27.Apr 2010

It´s Tea time!

Wer schon mal einige Tage in Südengland verbracht hat, hat sicherlich in der einen oder anderen Menükarte den Begriff „Cream Tea“ gesehen.

Als Cream Tea (auch Devonshire tea oder Cornish cream tea genannt) wird in Großbritannien eine kleine Mahlzeit bezeichnet, die aus kräftigem Schwarzen Tee, Scones, Erdbeermarmelade und Clotted Cream besteht.

Clotted Cream ist sehr englisch und ich habe sie hier in Deutschland noch nicht gefunden. Sie erinnert etwas an Butter und hat einen Fettanteil von ca. 60 %.  Ist also nicht ganz ohne! Diese Kombination bekommen Sie in Südengland in einfachen Cafes und auch in noblen Restaurants angeboten. Ich muss zugeben, dass ich durch meinen Aufenthalt in England einige Scones auf dem Gewissen habe. weiterlesen …



 

Die LebensArt Sauerland hat sich binnen kürzester Zeit zu einem erlesenen Festival des anspruchsvollen Lifestyles und der sinnlichen Genüsse etabliert. Weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus gilt sie als Geheimtipp. Anspruchsvolle Einrichtungsideen, Feinkost, Mode, Besonderes für Frühjahr und Sommer sowie andere außergewöhnliche Produkte werden angeboten. Hierzu werden sowohl die grandiosen Räumlichkeiten des Jagdschlosses Herdringen mit den Sälen und Kreuzgängen als auch die Traumhafte Parkanlage genutzt. weiterlesen …



10.Apr 2010

Frühlingserwachen

Die Tage werden immer länger, die Sonnenstrahlen werden wärmer und die bunten Osterglöckchen erfreuen unseren Blick. Es besteht kein Zweifel mehr: die Frühling liegt in der Luft!

Frühling ist eine besondere Jahreszeit auch für Teekenner, da im Frühling fast in allen Tee-Anbaugebieten die Tee-Ernte anfängt. Mit Spannung werden die Tees aus der neuen Saison erwartet. Wie wird die neue Ernte ausfallen? Welche Überraschungen bringt sie mit sich?

Schon Ende Februar werden in Darjeeling die Blätter für den begehrten Furst Flush gepflückt. Jedes Jahr startet das Furst Flush Marathon unter den Tee-Händlern: wer als erstes bringt den begehrten Tee nach Deutschland. Die ersten Flugtees sind bereits eingetroffen.

Die Tee-Ernte in China beginnt im südlichen Anbaugebiet im März. In den höher gelegenen Teegärten erfolgen die ersten Pflückung im April.

Auch in Japan wartet im Frühling das ganze Land auf den First Flush -  die erste Ernte des edlen Sencha-Tees. Ende April bis Ende Mai dauert die Frühjahrspflückung in Japan und ist die arbeitsintensivste Saison für die Tee-Bauer. Ende April werden die Teeblätter von den offenen Feldern für Sencha gepflückt. Auf Sonnenfeldern sind die Teepflanzen den Sonnenstrahlen ausgesetzt. Die Sonneneinstrahlung führt dazu, dass die Theanine in Teeblättern in Catechine umgewandelt werden. Der Tee schmeckt herber und erfrischender.

Etwa ab Mitte April, sobald die neuen Blätter sprießen, werden die Pflanzen für Gyokuro und Tencha abgedeckt. Die Pflanzen bekommen weniger Sonnenlicht, der Tee entwickelt einen blumigen Geschmack und ist weniger bitter.

Heutzutage ernten die meisten japanischen Teebauern Ihren Tee maschinell. Nur noch auf wenigen Feldern (z.B. in Kyotanabe) wird von Hand gepflückt.

Jedes Jahr werden an der Teebörse von Kagoshima, Japans größtem Umschlagsplatz für grünen Tee, während der ersten Frühjahrspflückung 50 % der Jahresproduktion umgeschlagen. Der größte Teil davon bleibt im Land, denn aus Japans Alltag ist Grüntee nicht wegzudenken.



Cornwall verbinden wir mit wilden Küsten, reizvollen Fischerdörfern, sanften Hügellandschaften und Romanen der Rosamunde Pilcher. Dieses malerische Fleckchen Erde verbirgt mehr als Pilcher in ihren Romanen schreibt: Cornwall ist die Heimat für die nördlichste Teeplantage der Welt, Tregothnan Estate.

Seit 1335 befindet sich Tregothnan in Besitz der Familie. Das Gut ist international bekannt für seine „English Estate“ Produkte, angebaut und hergestellt mit einer nachhaltigen Leidenschaft, und auch für ein Botanischer Garten und eine Teeplantage.

Cornwall ist vom Meer umgeben; es ragt wie ein Sporn in den Golfstrom und teilt ihn. Daher ist das Klima sehr mild. Lufttemperatur, Niederschlag und PH-Wert des Bodens sind in diesem Gebiet vergleichbar mit Darjeeling. Sieben Jahre Versuche wurden auf  Tregothnan unternommen, um die feinen Tees zu entwickeln. Nur etwa 1000kg Tee im Jahr wird auf dieser Plantage produziert. “Tregothnan is putting the English into English tea.”

Ich hatte leider noch keine Gelegenheit gehabt die Tregothnan anzusehen. Obwohl ich ein paar Wochen in Süd-Osten der Insel verbracht habe, wusste ich damals noch nicht von dem Gut. Bei der nächsten Reise werde ich natürlich die Möglichkeit nicht verpassen. Landschaftlich ist der Süden Englands auf jeden Fall eine Reise Wert. Hier etwas zur Inspiration aus meinem letzten Besuch:



Inspiriert von einer e-Mail aus Japan, möchte ich über ein faszinierendes Naturereignis berichten: Seit Montag ist in der Hauptstadt Japans offiziell die Kirschblüten-Saison eröffnet. Die Japanische Kirschblüte, auch Sakura genannt, ist eines der wichtigsten Symbole der Japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit.

Die Kirschblüte beginnt in Japan Mitte oder Ende März in Kyushu und „wandert“ dann nach Nordosten, bis sie etwa Anfang Mai in Hokkaido ankommt. Das sonst so einförmig wirkende Japan wird durch ein Meer von Kirschblüten in rosa und weiß getaucht und ist plötzlich unwirklich schön. 

Die Blütenvorhersage wird jedes Jahr vom Wetterbüro verkündet und von allen Japanern, die Hanami (Blütenbeschauen) planen, genauestens verfolgt. In den etwa zehn Tagen, in denen die Kirschen in der eigenen Gegend in Blüte stehen, feiern fast alle Bewohner Japans ein Hanami mit Freunden, Kollegen oder Familie in einem Park oder einem anderen dafür ausgezeichneten Ort. Oft reichlich Bier oder Sake sowie eine Unterlage, um auf dem Boden zu sitzen, zählen zu den Utensilien, mit denen man sich bei und unter Kirschbäumen in der Stadt und auf dem Land versammelt und feiert, manchmal bis spät in die Nacht.

In mehr als der Hälfte Japans fällt die Kirschblütenzeit mit dem Anfang des Schul- und Steuerjahres zusammen. Oft werden solche Neujahrsfeiern dann mit einem Hanami kombiniert. Viele Japaner setzen die Tradition von Hanami fort, indem sie an den prozessionsartigen Spaziergängen der Massen durch die Parks teilnehmen. Dieses gilt als eine Art der Besinnung; still zu beschauen und die Seele zu erquicken.



 

Tableau - grand gourmet

 

Am Freitag, den 26. März und Samstag, den 27. März 2010 findet bei TABLEAU grand gourmet in Lüdenscheid eine Verkostung hochwertiger Tees statt. Hierzu lade ich Sie herzlich ein. 

Lernen Sie die Welt des hochwertigen Tees kennen. Probieren Sie Weißen Tee oder Sencha, Pu Erh oder wildwachsenden Rooibos. Auch Ihre Fragen rund um den Tee werde ich gerne beantworten.

Tableau grand gourmet
Talstraße 93
58515 Lüdenscheid



In dem alten Karton mit einer Rezepte-Sammlung habe ich diese Woche ein Rezept mit Tee gefunden. Den probierst du jetzt aus, dachte ich. Das Ergebnis meiner Bemühungen ist ein köstlicher und erfrischender Dessert geworden, den man auch ohne schlechtes Gewissen geniessen kann:

Für 2 Portionen:

1 Roter Grapefruit
1 Weißer Grapefruit
1 Granatapfel
1 EL loser Weißer Tee
1 Tasse Wasser
2 TL Zucker
2 EL Gelatine Pulver 

Zubereitung:

Die Grapefruits schälen, segmentieren und die weiße Haut entfernen.
Den Granatapfel entkernen. (Tipp: Schneiden Sie dafür die Krone des Granatapfels ab und schneiden Sie die Haut in vier Segmenten an. Weichen Sie den Granatapfel für 10 min im kalten Wasser ein. Der Frucht lässt sich danach leicht brechen und die Kerne lösen sich sehr leicht von der Haut.)

Wasser aufkochen und 2 min abkühlen. Weißen Tee aufgießen und nach 5 min Ziehzeit entnehmen. Mit Zucker süßen und abkühlen lassen. Gelatine-Pulver mit dem Tee vermischen.

Die Grapefruit und Granatapfel-Samen in Glasschälchen platzieren, mit dem Tee-Gelee füllen und im Kühlschrank 2-3 Stunden abkühlen lassen.



17.Feb 2010

Geheimnisvoller Pu Erh

Schon lange wollte ich einen Bericht über Pu Erh Tee schreiben. Ich selbst habe den echten natürlich gereiften Pu Erh erst sehr spät entdeckt. Mehrmahls habe ich handelsüblichen losen Pu Erh gekauft, um mir ein Bild über diesen mysteriösen Tee zu machen, und erlebte dabei große Enttäuschung.

Ich konnte einfach nichts Beeindruckendes in diesem staubig-erdigen Geschmack und Aroma, das mehr an Stallgeruch erinnert, finden. Und schon gar nicht konnte ich verstehen, warum auf dem Markt exorbitante Preise für diesen Tee erzielt werden.

Bis ich eines Tages eine Pu Erh Verkostung mitgemacht hatte. Nichts gemeinsames mit einfachen, schnell und künstlich gereiften losen Pu Erhs die ich kannte. Was für ein Geschmackserlebnis! Ein faszinierender Tee mit unglaublich vielen Fassetten, intensiven blumigen Aromen und Fruchtnoten.

Pu Erh ist einzigartig in vielerlei Hinsicht:

  • Er ist die einzige Tee-Sorte, der über mehrere Jahre natürlich fermentiert (heller Pu Erh), oder künstlich (dunkler Pu Erh) durch manuelle Prozessevergoren wird.
  • Die Anzahl der Jahre unddie Lagerungsbedingungen (feucht oder trocken) haben großen Einfluss auf Geschmack und Aroma.
  • Für Original Pu Erh werden große Blätter von wilden Tee-Bäumen aus der chinesischen Provinz Yunnan verwendet. Einige Bäume sind tausend Jahre alt. Andere Bäume, die in der Nähe wachsen, wie Kampfer und Kautschuk, können dem Tee feine Nuancen vermitteln.
  • Er hat eine sehr lange Geschichte, die in Han-Dynastie (220 n. Chr) vielleicht sogar in die Shang-Dynaste reicht. Puh Erh wurde sogar als eine Form der Währung verwendet.
  • Er wird traditionell in eine Vielzahl von Formen und Größen gepresst, um die Lagerung einfach zu machen. Es gibt Tee in Form von Ziegel, Pilze, Nester.
  • Er ist einer der wenigen Tees, der mit dem Alter besser wird, wie ein guter Wein.
  • Er wird oft gesammelt. Es gibt privaten Sammlungen im Wert von mehreren Hundert Tausend Dollar. In Asien wird der Tee als eine Investition betrachtet.

Diese Kombination von Umweltbedingungen, Verwendung von Teebaum-Blätter und Verarbeitungstechniken gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. Pu Erh ist eine einzigartige und besondere Teesorte. Denken Sie an die Weine mit allen ihren unzähligen Sorten und Geschmacksrichtungen und Sie beginnen den Reichtum von Pu Erh zu verstehen.

Und mein Kännchen mit dem wunderbaren Yiwu Wild Arbor aus dem Jahre 2008 ist, während ich dieses Bericht schrieb, auch leer geworden.



10.Feb 2010

Teegenuß am Arbeitsplatz

Als Tee-Süchtige möchte ich natürlich perfekten und frisch zubereiteten Tee zur jeder Tageszeit, auch am Arbeitsplatz, genießen. Dabei sollen auch Oolongs, Weißer und Grüner Tee nicht zu kurz kommen. Diese Tees werden bekanntlich mehrmals aufgegossen und der Prozess des Teegenusses wird auf einmal sehr zeitaufwendig. Wer kann sich das schon am Arbeitsplatz erlauben? Die Blätter nach dem ersten Aufguss zu entsorgen ist nicht sinnvoll, da hochwertige Tees sehr viel Potenzial haben. (Die mehrfach möglichen Aufgüsse rechtfertigen auch den hohen Preis des Tees.) Eine zubereitete Thermoskanne für den ganzen Tag ist auch nicht die optimale Lösung, da mit der Zeit ätherische Öle entfliehen und der Tee an Aroma sowie Geschmack verliert und flach wird.
Auf der Suche nach einer Lösung bin ich dann auf das optimale Teeset gestoßen:

Tea At Work - Das Teeset von Tea Exclusive

Die Idee ist sehr einfach und genial zugleich: ein großes Glas mit Deckel und einem Sieb. Das Glas ist doppelwandig und sorgt dafür, dass der Tee länger warm bleibt. Das Sieb mit den Teeblättern wird nach der Ziehzeit im umgekehrten Deckel abgestellt, bereit für weitere Aufgüsse. Man benötigt nur noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser, damit man die Blätter immer wieder aufgießen kann ohne den Arbeitsplatz zu verlassen. Sehr praktisch! (und hier zu bekommen).



Diese Woche habe ich ein Paket aus England angenommen. Auf deren Inhalt habe ich mehrere Wochen mit großer Freude gewartet: wunderschöne Tee-Schalen aus feinstem Bone China. Der Absender, Sasha Wardell, ist eine großartige Künstlerin die sich auf Arbeiten mit Porzellan, insbesondere auf Bone China spezialisiert. Die Tee-Schalen sind von Ihr handgefertigt und signiert.

Bone China ist, mit all seinen besonderen Eigenschaften, ihr Lieblingsmaterial. Es ist sehr „zielstrebiges“ Material, welches Reinheit und Präzision ausdrückt. Intensives Weiß, Transparenz und Festigkeit machen Bone China zum verführerischen Arbeitsmaterial. Sasha Wardell hat die industriellen Techniken des Formenbaus und das Gießen des Bone China zu einem Fertigungsverfahren für Studios angepasst. Dadurch sind völlig neu Effekte entstanden.

Tee-Schale "Silver Tip" von Sasha Wardell Tee-Schale "Space" von Sasha Wardell

Architektonische Details und die Struktur, die eine Illusion ausdrücken, bilden den Ausgangspunkt für die Werke, während die besonderen Eigenschaften des Tons den Rest erledigen – das Weiße bietet eine Leinwand für die Struktur oder für Farbe; die Transparenz erhöht die Leuchtkraft.

Heute unterrichtet Sasha “Keramik” in Großbritannien und Frankreich. Zahlreiche Auszeichnungen hat Sie für Ihre Arbeit bekommen und ihre Meisterwerke werden in vielen Galerien und Museen, unter anderem im Kellinghusen Museum, (Deutschland), National Museum of Scotland (Edinburgh), Los Angeles Art and Craft Museum (USA) und Yale-Zentrum für British Art Museum (USA) ausgestellt.

Das Foto von Sasha habe ich von dem Fotografen Kit Logan bekommen und bedanke mich recht herzlich dafür.



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