Archiv für "Schwarzer Tee"

Tocklai Tea Research Institute

Abwarten und Tee kauen?! Die Wissenschaftler aus Assam machten Ernst und haben sich ihre praktische Erfindung kurzerhand patentieren lassen. Die Teepille wird vorerst auf dem indischen Markt getestet, bevor sie auch in anderen Ländern erhältlich sein soll.

Die braunen Tabletten im Hosen-taschenformat wiegen gerade mal 0,3 g pro Stück und bestehen zu 80 % aus Tee-Extrakten und zu 20 % aus anderen geschmacksgebenden Inhaltsstoffen. Die Teepille kann man einfach kauen oder unter der Zunge zergehen lassen. Den Tabletten wird sogar eine erfrischende Wirkung zugesprochen. Perfekt also, wenn man gerade mal kein Teegeschirr oder heißes Wasser zu Hand hat. Doch inwieweit das jetzt noch mit Genuss zu tun haben soll, sei jetzt mal dahingestellt. Ich bevorzuge jedenfalls weiterhin eine gute Tasse frisch aufgebrühten Tee.

Eure Natalia

27.Mrz 2016

Was ist GABA Tee?

Die Welt des Tees bietet eine grenzenlose Vielfalt verschiedener Sorten an. Eine in Deutschland noch recht unbekannte Sorte ist der Gabaron. Bei dieser Sorte handelt es sich nicht um einen Tee im klassischen Sinne, sondern um einen Funktionstee. Bei Funktionstees steht vor allem ein gewünschter Effekt auf den Organismus im Mittelpunkt, den man sich durch die in der Sorte enthaltenen Inhaltsstoffe verspricht.GABA-Tee-Gabaron

Gabaron ist eine in den 1980er Jahren in Japan entwickelte Sorte. Während Forschungsarbeiten am japanischen National Food Research Institute (NFRI) entdeckte man, dass bei Zugabe von Stickstoff das Teeblatt einen hohen Gehalt der Gamma-Aminobuttersäure (englisch: gamma-Aminobutyric acid oder abgekürzt GABA) entwickelt. GABA selbst ist ein natürlicher Neurotransmitter, ein Botenstoff den auch der menschliche Körper selbst herstellt und Informationen zwischen Nervenzellen überträgt. Dabei wirkt GABA auf die Nervenzellen beruhigend, indem es die Übertragung von Reizen hemmt. Wissenschaftliche Studien beschreiben die Wirkung der Gamma-Aminobuttersäure auf den Körper als entspannend, schlaffördernd, angstlösend, schmerzlindernd, krampflösend und blutdruckregulierend. Den ganzen Beitrag lesen…

6.Jul 2015

Roter Jade

Das atemberaubende, überschwängliche und besondere Aroma taiwanesischer Oolong Tees ist in der Teewelt unbestritten. Die hervorragende Bodenbeschaffenheit der taiwanesischen Böden für das Wachstum der Teepflanzen sucht ihresgleichen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die in Taiwan produzierten Schwarztees von ganz außergewöhnlich fruchtiger und ausdrucksstarker Qualität sind.

Sun Moon Lake

Der Schwarztee, der hier wohl am meisten beeindruckt ist der Rote Jade Tee. Die wunderbaren Tee-Blätter, stammen von der erst kürzlich durch das taiwanesische Zentrum für Tee Forschung und Anbau (“Tea Research and Extension Station“) eingeführten neuen TRES-18 hybrid Sorte, welche die Weiterentwicklung einer Kreuzung taiwanesischer wilder Teebäume mit der burmesischen Teepflanze ist. Den ganzen Beitrag lesen…

22.Jul 2013

Panda Tee

Das Leben ist voll Überraschungen, und wie der Zufall es will, traf ich in der Stadt Ya’an im Südwesten der chinesischen Provinz Sichuan Herrn An Yanshi. Letztes Jahr zog er die Aufmerksamkeit Reuters, der BBC und anderer globalen Medien auf sich, als er ankündigte, dass er den weltweit teuersten Tee produziert. Es ging um Panda-Tee.

Eigentlich ist Herr An Yanshi ein sehr berühmter Kalligraf und unterrichtet Kalligrafie in der Universität von Sichuan. Eines Tages entschied er Tee zu produzieren, als er hörte, dass Panda-Bären nur 30 Prozent der in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe absorbieren. Demnach soll der Panda-Mist ein hervorragender Dünger sein. Außerdem sind die Panda Bären vom Aussterben bedroht – das macht die Tiere so kostbar, auch ihre Abfallprodukte.

Panda Tee

Letztes Jahr mietete Herr An drei Teegärten, kaufte bei der Panda-Forschungsstation in Chengdu Panda-Mist und begann mit seinem Experiment. Es soll der teuerste Tee der Welt werden.

Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Überall auf der Welt hat man ihm von seinem Tee gehört. Der erste Tee wurde auch geerntet und verarbeitet. Es gibt grüne und schwarze Tees. Und zu jedem Tee gibt es natürlich eine schöne Geschichte. Ich war sehr überrascht und habe mich sehr gefreut, als Herr An mir seine Kalligrafie und ein Box mit Probe-Tüten schenkte. Den ganzen Beitrag lesen…

Eine besondere Teesorte möchte ich heute gerne vorstellen: der Darjeeling Muscatel. Dies ist eine der berühmtesten Teesorten Darjeelings. Sehr oft treffe ich in Teebeschreibungen die Begriffe „Muscatel“, „Muscatel Geschmack“ oder „Muscatel Aroma“. Nur sehr selten handelt es sich dabei um einen wahren Muscatel. Echte Muscatels sind nämlich selten und sehr schnell von Teekenner vergriffen.

Ein Muscatel hat eine Besonderheit: die Teeblätter müssen vor der Pflückung von einem bestimmten Insekt  befallen sein. Dieses Verfahren wird auch in Taiwan benutzt um Oolong Tees (z.B. Oriental Beauty Oolong) herzustellen.

Darjeeling Tee

Als ich Rajah Banerjee vom Makaibari-Teegarten nach Muscatel fragte, erzählte er: „Nach der First Flush Ernte in Darjeeling verlangsamt sich der Wachstum der Teesträucher für 2-3 Wochen. In dieser Zeit, bekannt als Bajhee Periode, erholen sich die Pflanzen von den wachstumsintensiven Frühlingsmonaten. Mit dem ersten ausgiebigen Sommerregen beginnt die neue Wachstumsphase in Darjeeling. Die Natur bejubelt den Regen mit einer Explosion der Lebensenergie. Es ist eine wunderbare Zeit, in der sich die Natur in voller Schönheit präsentiert – mit allen ihren Kreaturen und Blumenpracht.
In einigen Darjeeling-Regionen vermehren sich jetzt die Insekten in großen Mengen und befallen die Teesträucher. In den „angeknabberten“ Teeblättern beginnt bereits jetzt die Fermentation. Zeit für einen wahren Muscatel…“ Den ganzen Beitrag lesen…

23.Feb 2013

Darjeeling Smoked Wine Tea

Auf meiner letzten Indien Reise fiel mir auf, dass viele Plantagen in Darjeeling und Nilgiri versuchen neue hochwertigere Tees zu entwickeln und damit bessere Preise zu erzielen. Einige haben kleine Maschinen in China gekauft und versuchen schlicht weg die chinesische Grüntees wie Long Jing und Pi Lo Chun nachzumachen. Der Tee sieht wie der chinesische aus, schmeckt aber anders, da sich die Teesträucher, Bodeneigenschaften und auch der Herstellungsverfahren deutlich von den chinesischen unterscheiden. Weltweit steigt die Nachfrage nach Grünen und Weißen Tees, die „viel gesünder“ sein sollen. In Indien versucht man diesen Trend unbedingt mitzunehmen.

Letzte Woche kam ein Päckchen aus Indien bei mir an. Ein paar Muster waren im Päckchen drin und der Brief aus handgemachtem Papier berichtete mir über einen neuen Trend in Darjeeling: einem Smoked Wine Tea. Den ganzen Beitrag lesen…

Wer sich an heißen Sommertagen nicht mit einer heißen Tasse Tee abkühlen möchte (was eigentlich zu bevorzugen ist), kann natürlich auch zu einem traditionellen Eistee greifen. Selbstgemacht schmeckt es besser als jeder Fertig-Eistee. Und wenn man beachtet, dass die meisten Eistees aus dem Supermarkt  ca. 15 Würfel Zucker pro Liter enthalten und dazu Aromen und Konservierungsstoffe, ist selbstgemachter Eistee auch wesentlich gesünder.

Damit ein köstlicher und erfrischender Eistee gelingt, habe ich hier ein Paar Tipps für die Zubereitung:

  1. Schwarzer Tee ist die klassische Teesorte für einen Eistee. Am besten eignen sich kräftige Assam-, würzige Ceylon Tees oder Darjeeling Second Flush, da sie sehr schön mit Zucker und Zitrone harmonieren.
  2. Ein köstlicher Eistee können Sie aber auch mit grünem Tee, halbfermentiertem Oolong-Tee, Kräuter- oder Früchtetee zubereiten. Grüner Tee kann mit etwas Pfefferminze verfeinert werden, zu Lemongras geben Sie ein paar Stückchen frischen Ingwer. Früchtetees ist ein hervorragendes Sommergetränk für Kinder. Den ganzen Beitrag lesen…

Im Tal des Brahmaputra, in Nord-Bengal und in Nilgiri befinden sich unzählige Teegärten die einen Großteil der Monokultur bilden.   Nahezu alle diese Gärten grenzten einst an große Waldgebiete, von denen inzwischen weniger als ein Zehntel übriggeblieben ist. In Nord-Bengal zeigen sich die Konsequenzen bereits in der Umwelt. Hier kam es zu einigen der größten Erdrutsche Indiens. Den dabei entstandene Bodenverlust versucht man mit der Anwendung von Kunstdünger und Pestiziden auf den noch nutzbaren Flächen auszugleichen.

Auch der Tee leidet darunter, denn es rutschen ganze Teefelder von teilweise über 4.000 m2 den Abhang hinunter. So beuten die „Kräfte des Marktes“ den letzten Rest an Lebensressourcen aus. Immer mehr Teeplantagenbesitzer resignieren und geben den Tee-Anbau auf.

In Makaibari jedoch wird jedes Jahr einer der feinsten Tee geerntet. Der Inhaber der Teeplantage Swaraj Kumar Banerjee bewirtschaftet die Plantage nicht nur biologisch sondern in vollkommenen Einklang mit der Natur und der Erde. Betrachtet man den gegenwertigen Zustand der Hänge des gesamten Hochlandes von Darjeeling, so kommt der Erhaltung der Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenreich  in Makaibari noch eine viel umfassendere Bedeutung zu. Man ist erstaunt über die Artenvielfalt und den vorbildlich erhaltenen subtropischen Regenwald, der zwei Drittel der Fläche des Teegartens ziert. Wo sonst in bewirtschaften Gebieten begegnet man noch freilaufenden Leoparden, Panthern, Fasanen, unzähligen Vögeln und einer Fülle von Schmetterlingen? Den ganzen Beitrag lesen…

Chai gewinnt in Deutschland immer mehr an Popularität. Ob im Teebeutel, lose oder als Instant-Pulver – es gibt ihn in unzähligen Variationen und Geschmacksvarianten. Auch in vielen Cafés bekommt man ihn mittlerweile angeboten. Dabei wissen nur wenige Fans von diesem neuen deutschen Life-Style Trend, dass Chai der populärste Tee in Indien ist.

Schwarzer Tee wird in Indien immer mit Milch getrunken. Man könnte glauben, es handelt sich um eine englische Gewohnheit, dass seinen Ursprung in der Kolonialzeit hat. Doch ist ihr Ursprung tatsächlich rein indisch. Die Inder bemerkten, das die Gerbstoffe im Schwarzen Tee dem Magen schadeten. Also „vermählten“ sie den Schwarzen Tee mit ihrer guten heißen Milch,  die die Wirkung der Gerbstoffe dämpft. Zudem fügten sie ein paar heimische Gewürze hinzu. Der indische Chai war geboren – ein sehr konzentriertes und würziges, aber am Gaumen sehr mildes Getränk. Den ganzen Beitrag lesen…

Der Herbst ist da. Diese Tatsache ist nicht mehr zu übersehen: die Tage sind kürzer geworden, die Baumblätter verfärben sich in gelb und rot, abends sucht man die Nähe zu der wohltuender Wärme eines Kamins. Es ist auch Teezeit und ein Hochsaison für mich. Es ist viel zu tun bei tea exclusive: die Termine für Teeverkostungen sind bis zu Weihnachten verplant, verschiedene Projekte sind gestartet. Dennoch bin ich immer nebenbei auf der Suche nach besonderen Tees. Vor einigen Tagen ist ein Muster bei mir eingetroffen: ein seltener Tee nach dem ich sehr lange suche, ein handverarbeiteter echter Lapsang Souchong aus Wuyi Gebirge in Fujian.

Early Spring Tea Bud

Er ist ein ungewöhnlicher Lapsang Souchong mit zarter Rauchnote begleitet von Nuancen von getrockneten Pflaumen, Zimt und Edelholzern. Originale Lapsang Souchongs kommen aus den Wuyi Bergen in China. Die Höhenlagen reichen bis zu 1400m. Anfang Mai während der Erntezeit ist es noch recht kühl, oft nebelig und dadurch sehr feucht, was die Verarbeitung der gepflückten Teeblätter erschwert.  Die Bauern haben das Problem gelöst in dem Sie die Blätter bei der Oxidation erhitzen. Das Erhitzen läßt die Oxidation im gewünschten Tempo ablaufen. Die Hitze wird mit Kiefernholz erzeugt, dadurch nimmt der Tee einen zarten Rauch- und Kieferngeschmack an.

Diese kleine Teeprobe hat mit große Freude und ein aussergewöhnliches Geschmackserlebnis bereitet. Die echten Lapsang Souchongs sind sehr selten, da deren Herstellung aufwändig ist und viel Aufmerksamkeit erfordert. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichen Rauchtees. Sie sind weich, mit dezenter Rauchnote und sehr fruchtig, oft mit Note von gebackenen Pflaumen.

Sand in der WüsteDer Sommer ist längst da. Wir erleben die heißesten Tage des Jahres. Der Thermometer überschreitet die Marke von 35 Grad, der Asphalt beginnt zu flimmern und die Sonne brennt auf der Haut.

Wer bei diesen Temperaturen mit einem Getränk für Abkühlung sorgen möchte, soll am besten heißen Tee trinken. Menschen in heißen Ländern unserer Erde können uns als Vorbild dienen. Bei Temperaturen weit über 30 Grad trinken sie heißen Schwarzen, Grünen Tee oder Minze in kleinen Schlückchen über den Tag verteilt. Auch dann schwitzt man, aber nur leicht.

Dafür gibt es eine plausible medizinische Erklärung. Der Körper produziert soviel Wärme, dass unsere Körpertemperatur konstant bleibt. Trinken wir kalte Getränke, wird von Körper die Wärmeproduktion angeregt um die Kühle im Magen und Speiseröhre auszugleichen. Nehmen wir heiße Getränke zu uns, bekommt der Körper ein zusätzliches Hitzesignal, der Körper fährt die Wärmeproduktion runter. Das führt zu einem ständigen leichten Schwitzen, aber nicht zu sturzbachartigen Schweißausbrüchen. Der heiße Tee verschafft uns somit kurze Zeit später die ersehnte Erfrischung ohne den Kreislauf zu belasten.

Einen besonderen Frischekick verschaffen Pfefferminz-Blätter. Fügen Sie ihrem Lieblingstee ein paar frische Pfefferminzblätter bei. Die Rezeptoren im Mund reagieren auf das Menthol in den Pfefferminzblätter und sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.

Einen angenehm erfrischenden und belebenden Tee bekommt man auch aus den Blättern der Zitronenverbene (Verbene, Verveine).

Angenehmes Schwitzen mit Tee!

Es ist immer eine große Ehre und Anerkennung für ein Unternehmen mit einem Award ausgezeichnet zu werden. Aber natürlich gebührt die Auszeichnung in erster Linie all denen Menschen, die mühsam die Teeblätter gepflückt und zur wunderbarem Tee verarbeitet haben. Die Teepflückerinen auf den Hügeln Sri Lankas, die Arbeiter in der Teefabrik und die Teemeister haben in erster Linie den Teegenuss für uns möglich gemacht.

Sri Lanka

Die familiengeführte Teeplantage New Vithanakande ist berühmt für die Qualität ihren Tees. Sie befindet sich im Herzen von Sri Lanka, in der Nähe von Ratnapura, der „Stadt der Juwelen“. Ratnapura ist das wichtigste Zentrum für Edelsteine in Sri Lanka. Es werden überwiegend Rubine, Saphire und Katzenaugen abgebaut. Diese Steine faszinieren mich. Leider kann ich der Magie der Steine nicht widerstehen und bringe mir von jeder Reise ein kleines Schmuckstück mit. In der Umgebung ist der Sinharaja, der letzte verbliebene Regenwald auf der Insel. Die Klimabedingungen, die in dieser Region herrschen, verleihen den Tees von New Vithanakande ihren besonderen malzigen Charakter.

Die Teefabrik, die sich auf der Plantage befindet, verarbeitet die gepflückten Teeblätter von ca. 6000 Teebauern aus der Umgebung. Herr Navaratna Pilapitiya, der jüngste Sohn des Gründers, der die Plantage seit 1981 führt hat eine Mission: die Produktion der hochwertigen puren Tees von höchster Qualität, die Verbesserung des Images „ Pure Ceylon Tea“ und damit die Sicherung der fairen Preise für die kleinen Teebauern. Die Plantage versorgt die Teebauern mit nötigem Dünger, Pflanzen und vermittelt das Wissen über die aktuellen Entwicklungen im Teeanbau. Denn die kleinen Teebauern liefern so das exzellente Rohmaterial, frisch gepflückte Teeblätter, die von New Vithanakande zur Top Tees verarbeitet werden.


Heute Morgen klingelte es an der Tür. Die Postbotin hatte ein Päckchen für mich das ich schon lange erwarte: Ein Päckchen aus Brüssel. Im Mai hat unsere Schwarztee-Rarität Ratnapura FBOP EX SP den Superior Taste Award 2010 des Brüsseler International Taste & Quality Institutes (iTQi) erhalten. Eine unabhängige, internationale Jury aus Chefköchen und Sommeliers zeichnete den schwarzen Tee mit einem Stern aus. Heute haben wir eine schöne Medaille und das Zertifikat für die Auszeichnung erhalten.

Natürlich habe ich mich sehr über die Auszeichnung unseres Ratnapuras durch eine internationale Spitzenjury gefreut. Sie ist eine Bestätigung unseres Anspruchs, nur die exklusivsten und besten Tees zu entdecken und in unser Sortiment aufzunehmen.

Den ganzen Beitrag lesen…

7.Jan 2010

Darjeeling Muscatel

Ein neuer Tee-Schatz ist eingetroffen. In einer Kollektion seltener und hochwertiger Tees darf ein Tee aus Darjeeling nicht fehlen. Nicht umsonst gilt der an den Hängen im Norden Indiens nahe des Himalaya-Gebirges angebaute Tee unter Kennern als kleines Juwel.

Jede Teeplantage steht für einen einzigartigen Geschmack ihrer Tees, abhängig von dem Boden, Klima und Wachstumsbedingungen auf der jeweiligen Plantage. In der Regel wird fünf Mal pro Jahr geerntet. Die Ernten werden als “1st Flush” (1. Ernte), “In Between” (Zwischendurch), “2nd Flush” (2. Ernte), “Monsoon” (Monsun) und als “Autumnal Flush” (Herbsternte) gekennzeichnet. Die zweite Ernte gilt als die beste mit einem starken muskateller Geschmack. Die Monsun Ernte hingegen gilt als minderwertig und wird in der Regel nicht exportiert.

Sehr lange habe ich nach einem einzigartigen Darjeeling Second Flush gesucht. Unzählige Tees aus verschiedenen Teegärten habe ich getestet, bis ich ein Päckchen von kleinem Teegarten, der im Osten Darjeelings liegt, bekommen habe. Ein herausragender Second Flush in SFTGFOP1 Qualität habe ich darin entdeckt. Ein schön gedrehtes Blatt mit vielen Spitzen. Eine Blumen-Wolke stieg aus der Tasse und hat an die Hügel Darjeelings erinnert. Sehr runder Geschmack mit leichten Muskatel-Nuanzen. Ein Juwel, den ich mir und Ihnen nicht entgehen lassen wollte. Genießer finden diesen Tee hier.

In der Welt der Teeliebhaber ist Taiwan für seine wunderbaren Oolongs und Paochongs bekannt. Die Fokussierung auf diese Teesorten hat der Welt einige der besten und interessantesten Tees gebracht.

Sun-Moon-Lake

Sun Moon Lake

Seit Langem werden auf Formosa Schwarze Tees produziert. Während der japanischer Okkupation (1895-1945) war die Tee-Produktion vor allem auf die amerikanischen und europäischen Märkte ausgerichtet, wo voll fermentierter schwarzer Tee vorherrschend war. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die berühmten Schwarzen Tees aus Formosa durch die günstigere Importe aus Indien und Ceylon und die Fokussierung auf Oolong in Vergessenheit geraten.

In jüngster Zeit erleben die Schwarzen Tees einen starken comeback an der Ost Küste. Auf den Hügeln von Sun Moon Lake befindet sich ein kleiner Forschungs-Teegarten, der sich auf die Entwicklung und Produktion von Schwarzen Tees konzentriert. Durch die Kreuzung der burmesischen Assam-Pflanze und des wilden taiwanesischen Teebaums ist ein wirklich einzigartiger und hochwertiger Schwarzer Tee entstanden, ein Hong Yu (Roter Jade). Die Einzigartigkeit dieses Tees besteht darin, dass durch die Kreuzung eine völlig neue Pflanze entstanden ist. Ein starker Strauch mit großen Blätter und Blüten.

Ich finde den Geschmack dieses Insel-Neulings wirklich bemerkenswert. Er bezaubert mit leichten Pfefferminz, Honig und Zimt-Noten. Sehr weich, komplex und nachhaltig im Geschmack sollte er ohne Milch und Zucker genossen werden.

30.Nov 2009

Teepunsch für die Adventszeit

TeepunschDie Tage sind wieder kurz geworden und es wird Zeit, den Winter zu begrüßen. Um Ihnen den Start in den Winter zu versüßen und um die Vorfreude auf de Adventstage zu steigern hier ein tolles Rezept für einen Teepunsch:

Zutaten:
für 4 Personen
für ca. 1 Liter

  • 2 EL Schwarzer Tee
  • 6 g Zucker
  • 4 Streifen dünn abgeschälte Zitronenschale (unbehandelt)
  • 1 Stern-Anis
  • 200 ml Holunderblütensirup
  • 100 ml brauner Rum

Zubereitung:

1l Wasser aufkochen. Tee in einem Teefilter zugeben und 3-4 Minuten darin ziehen lassen. Tee entfernen und Zucker zugeben. Zitronenschale und Steranis 10 Minuten darin ziehen lassen.

Teepunsch mit Holunderblütensirup und Rum würzen, etwas erhitzen und genießen.

Superior-Oolong

China ist bekanntlich die Heimat des Tees. Schon vor 5000 Jahren haben die Chinesen die Teesträucher entdeckt und genutzt. Jede Region pflegt seine eigene jahrhundertlange Tradition der Teeherstellung. Entsprechend ist  auch die Vielfalt der chinesischen Teesorten.

Damit die Teetrinker den Überblick über alle Teesorten behalten, werden in China Tee-Wettbewerbe veranstaltet. Im Laufe der Zeit haben sich einige Teesorten herauskristallisiert, die häufig zu den Gewinnern dieser Wettbewerbe gehören. Diese Teesorten werden in Listen „Top 10 bester China Tees“ zusammen gefasst. Eine einheitliche Liste scheint aber nicht zu existieren. Die Listen variieren abhängig von der Region und von dem aktuellen Tee-Trend.

Folgende China Tees erscheinen am häufigsten in 20 verschiedenen Chart-Listen:

Rang Teebezeichnug gängige europäische
Bezeichnung
Herkunft Typ
1 Long Jing Drachenbrunnen Hangzhou
(Zhejiang)
Grüner Tee
2 Bi Luo Chun
(Pi Lo Chun)
Jadegrüne Frühlingsschnecke Suzhou
(Jiangsu)
Grüner Tee
3 An Xi Tie Guan Yin Eisen Buddha Anxi
(Fujian)
Oolong Tee
4 Huang Shan Mao Feng Der Gipfel des Huang Berges Huangshan
(Anhui)
Grüner Tee
5 Jun Shan Yin Zhen Silber Nadel aus Jun Shan Yueyang
(Hunan)
Gelber Tee
6 Qi Men Hong Cha Keemun Qimen
(Anhui)
Schwarzer Tee
7 Wu Yi Yan Cha Wuyi-Felsentee Wuyi
(Fujian)
Oolong Tee
8 Liu An Gua Pian Melonenkerne Jinzhai
(Anhui)
Grüner Tee
9 Bai Hao Yin Jan Weißhaarige Silbernadel Fuding
(Fujian)
Weißer Tee
10 Pu-Erh Pu-Erh Simao
(Yunnan)
Schwarzer Tee

 

Allein der Name des Tees aus der Top10-Liste garantiert Ihnen aber nicht den besten Genuss, da die berühmten Sorten verschiedene Qualitätsstufen aufweisen. Die besten Tees kommen aus der Frühlingspflückung. In dieser Jahreszeit herrschen optimale Naturbedingungen für die Teepflanze: mäßige Temperaturen, optimale Verhältnisse zwischen Sonnescheindauer und Niederschlag. Die Tees aus Frühlingspflückungen erzielen sehr hohe Preise. Deren Mengen sind aber begrenzt und die Teebauern können nicht allein davon leben. Deshalb pflücken Sie auch im Sommer und im Herbst und produzieren minderwertigeren Tee für den breiten Markt.

Häufig findet man berühmte Teenamen die aber in anderen Anbau-Gebieten hergestellt worden sind. Diese unterscheiden sich aber von den herkömmlichen Sorten, da bekanntlich die Klimabedingungen, Bodeneigenschaften und die Traditionen in der Verarbeitung großen Einfluss auf die Qualität des Tees haben.

Sushi

In verschiedenen Kulturen ist eine Tasse Tee ein fester Begleiter zur jede Mahlzeit. Ob Frühstück, Brunch, Mittagessen, Abendbrot oder spätes Mahl, es gibt immer einen passenden Tee dazu. Denn der Tee hat die Eigenschaft das Geschmacks- und Geruchsempfinden zu sensibilisieren. Er betont die geschmacklichen Eindrücke und hebt die Feinheiten der Speise hervor. Und viele Gerichte bilden mit dem Tee ein „Paar“.

Aber wie lässt sich das fantastische Potential des Tees mit unseren Speisen kombinieren. Hier sind ein paar einfache Regeln: 

Weisse Tees haben sehr zarte Aromen und sind hervorragende Begleiter zu milden, nicht zu intensiven sahnigen und zitronigen Speisen zu hellem Geflügel und Süßwasserfisch sowie zu leichten Desserts aus Mandeln oder Kokosnuss.

Grüne Tees sind sehr vielseitig und passen sich leicht an. Sie harmonieren mit nicht zu stark gewürzten Speisen: Gemüse, Meeresfische und Meeresfrüchte, Reis und gedämpfte Teigtaschen. Ein japanischer Sencha kombiniert sehr gut mit Zander. Je nach spezifischer Note des Tees – gemähtes Gras, Algen, unreifes Getreide – lässt sich die Abstimmung optimieren.

Leicht oxidierte Oolongs sind besonders heikel, wenn es um die richtige Kombination geht. Sein blumiges oder fruchtiges Aroma wird von schweren, stark gewürzten Speisen schnell zerstört. Sehr gut lassen sich mit „grünen Oolongs“ Schweinefleisch und gedämpfte Teigtaschen, aber auch Jakobsmuscheln, Scampi und Garnelen vermählen. Stärker fermentierte Oolongs vertragen auch kräftigere Begleiter, selbst Karamelltöne oder Sojasauce.

Schwarze Tees kommen am häufigsten vor und sind einfach zu kombinieren. Am besten passen sie zu zu pikanten Gerichten und zu Braten. Schwarzer Tee liebt Fleisch und Curry, Konfitüren und Schokoladen-Speisen.

Pu-Erh Tees werden in China traditionell zu fetten Speisen serviert. Sie passen zu allen vollmundigen Speisen, zum Wildfleisch, Ente, geräuchertem Fisch, würzigen getrockneten Wurst und Innereien.

Mit diesen einfachen Regeln können Sie selbst einen Tee passend zu Ihren Mahlzeiten auswählen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Besonderheiten jeder Sorte kennen zu lernen und um herauszufinden, mit welcher Speise sie am besten harmoniert.

 Es lohnt sich und bereitet immer wieder einen neuen Genuss.

1.Aug 2009

Eiskalter Teegenuss

Sommererfrischung mit extra Gesundheits-Kick!
Das Wetter am Wochenende verspricht heiß zu werden. Wie wäre es mit einem erfrischenden belebenden selbstgemachten Eistee? Vor allem ist er viel gesünder und köstlicher als viele Limonaden und Fertiggetränke.

Für die Eistee-Zubereitung sind Schwarz-, Grün- und Rooibos-Tees gleichermaßen geeignet. Damit das wunderbare Aroma des Tees und die Farbe erhalten bleiben, darf der Tee nicht im Kühlschrank langsam abgekühlt werden. Der richtige Eistee wird „geschockt“, das heißt, der heiße Tee wird sofort nach der Ziehzeit über die Eiswürfel gegossen. Das Getränk wird sofort kalt, schmeckt herrlich erfrischend und bleibt hocharomatisch.
Ich empfehle für den Aufguss nur etwas mehr Tee als sonst zu nehmen (nicht die doppelte Menge, wie oft empfohlen!), auch wenn man den Aufguss durch das Eis noch weiter streckt. Eistee ist ein Durstlöscher und es ist oft besser wenn er etwas feiner im Geschmack ist.

Schwarzer Eistee
Der „klassische“ Eistee wird oft aus würzigem Assam- und Ceylon-Schwarztee zubereitet.

Zutaten für 4 Personen:

1 l frisches Wasser
3 Esslöffel schwarzen Ceylon Tee, z.B. Ratnapura FBOP EX SP
1 unbehandelte Zitrone
Rohzucker oder Honig nach belieben
20 Eiswürfel

Zubereitung:

Tee mit 1 l Wasser aufbrühen und 3 min ziehen lassen. Die Zitrone auspressen und den Saft mit dem Tee vermengen. Eistee nach Geschmack mit Honig oder Rohzucker süßen. Legen Sie die Eiswürfel in Gläser oder eine Kanne und gießen Sie vorsichtig den Tee über die Eiswürfel.

Rooibos Eistee
Durch seinen fein-süßlichen Geschmack eignet sich Rooibos (Rotbusch) hervorragend für Eistee. Und da Durstlöscher nicht langweilig sein müssen, wird der Rooibos Tee mit Fruchtsäften und Eis zum exotischen Sommercocktail:

Zutaten für 4 Personen:

0,5 l frisches Wasser
2 Esslöffel Rooibos-Tee, z.B. „Skoon“
0,5 l Pfirsich-Saft
1 unbehandelte Zitrone
Crushed Ice

Zubereitung:

Gießen Sie den Tee mit 0,5 l heißem Wasser auf und lassen ihn 5-7min ziehen. Pressen Sie die Zitrone aus und verrühren Sie den Tee mit Zitronen- und Pfirsichsaft. Eine Kanne mit viel Crushed Ice auffüllen, den Tee darüber gießen und an einem besonders heißen Sommertag genießen!

Sommer, Sonne, Eistee: Mit diesen Rezepten ist Genuss garantiert. Und einen extra Gesundheits-Kick gibt’s noch dazu. Viel Spaß beim Schlürfen!!!