Uji erhalten. Mein Teefreund, der erst seit kurzem die japanischen Tees für sich entdeckt hat, hat einen Kilo Tee von einem alten Meister aus Shizuoka bekommen.
Viele Gyokuro Qualitäten haben wir bereits auf der Suche nach den besten Tees kennengelernt. Während meines Aufenthalts in Uji konnte ich mein Wissen vertiefen und die Gyokuros von einfachen, maschinell verarbeiteten bis zu handgerollten Top Qualitäten verkosten.
Wir hatten jetzt richtige Schätze in der Hand und waren natürlich sehr aufgeregt. Jeder handverlesene und handverarbeitete Tee hat eine Seele und eine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte von fernen Ländern, langen Regenfällen oder milden sonnigen Frühlingstagen, von Händen, die jedes Teeblatt sorgfältig gepflückt haben, oder rauen Händen des Teemeisters. Jeder Aufguss offenbart diese Geschichte, man muss sie nur hören lernen. Den ganzen Beitrag lesen…
Der Sommer ist längst da. Wir erleben die heißesten Tage des Jahres. Der Thermometer überschreitet die Marke von 35 Grad, der Asphalt beginnt zu flimmern und die Sonne brennt auf der Haut.
Wer bei diesen Temperaturen mit einem Getränk für Abkühlung sorgen möchte, soll am besten heißen Tee trinken. Menschen in heißen Ländern unserer Erde können uns als Vorbild dienen. Bei Temperaturen weit über 30 Grad trinken sie heißen Schwarzen, Grünen Tee oder Minze in kleinen Schlückchen über den Tag verteilt. Auch dann schwitzt man, aber nur leicht.
Dafür gibt es eine plausible medizinische Erklärung. Der Körper produziert soviel Wärme, dass unsere Körpertemperatur konstant bleibt. Trinken wir kalte Getränke, wird von Körper die Wärmeproduktion angeregt um die Kühle im Magen und Speiseröhre auszugleichen. Nehmen wir heiße Getränke zu uns, bekommt der Körper ein zusätzliches Hitzesignal, der Körper fährt die Wärmeproduktion runter. Das führt zu einem ständigen leichten Schwitzen, aber nicht zu sturzbachartigen Schweißausbrüchen. Der heiße Tee verschafft uns somit kurze Zeit später die ersehnte Erfrischung ohne den Kreislauf zu belasten.
Einen besonderen Frischekick verschaffen Pfefferminz-Blätter. Fügen Sie ihrem Lieblingstee ein paar frische Pfefferminzblätter bei. Die Rezeptoren im Mund reagieren auf das Menthol in den Pfefferminzblätter und sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.
Einen angenehm erfrischenden und belebenden Tee bekommt man auch aus den Blättern der Zitronenverbene (Verbene, Verveine).