Archiv für "Tee-Sorten"

29.Nov 2010

Pu Erh – Faszination des Alters

Der Lauf der Zeit mindert oft den Wert der Gegenstände, die uns umgeben. Auch der Wert des Tees sinkt meistens mit zunehmendem Alter. Bei Weißen, Grünen oder leicht fermentierten Oolongs ist Frische ein wichtiges Qualitätskriterium für Teetrinker.

Es gibt aber auch Ausnahmen in der Teewelt. Der Pu Erh Tee. Seine Entstehung ist die älteste Art der Teeproduktion. Während sich die Kunst der Teeherstellung über Jahrtausende veränderte und verfeinerte: von Ziegeltee, der gekocht wurde in der Tang-Dynastie, und Blättertee, der gebrüht wurde in der Ming-Dynastie, bis hin zu den unzähligen Varianten der Oolongtees, Weißen und Gelben Tees, blieb die Herstellung des Pu Erh Tees fast unverändert.

Warum finden viele Teeliebhaber alten gereiften Pu Erh Tee aus einem alten Jahrgang so großartig und faszinierend? Ist es „die Leidenschaft und Vorfreude“ des Wartens, besonders wenn man eigene Tee-Fladen fünf, zehn oder gar dreißig Jahre lang lagert und am Ende der Lagerung das Gefühl hat „das Jahrhundert Projekt“ abgeschlossen zu haben? Oder ist es dieser einzigartige und besonders sanfte Geschmack des über Jahre gereiften Tees?

Während der Lagerung reagieren Wasser, Sauerstoff, Sacharide und andere organische Elemente der Teeblätter miteinander, so das im Laufe der Zeit neue Substanzen entstehen; die Teeblätter verändern sich. Junge Teeblätter beinhalten sehr viele Alkaloide – Substanzen, die den Tee bitter machen. Durch die Oxidations-Prozesse im Pu Erh Fladen entstehen Substanzen wie Pflanzenfett und Sacharide, die die bitteren Alkaloide auflösen. Aus diesem Grund geben die Tibeter bei der Zubereitung von frisch gemachten Pu Erh auch etwas Butter bei.

Also je älter ein Pu Erh Tee, desto weicher und aussagekräftiger wird er.

17.Nov 2010

Eine wunderbare Begegnung

Als ich im Frühjahr dieses Jahres bei einer Veranstaltung meine Tees präsentierte, kam ein Ehepaar auf mich zu. Sie fragten nach einem Oolong. Für gewöhnlich muss ich erst dem Kunden sehr viel von Oolong-Tees erzählen und sie von diesem Tee überzeugen. Ich war natürlich sehr glücklich, dass ich hier wahre Oolong-Liebhaber vor mir hatte. Wir haben uns lange über diesen faszinierenden und außergewöhnlichen Tee unterhalten.  Es stellte sich heraus, dass sie fast 20 Jahre in Taiwan in der Taipei-Gegend gelebt haben. In dieser Zeit habe sie das Land, die Menschen und natürlich den Oolong kennen und lieben gelernt. Später erhielt ich eine eMail mit guten Bücher-Tipps und einem sehr schönem Foto von einer liebevoll gesammelten Kollektion chinesischer Teekännchen.

Kollektion von chinesischen Teekännchen

Heute hat mich das Ehepaar besucht. Bei einigen Tassen Lishan und Oriental Beauty haben wir uns in Bildern die Gegenden von Alishan, Sun Moon Lake und Taipei angeschaut und gemeinsam über die spannenden Geschichten aus ihrem Leben in Taiwan gelacht. Was für eine wunderbare Begegnung, die ich dem Tee zu verdanken habe.

7.Nov 2010

Der Tee lügt nicht

Die Swiss-Air brachte mich vor ein paar Tagen nach Zürich. Ich ging durch die verschlafenen Strassen der Züricher Altstadt und genoss die frühmorgendliche Ruhe. In einer enger Gasse hatte ich mein heutiges Ziel gefunden: ein kleiner Teeladen, Shui Tang. Mit der Gastgeberin Menglin werde ich mehrere Oolong Tees verkosten und einiges über diese faszinierende Teesorte lernen.

In mehreren Gängen haben wir verschiedene Oolong-Tees getestet:

  • gleiche Teesorten, die jedoch auf moderne oder traditionelle Art verarbeitet wurde
  • gleiche Teesorten, von unterschiedlichen Teepflanzen und verschiedenen Höhenlagen
  • Oolong-Tees mit verschiedenen Röstungsgraden
  • junge und gelagerte Oolongs

 Menglin hatte immer wiederholt: “Der Tee lügt nicht“. Und tatsächlich, die feinen Unterschiede in der Verarbeitung, der Höhenlagen und die Verarbeitungsfehler waren im Tee zu erkennen. Um die Unterschiede deutlich zu machen, hat Menglin auch einige “Fälschungen” in der Vielfalt der Proben versteckt. Aber die Farbe des Aufgusses oder des Blattes, oder der störende Nebengeschmack, das durch das schöne Aroma durchdrängte haben die Fehler offenbart. „ Der Tee lügt eben nicht“.

Man kann dem Tee schöne Verpackungen geben und mit besonderen Worten beschreiben. Oft wird es gemacht um fehlerhafte Chargen am Markt los zu werden. Aber der Tee selbst lügt nicht.

Gestern hat mich eine Frage von einem Teefreund erreicht. Er versuchte sein Matcha Tee schaumig zu schlagen, was ihm nicht gelinge. 

Hier meine Tipps für einen “schaumigen” Matcha:

1. Für Matcha Tee sollte, anders als bei Grünen Blatttees, heißes Wasser von ca 80°-90°C verwendet werden, denn je kälter das Wasser ist, desto schwieriger wird es einen Schaum zu bekommen. 
Wenn Matcha-Pulver zuerst mit einen kleinen Menge kaltes Wasser verrührt wird um die die Bildung von Klümpchen zu vermeiden, dann sollte das Wasser zum Aufgießen ca. 90° sein. Grundsätzlich gilt, je besser der Tee ist, desto heißer kann das Wasser sein.

2. Für einen guten Matcha sind 2 Bambuslöffel Pulver und ca. 70 ml. Wasser ausreichend, denn Matcha wird wie Espresso in kleinen Mengen getrunken.

3. Die Qualität des Tees kann auch der Grund sein. Matcha ist ein sehr empfindlicher Tee, der kühl und trocken gelagert werden muss. Auch in Japan wird das Pulver nach dem Mahlen in Kühlschränken aufbewahrt. Matcha verliert sehr schnell die Frische und es ergibt dann keinen guten Geschmack und auch keinen schönen Schaum.

4. Matcha immer mit dem Chasen schlagen. Ist er groß genug für Matchaschale? Wenn der Besen zu klein für die Schale ist, entsteht auch kein schöner Schaum. Ein handelsüblicher Milchschäumer, der oft zum Schlagen empfohlen wird, eignet sich nicht wirklich für Matcha Tee. Ich jedenfalls habe noch nicht geschafft einen vernünftigen Schaum damit zu schlagen.

5. Die Farbe des Schaums ist auch ein Zeichen der Tee-Qualität. Eine schöne leuchtende hellgrüne Farbe des Schaums ist ein Zeichen des guten Matcha Tees. Hochwertiges Matcha-Pulver sieht auch intensiv grün und lebendig aus. Je niedriger die Qualität ist, desto bitterer wird der Tee.

Ich bin sicher, mit diesen Tipps und unserem Video “Zubereitung von Matcha Premium” wird Euer Matcha-Schaum immer gelingen.

Britta Heidemann  – Kölner Mädel, Steinbock, Energiebündel, Chinaexpertin (Diplom-Regionalwissenschaftlerin Chinas mit dem Schwerpunkt BWL), Weltcup-  und Olympiasiegerin im Fechten. Seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking steht die Goldmedalliengewinnerin auf dem ersten Platz der Weltrangliste und ihre sympatische Art verzaubert uns bei jedem Auftritt in den Medien.

In der aktuelle Ausgabe der “freundin Wellfit” (Herbst 2010) verrät die Teetrinkerin Britta Heidemann ihren Grüntee-Favoriten: “New Spring Green Tea” aus meiner tea exclusive Kollektion. Recht hat sie! Ich hatte den New Spring aus Yunnan in China wegen seines herrlich frischen und fruchtigen Geschmacks in das Sortiment aufgenommen und schon viele Teetrinker von diesem milden und nicht herben Geschmack überzeugt.
Grüner Tee sei ihr “Gute-Laune-Elexier”, das Trinken ein Ritual so die Chinakennerin in der aktuellen Zeitschrift weiter.

PS. Liebe Britta, ich wünsche Dir für die Fechtweltmeisterschaft vom 5. – 12. November in Paris viel Erfolg. Und falls es mal sportlich nicht so läuft wie es soll – Tee gibt nicht nur Energie, er beruhigt auch!

Homepage von Britta Heidemann: www.britta-heidemann.de

Der Herbst ist da. Diese Tatsache ist nicht mehr zu übersehen: die Tage sind kürzer geworden, die Baumblätter verfärben sich in gelb und rot, abends sucht man die Nähe zu der wohltuender Wärme eines Kamins. Es ist auch Teezeit und ein Hochsaison für mich. Es ist viel zu tun bei tea exclusive: die Termine für Teeverkostungen sind bis zu Weihnachten verplant, verschiedene Projekte sind gestartet. Dennoch bin ich immer nebenbei auf der Suche nach besonderen Tees. Vor einigen Tagen ist ein Muster bei mir eingetroffen: ein seltener Tee nach dem ich sehr lange suche, ein handverarbeiteter echter Lapsang Souchong aus Wuyi Gebirge in Fujian.

Early Spring Tea Bud

Er ist ein ungewöhnlicher Lapsang Souchong mit zarter Rauchnote begleitet von Nuancen von getrockneten Pflaumen, Zimt und Edelholzern. Originale Lapsang Souchongs kommen aus den Wuyi Bergen in China. Die Höhenlagen reichen bis zu 1400m. Anfang Mai während der Erntezeit ist es noch recht kühl, oft nebelig und dadurch sehr feucht, was die Verarbeitung der gepflückten Teeblätter erschwert.  Die Bauern haben das Problem gelöst in dem Sie die Blätter bei der Oxidation erhitzen. Das Erhitzen läßt die Oxidation im gewünschten Tempo ablaufen. Die Hitze wird mit Kiefernholz erzeugt, dadurch nimmt der Tee einen zarten Rauch- und Kieferngeschmack an.

Diese kleine Teeprobe hat mit große Freude und ein aussergewöhnliches Geschmackserlebnis bereitet. Die echten Lapsang Souchongs sind sehr selten, da deren Herstellung aufwändig ist und viel Aufmerksamkeit erfordert. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichen Rauchtees. Sie sind weich, mit dezenter Rauchnote und sehr fruchtig, oft mit Note von gebackenen Pflaumen.

27.Sep 2010

Matcha Zubereitung

Für die Teefreunde, die sich zum ersten Mal an einen Matcha heranwagen, haben wir einen kleinen 2-minütigen Film über die Matchazubereitung gedreht. 

Während meines Aufenthaltes in Japan habe ich Matcha richtig schlagen gelernt. Im Film sind auch die Bilder vom Matcha Feld und der Matcha Manufaktur einbezogen, die ich in Uji besucht habe. Ein Merkmal für die richtige Zubereitung ist ein dicker und fester Schaum auf der Oberfläche des Tees, der auch wesentlich für den Geschmack ist. Auch Klümpchen dürfen nicht den Genuss verderben.

Viel Spass beim “nachschlagen” von Matcha.

21.Sep 2010

Tee und Koffein

Eine Frage bekomme ich sehr häufig gestellt: Wie hoch ist eigentlich der Koffeingehalt im Schwarzen, Grünen und Weissen Tee?

tee und koffein

Da Weißer, Grüner, Oolong und der Schwarzer Tee von der gleichen Pflanze stammen, enthalten alle Teesorten Koffein. Oft wird Koffein im Tee auch als „Tein“, „Thein“ oder „Teein“ bezeichnet, obwohl die chemische Zusammensetzung mit Koffein identisch ist. Eine durchschnittliche Tasse Schwarzen Tee beinhaltet nur die Hälfte des Koffein als die gleich große Tasse Kaffee. Aber der Koffeingehalt im Schwarztee ist deutlich höher, als im Weißen Tee. Meine Recherche hat folgende Angaben ergeben:

Teesorte Koffeingehalt, mg *
Durchschnitt pro Tasse
Spanne
Matcha (2g Pulver) 64
Schwarzer Tee (Tasse 200ml) 40 25-55
Oolong (Tasse 200ml) 30 12-55
Grüner Tee (Tasse 200ml) 20 8-30
Weißer Tee (Tasse 200ml) 15 6-25
Tee entkoffeiniert (Tasse 200ml) 2 1-4
Kräutertee (Tasse 200ml) 0
Doppelter Espresso (Tasse 60ml) 45-100
Filterkaffee 60-120

 

Ein wahrer natürlicher „Energy Drink“ ist der Matcha. Für Matcha werden die Teeblätter zu einem feinen Pulver vermahlen. Dieses gießt man mit heißem Wasser auf und schlägt es schaumig mit einem Bambusbesen.

Matcha-Trinker, nehmen das Teeblatt im Ganzen in Form von in Wasser aufgelöstem Pulver zu sich und somit eine höhere Konzentration an Antioxidanten, Vitaminen, Mineralien und Koffein. Eine Tasse Matcha aus 2g Teepulver beinhaltet ca. 64 mg Koffein, was fast soviel wie ein Doppelter Espresso sein kann. Stars wie Lady Gaga und Madonna trinken Matcha um sich fit und wach zu halten.

*)Die oben angeführten Angaben sind Mittelwerte. Verschiedene Tee- und Kaffeesorten weisen unterschiedlichen Koffeingehalt aus. Bei Kaffee wird der Koffeingehalt auch durch Art der Röstung wesentlich beeinflusst.
Quelle: International Food Information Council, All About Tea by William H. Ukers; Caffeine by The Institute of Food Technologists’ Expert Panel on Food Safety & Nutrition; Standard Tables of Food Composition in Japan.

10.Jul 2010

Geschmack des Gyokuros

Gemeinsam mit einem sehr guten Teefreund, der auch ein professioneller Teataster ist, haben wir einige Gyokuros getestet. Ich muss dazu sagen, dass wir keine gewöhnliche Tees verkostet haben, sondern handhergestellte Unikate. Ich habe aus Japan zwei Muster von handgerollten Gyokuros aus dem Gebiet Uji erhalten. Mein Teefreund, der erst seit kurzem die japanischen Tees für sich entdeckt hat, hat einen Kilo Tee von einem alten Meister aus Shizuoka bekommen.
 
Viele Gyokuro Qualitäten haben wir bereits auf der Suche nach den besten Tees kennengelernt. Während meines Aufenthalts in Uji konnte ich mein Wissen vertiefen und die Gyokuros von einfachen, maschinell verarbeiteten bis zu handgerollten Top Qualitäten verkosten.

Wir hatten jetzt richtige Schätze in der Hand und waren natürlich sehr aufgeregt. Jeder handverlesene und handverarbeitete Tee hat eine Seele und eine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte von fernen Ländern, langen Regenfällen oder milden sonnigen Frühlingstagen, von Händen, die jedes Teeblatt sorgfältig gepflückt haben, oder rauen Händen des Teemeisters. Jeder Aufguss offenbart diese Geschichte, man muss sie nur hören lernen. Den ganzen Beitrag lesen…

Sand in der WüsteDer Sommer ist längst da. Wir erleben die heißesten Tage des Jahres. Der Thermometer überschreitet die Marke von 35 Grad, der Asphalt beginnt zu flimmern und die Sonne brennt auf der Haut.

Wer bei diesen Temperaturen mit einem Getränk für Abkühlung sorgen möchte, soll am besten heißen Tee trinken. Menschen in heißen Ländern unserer Erde können uns als Vorbild dienen. Bei Temperaturen weit über 30 Grad trinken sie heißen Schwarzen, Grünen Tee oder Minze in kleinen Schlückchen über den Tag verteilt. Auch dann schwitzt man, aber nur leicht.

Dafür gibt es eine plausible medizinische Erklärung. Der Körper produziert soviel Wärme, dass unsere Körpertemperatur konstant bleibt. Trinken wir kalte Getränke, wird von Körper die Wärmeproduktion angeregt um die Kühle im Magen und Speiseröhre auszugleichen. Nehmen wir heiße Getränke zu uns, bekommt der Körper ein zusätzliches Hitzesignal, der Körper fährt die Wärmeproduktion runter. Das führt zu einem ständigen leichten Schwitzen, aber nicht zu sturzbachartigen Schweißausbrüchen. Der heiße Tee verschafft uns somit kurze Zeit später die ersehnte Erfrischung ohne den Kreislauf zu belasten.

Einen besonderen Frischekick verschaffen Pfefferminz-Blätter. Fügen Sie ihrem Lieblingstee ein paar frische Pfefferminzblätter bei. Die Rezeptoren im Mund reagieren auf das Menthol in den Pfefferminzblätter und sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.

Einen angenehm erfrischenden und belebenden Tee bekommt man auch aus den Blättern der Zitronenverbene (Verbene, Verveine).

Angenehmes Schwitzen mit Tee!

Es ist immer eine große Ehre und Anerkennung für ein Unternehmen mit einem Award ausgezeichnet zu werden. Aber natürlich gebührt die Auszeichnung in erster Linie all denen Menschen, die mühsam die Teeblätter gepflückt und zur wunderbarem Tee verarbeitet haben. Die Teepflückerinen auf den Hügeln Sri Lankas, die Arbeiter in der Teefabrik und die Teemeister haben in erster Linie den Teegenuss für uns möglich gemacht.

Sri Lanka

Die familiengeführte Teeplantage New Vithanakande ist berühmt für die Qualität ihren Tees. Sie befindet sich im Herzen von Sri Lanka, in der Nähe von Ratnapura, der „Stadt der Juwelen“. Ratnapura ist das wichtigste Zentrum für Edelsteine in Sri Lanka. Es werden überwiegend Rubine, Saphire und Katzenaugen abgebaut. Diese Steine faszinieren mich. Leider kann ich der Magie der Steine nicht widerstehen und bringe mir von jeder Reise ein kleines Schmuckstück mit. In der Umgebung ist der Sinharaja, der letzte verbliebene Regenwald auf der Insel. Die Klimabedingungen, die in dieser Region herrschen, verleihen den Tees von New Vithanakande ihren besonderen malzigen Charakter.

Die Teefabrik, die sich auf der Plantage befindet, verarbeitet die gepflückten Teeblätter von ca. 6000 Teebauern aus der Umgebung. Herr Navaratna Pilapitiya, der jüngste Sohn des Gründers, der die Plantage seit 1981 führt hat eine Mission: die Produktion der hochwertigen puren Tees von höchster Qualität, die Verbesserung des Images „ Pure Ceylon Tea“ und damit die Sicherung der fairen Preise für die kleinen Teebauern. Die Plantage versorgt die Teebauern mit nötigem Dünger, Pflanzen und vermittelt das Wissen über die aktuellen Entwicklungen im Teeanbau. Denn die kleinen Teebauern liefern so das exzellente Rohmaterial, frisch gepflückte Teeblätter, die von New Vithanakande zur Top Tees verarbeitet werden.


Heute Morgen klingelte es an der Tür. Die Postbotin hatte ein Päckchen für mich das ich schon lange erwarte: Ein Päckchen aus Brüssel. Im Mai hat unsere Schwarztee-Rarität Ratnapura FBOP EX SP den Superior Taste Award 2010 des Brüsseler International Taste & Quality Institutes (iTQi) erhalten. Eine unabhängige, internationale Jury aus Chefköchen und Sommeliers zeichnete den schwarzen Tee mit einem Stern aus. Heute haben wir eine schöne Medaille und das Zertifikat für die Auszeichnung erhalten.

Natürlich habe ich mich sehr über die Auszeichnung unseres Ratnapuras durch eine internationale Spitzenjury gefreut. Sie ist eine Bestätigung unseres Anspruchs, nur die exklusivsten und besten Tees zu entdecken und in unser Sortiment aufzunehmen.

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11.Jun 2010

Exklusiver WM-Genuss

GiraffenBier, Cola, Limo – Erfrischendes an heißen Tagen ist nicht immer gesund. Wer die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stilecht genießen will, dem bietet das Gastgeberland Südafrika eine Alternative: ausschließlich im Gebiet der Cedarberge Südafrikas, ungefähr 230 Kilometer nördlich von Kapstadt wächst Rooibos-Tee.

Das südafrikanische Nationalgetränk ist ein ideales Sportlergetränk, denn es ist besonders reichhaltig an Elektrolyten und eignet sich daher sehr gut zum Auffüllen der durchs Schwitzen ausgezehrten Mineralstoffdepots. Die mineralischen Inhaltsstoffe der Sorte sind fast deckungsgleich mit den Stoffen, die bei sportlichen Aktivitäten durchs Schwitzen verloren gehen.

Erfrischungs-Cocktail-Tipp:

Alle Zutaten mischen. Gekühlt servieren. Viel Spaß bei public viewing!

Eines der Ziele meiner Reise war es auch einen außergewöhnlichen Matcha zu finden. Ein Pulvertee, der für die japanische Tee-Zeremonie benötigt wird, hat in Japan jahrhundertelange Tradition. Bis vor wenigen Jahren in Europa nur von Kennern getrunken, gehört Matcha in jüngster Zeit zu einem modernen Getränk auf dem europäischen Teemarkt. So entwickelt sich eine Vielzahl von Trends rund um den Matcha, welches ursprünglich von buddhistischen Mönchen als Medizin sowie als konzentrationsförderndes Mittel bei Meditationsübungen verwendet wurde.

Ich persönlich trinke sehr gerne Matcha. Leider wurde ich in Laufe der Zeit mit verschiedensten Qualitäten konfrontiert, von den höchsten Graden für die Teezeremonie bis zu niedrigen Graden für die Massenproduktion von Koch- und Backwaren. Für meine kleine Tee-Kollektion wollte ich einen besonderen Matcha finden, der sehr weich, leicht süßlich und ohne bittere Note ist. Bei einem Besuch einer kleinen Manufaktur (die wirklich sehr klein ist) konnte ich die Matcha-Herstellung genauer ansehen und die verschieden Matchas verkosten. Nach dieser Verkostung konnte ich zwar Nächte lang meditieren, aber ich hatte Matcha, das ich suchte.

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Gyokuro gilt als edelster unter den japanischen Tees. Da ich schon einmal in Japan bin, möchte ich natürlich alles über den Kaiser unter den Tees erfahren. Das ich einen Teemeister kennenlernen werde, der für seine Gyokuros weltweit berühmt ist, habe ich nicht zu träumen gewagt.

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31.Mai 2010

Japanreise – Uji

Nach langen Vorbereitungen bin ich einen Tag später als geplant (Aschewolke des Eyjafjallajökull) auf dem Flughafen Osaka-Kansai gelandet. Mein Ziel ist Kyotanabe – eine kleine Stadt im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu. Kyotanabe befindet sich in der Nähe von Kyoto und auch von Uji, der Wiege des japanischen Teeanbaus. Von hier aus werde ich die japanische Teewelt und Teetradition erkunden, viele nette Menschen kennenlernen und unzählige Erfahrungen sammeln.

Uji

Mein Weg führt mich in die Stadt Uji mit seinen unzähligen Teeläden, Restaurants und Konditoreien. Es gibt natürlich überall Matcha-Eis und Matcha-Kuchen, auch Hojicha-Eis habe ich entdeckt. Nach einer Vorführung von Gyokuro-, Sencha- und Matcha-Zubereitung fahren wir entlang des Uji-Flusses in die Tee-Gebiete. Hier wird der beste Tee Japans angebaut. Den ganzen Beitrag lesen…

5.Mai 2010

Zealong – ein Neuling aus Neuseeland

Unermüdlich bin ich auf der Suche nach seltenen unbekannten Teesorten. Dieses mal habe ich eine Tee-Rarität aus Neuseeland entdeckt. Wenn wir an Teeplantagen denken, denken wir meistens an wie mit einem grünen Teppich bedeckten Hügel in Darjeeling oder Sri Lanka, an kleine Teegärten in China, aber gewiss nicht an Neuseeland.

Desto mehr war ich überrascht, als ich während meinen Recherchen diese kleine Plantage in der Waikato Region entdeckt habe. Zurzeit werden auf der kleinen Plantage nur Oolongs von höchster Qualität produziert. Ein kurzer Anruf und innerhalb von wenigen Tagen hatte ich eine schöne Box, in der die Dose mit dem kostbaren Tee versteckt war, in der Hand.

Als ich die Packung öffnete, kam mit eine wunderbare Duftwolke entgegen. Unglaublich blumig und frisch, etwas anders, als die Oolongs aus Taiwan oder China. Ist das die Luft Neuseelands?

Zealong Tea

Der Geschmack ist köstlich, sehr weich und erfrischend. Der Aufguss ist sehr aromatisch und hat schöne gold-grüne Farbe. Bei dem 6 Aufguss habe ich aufgehört, obwohl der Tee noch viel zu bieten hatte. Ohne Zweifel, dieser Neuling hat meinen Herz erobert und ich überlege ihn in meine Kollektion aufzunehmen.

10.Apr 2010

Frühlingserwachen

Die Tage werden immer länger, die Sonnenstrahlen werden wärmer und die bunten Osterglöckchen erfreuen unseren Blick. Es besteht kein Zweifel mehr: die Frühling liegt in der Luft!

Frühling ist eine besondere Jahreszeit auch für Teekenner, da im Frühling fast in allen Tee-Anbaugebieten die Tee-Ernte anfängt. Mit Spannung werden die Tees aus der neuen Saison erwartet. Wie wird die neue Ernte ausfallen? Welche Überraschungen bringt sie mit sich?

Schon Ende Februar werden in Darjeeling die Blätter für den begehrten Furst Flush gepflückt. Jedes Jahr startet das Furst Flush Marathon unter den Tee-Händlern: wer als erstes bringt den begehrten Tee nach Deutschland. Die ersten Flugtees sind bereits eingetroffen.

Die Tee-Ernte in China beginnt im südlichen Anbaugebiet im März. In den höher gelegenen Teegärten erfolgen die ersten Pflückung im April.

Auch in Japan wartet im Frühling das ganze Land auf den First Flush –  die erste Ernte des edlen Sencha-Tees. Ende April bis Ende Mai dauert die Frühjahrspflückung in Japan und ist die arbeitsintensivste Saison für die Tee-Bauer. Ende April werden die Teeblätter von den offenen Feldern für Sencha gepflückt. Auf Sonnenfeldern sind die Teepflanzen den Sonnenstrahlen ausgesetzt. Die Sonneneinstrahlung führt dazu, dass die Theanine in Teeblättern in Catechine umgewandelt werden. Der Tee schmeckt herber und erfrischender.

Etwa ab Mitte April, sobald die neuen Blätter sprießen, werden die Pflanzen für Gyokuro und Tencha abgedeckt. Die Pflanzen bekommen weniger Sonnenlicht, der Tee entwickelt einen blumigen Geschmack und ist weniger bitter.

Heutzutage ernten die meisten japanischen Teebauern Ihren Tee maschinell. Nur noch auf wenigen Feldern (z.B. in Kyotanabe) wird von Hand gepflückt.

Jedes Jahr werden an der Teebörse von Kagoshima, Japans größtem Umschlagsplatz für grünen Tee, während der ersten Frühjahrspflückung 50 % der Jahresproduktion umgeschlagen. Der größte Teil davon bleibt im Land, denn aus Japans Alltag ist Grüntee nicht wegzudenken.

25.Feb 2010

Grapefruit in Gelee aus Weißem Tee

In dem alten Karton mit einer Rezepte-Sammlung habe ich diese Woche ein Rezept mit Tee gefunden. Den probierst du jetzt aus, dachte ich. Das Ergebnis meiner Bemühungen ist ein köstlicher und erfrischender Dessert geworden, den man auch ohne schlechtes Gewissen geniessen kann:

Für 2 Portionen:

1 Roter Grapefruit
1 Weißer Grapefruit
1 Granatapfel
1 EL loser Weißer Tee
1 Tasse Wasser
2 TL Zucker
2 EL Gelatine Pulver 

Zubereitung:

Die Grapefruits schälen, segmentieren und die weiße Haut entfernen.
Den Granatapfel entkernen. (Tipp: Schneiden Sie dafür die Krone des Granatapfels ab und schneiden Sie die Haut in vier Segmenten an. Weichen Sie den Granatapfel für 10 min im kalten Wasser ein. Der Frucht lässt sich danach leicht brechen und die Kerne lösen sich sehr leicht von der Haut.)

Wasser aufkochen und 2 min abkühlen. Weißen Tee aufgießen und nach 5 min Ziehzeit entnehmen. Mit Zucker süßen und abkühlen lassen. Gelatine-Pulver mit dem Tee vermischen.

Die Grapefruit und Granatapfel-Samen in Glasschälchen platzieren, mit dem Tee-Gelee füllen und im Kühlschrank 2-3 Stunden abkühlen lassen.

17.Feb 2010

Geheimnisvoller Pu Erh

Schon lange wollte ich einen Bericht über Pu Erh Tee schreiben. Ich selbst habe den echten natürlich gereiften Pu Erh erst sehr spät entdeckt. Mehrmahls habe ich handelsüblichen losen Pu Erh gekauft, um mir ein Bild über diesen mysteriösen Tee zu machen, und erlebte dabei große Enttäuschung.

Ich konnte einfach nichts Beeindruckendes in diesem staubig-erdigen Geschmack und Aroma, das mehr an Stallgeruch erinnert, finden. Und schon gar nicht konnte ich verstehen, warum auf dem Markt exorbitante Preise für diesen Tee erzielt werden.

Bis ich eines Tages eine Pu Erh Verkostung mitgemacht hatte. Nichts gemeinsames mit einfachen, schnell und künstlich gereiften losen Pu Erhs die ich kannte. Was für ein Geschmackserlebnis! Ein faszinierender Tee mit unglaublich vielen Fassetten, intensiven blumigen Aromen und Fruchtnoten.

Pu Erh ist einzigartig in vielerlei Hinsicht:

  • Er ist die einzige Tee-Sorte, der über mehrere Jahre natürlich fermentiert (heller Pu Erh), oder künstlich (dunkler Pu Erh) durch manuelle Prozessevergoren wird.
  • Die Anzahl der Jahre unddie Lagerungsbedingungen (feucht oder trocken) haben großen Einfluss auf Geschmack und Aroma.
  • Für Original Pu Erh werden große Blätter von wilden Tee-Bäumen aus der chinesischen Provinz Yunnan verwendet. Einige Bäume sind viele Hundert Jahre alt. Andere Bäume, die in der Nähe wachsen, wie Kampfer, können dem Tee feine Nuancen vermitteln.
  • Er hat eine sehr lange Geschichte, die in Han-Dynastie (220 n. Chr) vielleicht sogar in die Shang-Dynaste reicht. Puh Erh wurde sogar als eine Form der Währung verwendet.
  • Er wird traditionell in eine Vielzahl von Formen und Größen gepresst, um die Lagerung einfach zu machen. Es gibt Tee in Form von Ziegel, Pilze, Nester.
  • Er ist einer der wenigen Tees, der mit dem Alter besser wird, wie ein guter Wein.
  • Er wird oft gesammelt. Es gibt privaten Sammlungen im Wert von mehreren Hundert Tausend Dollar. In Asien wird der Tee als eine Investition betrachtet.

Diese Kombination von Umweltbedingungen, Verwendung von Teebaum-Blätter und Verarbeitungstechniken gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Pu Erh ist eine einzigartige und besondere Teesorte. Denken Sie an die Weine mit allen ihren unzähligen Sorten und Geschmacksrichtungen und Sie beginnen den Reichtum von Pu Erh zu verstehen.

Und mein Kännchen mit dem wunderbaren Yiwu Wild Arbor aus dem Jahre 2008 ist, während ich dieses Bericht schrieb, auch leer geworden.

17.Jan 2010

Oolong – der Fettkiller

Supperior Oolong

Ich werde nicht müde zu wiederholen… er schmeckt einfach köstlich
UND
er ist sehr reich an Polyphenolen. Diese Polyphenole sind es, die Tees, besonders gesundheitsfördernd machen. Diese chemischen Verbindungen wirken nicht nur entzündungshemmend und krebsvorbeugend, sondern aktivieren das Enzym, das für die Auflösung des Triglyzerids verantwortlich ist. Triacylglycerine mit drei Fettsäuren sind Verbindungen in Fetten und fetten Ölen. Das bedeutet, dass die Polyphenole Fettablagerung in den Blutgefäßen vermindern.

Die Japanische Forscher haben entdeckt, das wenn man 15 Minuten bevor man Kohlehydrate zu sich nimmt, Oolong-Tee trinkt, der übliche Effekt der Insulinerhöhung, der normalerweise mit dem Verzehr von Kohlehydraten einhergeht, verringert wird. Das bedeutet, dass die Kohlenhydrate, die normalerweise umgewandelt und als Fett gespeichert werden, blockiert werden. Die Veröffentlichung der Studie finden Sie hier.

7.Jan 2010

Darjeeling Muscatel

Ein neuer Tee-Schatz ist eingetroffen. In einer Kollektion seltener und hochwertiger Tees darf ein Tee aus Darjeeling nicht fehlen. Nicht umsonst gilt der an den Hängen im Norden Indiens nahe des Himalaya-Gebirges angebaute Tee unter Kennern als kleines Juwel.

Jede Teeplantage steht für einen einzigartigen Geschmack ihrer Tees, abhängig von dem Boden, Klima und Wachstumsbedingungen auf der jeweiligen Plantage. In der Regel wird fünf Mal pro Jahr geerntet. Die Ernten werden als “1st Flush” (1. Ernte), “In Between” (Zwischendurch), “2nd Flush” (2. Ernte), “Monsoon” (Monsun) und als “Autumnal Flush” (Herbsternte) gekennzeichnet. Die zweite Ernte gilt als die beste mit einem starken muskateller Geschmack. Die Monsun Ernte hingegen gilt als minderwertig und wird in der Regel nicht exportiert.

Sehr lange habe ich nach einem einzigartigen Darjeeling Second Flush gesucht. Unzählige Tees aus verschiedenen Teegärten habe ich getestet, bis ich ein Päckchen von kleinem Teegarten, der im Osten Darjeelings liegt, bekommen habe. Ein herausragender Second Flush in SFTGFOP1 Qualität habe ich darin entdeckt. Ein schön gedrehtes Blatt mit vielen Spitzen. Eine Blumen-Wolke stieg aus der Tasse und hat an die Hügel Darjeelings erinnert. Sehr runder Geschmack mit leichten Muskatel-Nuanzen. Ein Juwel, den ich mir und Ihnen nicht entgehen lassen wollte. Genießer finden diesen Tee hier.

In der Welt der Teeliebhaber ist Taiwan für seine wunderbaren Oolongs und Paochongs bekannt. Die Fokussierung auf diese Teesorten hat der Welt einige der besten und interessantesten Tees gebracht.

Sun-Moon-Lake

Sun Moon Lake

Seit Langem werden auf Formosa Schwarze Tees produziert. Während der japanischer Okkupation (1895-1945) war die Tee-Produktion vor allem auf die amerikanischen und europäischen Märkte ausgerichtet, wo voll fermentierter schwarzer Tee vorherrschend war. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die berühmten Schwarzen Tees aus Formosa durch die günstigere Importe aus Indien und Ceylon und die Fokussierung auf Oolong in Vergessenheit geraten.

In jüngster Zeit erleben die Schwarzen Tees einen starken comeback an der Ost Küste. Auf den Hügeln von Sun Moon Lake befindet sich ein kleiner Forschungs-Teegarten, der sich auf die Entwicklung und Produktion von Schwarzen Tees konzentriert. Durch die Kreuzung der burmesischen Assam-Pflanze und des wilden taiwanesischen Teebaums ist ein wirklich einzigartiger und hochwertiger Schwarzer Tee entstanden, ein Hong Yu (Roter Jade). Die Einzigartigkeit dieses Tees besteht darin, dass durch die Kreuzung eine völlig neue Pflanze entstanden ist. Ein starker Strauch mit großen Blätter und Blüten.

Ich finde den Geschmack dieses Insel-Neulings wirklich bemerkenswert. Er bezaubert mit leichten Pfefferminz, Honig und Zimt-Noten. Sehr weich, komplex und nachhaltig im Geschmack sollte er ohne Milch und Zucker genossen werden.

30.Nov 2009

Teepunsch für die Adventszeit

TeepunschDie Tage sind wieder kurz geworden und es wird Zeit, den Winter zu begrüßen. Um Ihnen den Start in den Winter zu versüßen und um die Vorfreude auf de Adventstage zu steigern hier ein tolles Rezept für einen Teepunsch:

Zutaten:
für 4 Personen
für ca. 1 Liter

  • 2 EL Schwarzer Tee
  • 6 g Zucker
  • 4 Streifen dünn abgeschälte Zitronenschale (unbehandelt)
  • 1 Stern-Anis
  • 200 ml Holunderblütensirup
  • 100 ml brauner Rum

Zubereitung:

1l Wasser aufkochen. Tee in einem Teefilter zugeben und 3-4 Minuten darin ziehen lassen. Tee entfernen und Zucker zugeben. Zitronenschale und Steranis 10 Minuten darin ziehen lassen.

Teepunsch mit Holunderblütensirup und Rum würzen, etwas erhitzen und genießen.

25.Nov 2009

Die Legende vom Weißen Tee

Silver Tip Weißer Tee

Aus den vom Nebel umhüllten Bergen Chinas kommt ein geheimnisvoller Schatz – der Weißer Tee. Die Chinesen genießen den Weißen Tee seit mehreren Tausend Jahren. Erst vor kurzem hat auch der Rest der Welt dieses mysteriöse Gebräu entdeckt.

Lange Zeit war der Weiße Tee das Getränk der Kaiser und die Privileg der Reichen. Einer chinesischen Legende nach, reiste vor rund 5000 Jahren der Kaiser Shen Nung ins Landesinnere. Er lies sich eine Tasse mit gekochtem Wasser geben. Plötzlich kam eine Windböe und wehte ihm drei Blätter von wilden Teebäumen in die Tasse. Der neugierige Kaiser ließ die Blätter in der Tasse und kostete das gold-gelbe Gebräu. Er fand das Getränk belebend und erfrischend. Der Tee war geboren.

Während der Song Dynastie (960-1279) wurde der Weißer Tee verehrt. Er war nur dem Kaiserlichen Hof vorbehalten. Angeblich durfte die rituelle Pflückung von Knospen nur an zwei Tagen im Jahr und nur von Jungfrauen erfolgen, die dabei Scheren aus Gold verwendeten. Danach durfte niemand die geernteten Knospen berühren, bis sie vor den Augen des Kaisers aufgegossen wurden. Denn bei einer Berührung der Knospen galten sie als unrein.

Bis vor kurzem war das edele Getränk außerhalb China noch relativ unbekannt. Heute, dank des Interesses am feinen Getränk Tee und bemerkenswerten neuen Erkenntnissen über die gesundheitlichen Wirkungen, ist der Weißer Tee neu entdeckt und wird auf der ganzen Welt genossen.

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