Matcha Besen

Die richtigen Matcha Tee Liebhaber können auf dieses Werkzeug nicht verzichten. Der Bambusbesen – auch Chasen genannt – ist unverzichtbar bei der Matcha Zubereitung, um den Tee schaumig zu schlagen.

Geschnitten und geformt wird der Besen aus einem Stück Bambus. Bis zu fünf Jahre muss ein, speziell ausgebildeter, Bambus-Künstler Erfahrungen sammeln, bevor er solch einen Bambusbesen in Perfektion anfertigen kann. Ihr Wissen wird über Generationen weitergegeben.

Bambus Dunkel

Mehrere Schritte sind notwendig um einen Matcha Besen herzustellen:

Die Bambusstangen werden zuerst geerntet und an sonnigen Tagen getrocknet.
Für dunkle Bambusbesen wird schwarzer Bambus verwendet. weiterlesen …



Der Matcha Trend ist nicht zu übersehen. Vor fünf Jahren haben nur wenige von Matcha Tee gehört, heute können sich viele Menschen den Tag ohne Matcha nicht mehr vorstellen. Entsprechend groß ist das Angebot an Matcha Tees: Viele Sorten mit immensen Preisunterschieden.

matcha qualität

Ich werde sehr oft gefragt, woran man einen guten Matcha erkennt und warum die Preisunterschiede so groß sind?

Hier sind ein paar Tipps zur Orientierung:

Obwohl der Matcha Tee im 12. Jahrhundert in China erfunden wurde, kommt der original Matcha-Tee heute ausschließlich aus Japan. Die besten Matcha-Teesorten kommen immer noch aus der Region Uji in der Nähe von Kyoto. Mehrere Faktoren wie Kultivar der Teepflanze, die Beschattung vor der Ernte, Pflückung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung, inkl. Mahlen in Stein- oder Keramikmühlen, beeinflussen die Qualität des Tees erheblich. Preise von 16,00 bis19,00 EUR für 30 Gramm japanischen Matcha Pulvers ist realistisch. Je besser die Teequalität desto höher ist der Preis. weiterlesen …



Klümpchen im Matcha Tee?

Wenn euer frisch zubereiteter Matcha Tee trotz sorgfältigen Schlagens mit dem Matcha Besen störende Klümpchen hat, liegt es meistens an der Zubereitung und nicht an dem Tee, denn auch bei den besten Matcha Tees können sich Klümpchen bilden.

Matcha ist kein Instanttee, der sich einfach im Wasser auflöst. Für Matcha werden die Teeblätter in schweren Steinmühlen zu feinstem Pulver zermahlen. Wenn ihr Wasser zu dem feinen Pulver zugebt, können sich Klümpchen bilden (wie z. B. auch bei Mehl).

Matcha Tee Klümpchen
Ich kenne zwei Möglichkeiten, die auch in Japan praktiziert werden, um die Bildung von Klümpchen zu vermeiden.

  1. Die notwendige Menge des Matcha Pulvers durch ein sehr feines Sieb in die Matcha-Schale sieben. Erst dann das Wasser hinzu geben und den Tee mit einem Bambusbesen (Chasen) schlagen.
  2. Den Tee zuerst in der Schale mit einer kleinen Menge Wasser aufgießen und diesen mit einem Matcha-Besen zu einer cremigen klumpenfreien Paste verrühren. Mit dem restlichen Wasser auffüllen und anschließend den Matcha Tee aufschäumen.

Natürlich benutzt ihr den klassischen Matcha-Besen (Chasen) für die Zubereitung. Der moderne Milchaufschäumer hat bei der Matcha Zubereitung nichts zu suchen. Welche Methode euch am besten gefällt, müsst ihr ausprobieren. Ich bevorzuge die zweite Methode mit der Paste.

Viel Spaß beim Testen!
Eure Natalia



Matcha-Bananen-Shake

Bananen_Matcha_Shake

Das ist ein schneller Matcha-Bananen-Shake, damit Euer Tag perfekt startet.

Das Wichtigste ist eine gefrorene Banane. Die gefrorene Banane ersetzt die Eiswürfel in diesem Shake.
Am Abend legt man die Banane ins Gefrierfach.
Am nächsten Morgen schält Ihr die Banane, schneidet sie in Stücke und gebt sie in den Mixer.
Dazu kommt 1/4 Liter Milch- lecker ist auch Mandel- oder Reismilch.
Zum Abschluss gebt ihr einen gehäuften Teelöffel vom Bio Matcha Shizen hinzu.
Alle Zutaten werden so lange gemixt bis ein cremiger Shake entsteht.
Fertig!

Den müsst ihr unbedingt probieren, denn er schmeckt sagenhaft gut.
Experementiert doch einfach auch mit verschiedenen Früchten oder fügt noch Vanille oder Schokolade zu…

Ein schönes Wochenende, Eure Natalia.



Backen mit Matcha Tee

Nach meinem Rezeptbeitrag im Juli von der köstlichen Matcha-Torte kamen viele Anfragen von euch, nach weiteren Rezepten. Da mein Tag aber auch nur 24 Stunden hat, kam mir die Idee eine Freundin zu bitten, mit Matcha zu backen.

Claudia ist selber Bloggerin und setzt seit 2006 auf Ihrem Blog ideas&inspirations ihre kreativen Ideen um. Natürlich trinkt auch sie gerne unsere Tees und testet Backrezepte mit unserem Bio Matcha Shizen. Heraus gekommen sind dabei kleine Spätsommerkuchen –  himmlische Minigugelhupfe mit feiner Matchanote.

Einfache Gugelhupfe kann jeder – diese  grünen Minikuchen sind der Hingucker für jede Teetafel!

Lasst euch von den Fotos inspirieren:

Gugelhupf_Rezept_neu2

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Coonoor Teegarten

Darf ich vorstellen: Gurrinder Khanna und seine Tochter Muskan.

Coonoor tea estate

Seit 37 Jahren führt Herr Khanna den zauberhaften Hochlandteegarten Coonoor in Nilgiri. Der Teegarten befindet sich in Familienbesitz und die Tochter Muskan wird den Garten irgendwann übernehmen.

Im Oktober 2012 habe ich den Teegarten besucht und zwei Tage mit Vater und Tochter Khanna auf Teefeldern, in der Produktion, bei Verkostungen oder einfach nur bei einer Tasse Tee, in paar Sandwiches und mit Gesprächen über die Zukunft der Nilgiri-Tees verbracht. Wie viele andere Plantagenbesitzer setzt Herr Khanna auf Qualität und besondere Teesorten. Er experimentiert mit den Teepflanzen, Pflückungszeiten und Verarbeitungsmethoden und entwickelt so interessante neue Tees mit neuen Geschmacks-Facetten. Als einziger in Nilgiri produziert der Garten einen „Nilgiri Frost“ Tee. Hier, auf 2.000m Höhe, kann es in November auch Frost geben. Erst wenn die oberen Teeblätter gefroren sind, werden sie von Hand gelesen und sofort zur Schwarzem Tee verarbeitet. Der Prozess ist mühsam und aufwendig und der Tee ist einzigartig. weiterlesen …



Tee aus Nilgiri

Hallo ihr Teefreunde! Habt ihr schon von blauen Bergen Nilgiris gehört oder sogar Nilgiri Tee getrunken? Nilgiri hat mein Herz sofort erobert. Der Weg war sehr lang dorthin: nach zweimal umsteigen in Dubai und Kozhikode (Indien) bin ich endlich in Coimbatore gelandet. Coimbatore ist eine typische Stadt im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu – heiß mit viel Verkehr und noch mehr Menschen.

Noch vier Stunden Fahrt von Coimbatore und 1.500 bewältigten Höhemeter auf einer schmalen Serpentin-Straße und ich bin in Nilgiri, den „Blauen Bergen“ Indiens. Man erzählt, dass die Bergkette diesen Namen dem einzigartigen Neelakurinji Strauch (Strobilanthes Kunthiana) zu verdanken hat. Alle 12 Jahre blüht die Pflanze und bedeckt die Hügel und Täler mit einem blauen Teppich. Dieses Schauspiel habe ich leider verpasst, aber ich habe jeden Morgen den blauen Nebel gesehen der unten in den Tälern liegt und die malerische Bergkette unwirklich erscheinen lässt.

Nilgiri
Die Natur ist üppig mit vielen Wäldern, unzähligen Flüssen, Bächen und tropischen Blumen. Die Schilder auf der Straße weisen auf wilde Elefanten und Büffel hin, die einem einfach so über den Weg laufen können. Fast 20.000 Teegärten gibt es hier – meistens kleine, nicht grösser als 10 Hektar. Das tropische Klima Nilgiris ist der benachbarten Insel Sri Lanka sehr ähnlich. Deshalb kommt der Geschmack der Nilgiri Tees dem Geschmack der Ceylontees aus dem Hochland von Nuwara-Eliya näher als Teesorten aus Darjeeling oder Assam. Nilgiri Tees sind sehr aromatisch, leicht und spritzig, oft mit ausgeprägten zitrusartigen Noten.
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Matcha Torte für den Sommer

Matcha Torte

ZUTATEN:

FÜR DEN BODEN:

200 g Löffelbiskuits
125 g Butter

FÜR DEN BELAG

400 g Philadelphiakäse Creme original
1 Päckchen Gelatine
12 Esslöffel Zucker
2 Becher Schlagsahne
3 Teelöffel Matcha Tee

 

Matcha Torte

 

ZUBEREITUNG

Die Löffelbiskuits klein krümeln, mit der weichen Butter verkneten bis es eine Masse wird. Die Masse auf den Boden einer Springform festdrücken.

Matcha Tee mit etwas Wasser zu einer cremigen Paste rühren. Philadelphiakäse, Zucker, und Matcha Tee vermischen. Gelatine nach Packungsanleitung einweichen und auflösen und der Käsemasse zufügen. Die steif geschlagene Sahne unterheben. Alles auf den Boden in die Springform geben und noch mit etwas Matcha Tee bestäuben. Das Ganze für ca. 3 Stunden kühl stellen.

Gutes Gelingen!

Danke für das Rezept an Zhen Yu Jing



Panda Tee

Das Leben ist voll Überraschungen, und wie der Zufall es will, traf ich in der Stadt Ya’an im Südwesten der chinesischen Provinz Sichuan Herrn An Yanshi. Letztes Jahr zog er die Aufmerksamkeit Reuters, der BBC und anderer globalen Medien auf sich, als er ankündigte, dass er den weltweit teuersten Tee produziert. Es ging um Panda-Tee.

Eigentlich ist Herr An Yanshi ein sehr berühmter Kalligraf und unterrichtet Kalligrafie in der Universität von Sichuan. Eines Tages entschied er Tee zu produzieren, als er hörte, dass Panda-Bären nur 30 Prozent der in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe absorbieren. Demnach soll der Panda-Mist ein hervorragender Dünger sein. Außerdem sind die Panda Bären vom Aussterben bedroht – das macht die Tiere so kostbar, auch ihre Abfallprodukte.

Panda Tee

Letztes Jahr mietete Herr An drei Teegärten, kaufte bei der Panda-Forschungsstation in Chengdu Panda-Mist und begann mit seinem Experiment. Es soll der teuerste Tee der Welt werden.

Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Überall auf der Welt hat man ihm von seinem Tee gehört. Der erste Tee wurde auch geerntet und verarbeitet. Es gibt grüne und schwarze Tees. Und zu jedem Tee gibt es natürlich eine schöne Geschichte. Ich war sehr überrascht und habe mich sehr gefreut, als Herr An mir seine Kalligrafie und ein Box mit Probe-Tüten schenkte. weiterlesen …



Pu Erh Konzentrat

Schon mal von Pu Erh Konzentrat gehört? Ich hab es probiert.

Es soll einer der neuesten Trends in der Pu Erh Produktion sein. Herr Wang Xi Qun von der Cha Ma Si Teefabrik erzählte mir, dass das Vorbild für das Konzentrat Cha Gao, oder Pu Erh Paste ist, die bereits zum ersten Mal in der der Tang-Dynastie hergestellt werden sollte. Die Informationen über diesen seltenen Tee fand man in alten chinesischen Medizin Büchern. Die Pu Erh Paste sollte positiv auf die Verdauung wirken und half schneller nach dem Alkohol Genuss nüchtern zu werden. Das Herstellungsverfahren galt lange als verloren.

Pu Erh Konzentrat

In den 50-er Jahren wurden Teehersteller in Yunnan von der Chinesischen Regierung beauftragt Pu Erh Paste (Cha Gao) für die chinesische Armee im Tibet Einsatz zu produzieren. Es wurde angenommen, dass die Paste die Armee mit den wichtigen Nährstoffen versorgen würde, das knapp in den hohen Bergen Tibets waren. Nach langen tüfteln und experimentieren hat man ein Herstellungsprozess für das Pu Erh Konzentrat entwickelt. weiterlesen …



Ein Stück tropisches Asien, das Xishuangbanna genannt wird, liegt im tiefen Süden Yunnans zwischen Laos und Burma. Das klangvolle Name hat leider eine sehr einfache Bedeutung: „Zwölf Verwaltungseinheiten“. Was der Name nicht hält, macht die Natur wett. Die immergrüne Gegend ist noch Heimat einiger weniger wilder Tiere, die anderswo ausgestorben sind: Elefanten, Tiger,  Leoparden oder  Pythonschlangen. In den Wäldern findet man wertvolle Edelhölzer wie Mahagoni, Kampfer, Sandelholz.

Leider, wie auch überall auf der Welt, hält die Natur dem unternehmerischen Geist der Menschen nicht stand. Etwa 1.500 km haben wir bereits in der ersten Woche mit dem Auto zurückgelegt: Yiwu, Youle, Nannuo Shan… Unterwegs nicht zu übersehen waren riesige Waldflächen, die sehr geordnet und gleich wirkten: Kautschuk-Plantagen.

Kautschuk Landschaft

Xishuangbanna wird immer weiter abgeholzt, um wirtschaftlich profitableren Kautschuk-Plantagen Platz zu machen.

Nach einem Bericht der Zeitung Business Herald als Folge dieser Entwicklung ist die Waldfläche in dieser Region auf weniger als die Hälfte geschrumpft. Aber nicht nur das Abholzen ist das größte Problem: Großflächige Kautschuk-Monokulturen bedrohen die Artenvielfalt und beeinflussen direkt die Lebensqualität der Menschen. Der Wald kann seiner Funktion in Klimaregulation und Wasserspeicherung nur noch eingeschränkt nachkommen. Hierzu kommt Bodenerosion und eine ausgelaugte Landschaft. weiterlesen …



Frage des Alters

Ich wollte in Yunnan unbedingt alte Teebäume sehen. Die Teefarmer führten uns auf schmalen Waldpfaden zu den 300, 600 oder sogar 1000 Jahre alten Bäumen. In der Tat weißt niemand so genau wie alt die Teebäume wirklich sind. Es wird immer nur geschätzt anhand von Stammumfang.

Es sind die Pflanzen der Art Camellia sinensis var Assamica die zu Teebäumen werden.

Assamica Blatt

Assamica Blatt

Es gibt zwei Arten der Teepflanzen:

–          Tee-Busch, Camellia sinensis var sinensis, ist stark verbreitet in China, Taiwan und Japan. Die Blätter sind klein, rund und ergeben einen aromatischen, milden Aufguss. Die Pflanzen können nur bis zu 100 Jahre alt werden.

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Der Prinz Su und die Magie des Pu Erh

Einer der Prinzen aus dem Reich zwischen Burma, Laos und Vietnam soll im 8. Jahrhundert die weite Reise zum Kaiserhof der Tang Dynastie nach Chang´an unternommen haben. Auf die Frage, woher er komme, antwortete er, dass seine Heimat noch weiter südlich als das Regengebiet in Südsichuan liege. Der Kaiser soll daher den Namen Yunnan kreiert haben, was in wörtlicher Übersetzung „Wolke-Süd“ bedeutet.

Im Dorf

Für die Ming-Kaiser war Yunnan vor allem ein Verbannungsort für oppositionelle Beamte. Für Chinesen lebten dort lediglich Barbaren, am Rande Ihrer Welt. Wer dorthin verbannt wurde, war meist für immer vergessen. weiterlesen …



Youle Mountain

Stolz führte uns der Tee Farmer Yang Quan Qing durch sein neu gebautes geräumiges Haus aus zwei Stockwerken. Die Preise für gute Pu Er Tees steigen. Es sind viele Teeliebhaber in Ausland, die die Faszination des Pu Er Tees neu entdecken, sowie viele Chinesen, die gerne für einen guten Tee Geld bezahlen. Den Teefarmern in Xishuangbanna geht es gut. Wir haben den regen Bauboom auch in anderen Gebieten beobachtet.

Teebäume
Wir sind im Youle Gebiet. Hier sind noch relativ viele alte Teebäume erhalten geblieben und einige hervorragende grüne Pu Er Tees werden hier produziert. Nach dem hervorragenden Mittagessen, das die Teebäuerin für uns gekocht hat, steigen wir wieder in das Auto ein: Herr Yang Quan Qing möchte uns seine alten Teebäume zeigen. Es sind schöne, gesunde Bäume mit kräftigen dunkel-grünen Kronen. Der älteste soll 300 Jahre alt sein. weiterlesen …



Xishuangbanna

Der Flieger brachte mich Ende Mai von Kunming nach Jinghong in der chinesischen Xishuangbanna Prefektur an der Grenze zu Myanmar und Laos. Pu Erh Tee Liebhaber würden sich wahrscheinlich ein verschlafenes Städtchen umgeben von unberührten Wäldern voll mit wildwachsenden Teebäumen vorstellen. Leider ist es nicht der Fall. Es gibt in einem Land mit einer Milliarde Einwohner kaum kleine Städte. Viele sind gigantisch: mit viel Verkehr und vielen hohen Häuser. So auch die Städte in Xishuangbanna.

Xishuangbanna

Xishuangbanna ist die südlichste aller Präfekturen in der Provinz Yunnan. In dieser Gegend befinden sich die „Six Famous Tea Mountains“ wo der bester Pu Erh Tee seit Generationen von vielen ethnischen Minderheiten sowie auch von den Han Chinesen hergestellt wird.

Die Haupterntezeit ist jetzt vorbei. Es wird nur noch gelegentlich gepflückt. Man kann in Ruhe mit den Tee Farmer am Teetisch sitzen, Maocha aus der neuen Ernte verkosten und sich über z.B. zu wenig Regen in den letzten vier Jahren, geringere Ernten, oder steigende Lohnkosten für Pflücker unterhalten. Mein Weg führte mich weiter nach Youle, Jingmai, Yiwu, Nannuo und in das Simao Gebirge. weiterlesen …



Darjeeling Tee: exotisch und mysteriös, genau wie die Berghänge am Füße der Himalaya, an denen dieser Tee wächst. Seine Geschichte begann Anfang 1800. Sein unvergleichlicher Geschmack verdankt der Tee dem besonderen Bergklima, den Bodeneigenschaften, der Höhenlage und dem Produktionsverfahren. Dieser sehr feine Geschmack und das Aroma, wie der leichte Wind der Himalayas, werden bereits seit mehreren Generationen bei vielen Teeliebhaber sehr geschätzt.

Teepflückerin in Darjeeling

Darjeeling Tee gehörte schon immer zur den hochpreisigen Schwarzen Tees. Dadurch war der Reiz schwarze Teesorten aus anderen Teeanbaugebieten wie Sri Lanka und Kenia als Darjeeling Tee zu verkaufen schon immer sehr groß. So werden weltweit geschätzt 40.000 Tonnen Darjeeling Tee jedes Jahr verkauft, obwohl nur ca. 10.000 Tonnen in den Teegärten Darjeeling jährlich produziert werden. weiterlesen …



Indischer Masala Chai

Trotz der großen Teeanbaufläche hat die indische Bevölkerung keine richtige Teekultur. Sanjay Sharma, der Manager vom Glenburn Tea Estate sagte mir: “In Indien trink man keinen Tee, sondern Milch mit viel Zucker, Gewürzen und etwas schwarzem Tee dazu“. Er sprach vom sogenannten Masala Chai. Dieser Zuckersüße Tee wurde mir in jedem Teil von Indien, ob in Nilgiri, Assam, Darjeeling oder Delhi serviert.

Masala Chai

Ich war sehr gespannt auf das Abendessen. Sanjay ist nämlich ein leidenschaftlicher Koch, abends wollte er ein Teemenü für uns kochen und auch zeigen, wie man einen Masala Chai in Indien kocht. Unter dem Begriff Masala Chai findet man viele verschiedene Rezepte, aber ich wollte endlich ein „Original“ Rezept. weiterlesen …



Glenburn

Ich möchte euch heute an einen der schönsten Plätze auf dieser Welt entführen: den Teegarten Glenburn in Darjeeling.
Nach mehreren Stunden Furcht erregender Fahrt im Geländewagen auf der kurvenreichen Bergstraße habe ich endlich mein Ziel erreicht: der Glenburn Teegarten in West Bengal, an der Grenze zu Sikkim.

Sonnenaufgang
Nach ein paar Tagen im überfüllten, lauten und schmutzigen Kalkutta war ich sehr glücklich wieder in einem Teegarten zu sein. Von dem Haupthaus, das nur ein paar Meter von der Teefabrik entfernt ist, öffnete sich ein atemberaubender Blick: tropischer Wald gemischt mit endlos wirkenden grünen Tee-Teppichen und mit der Himalaya-Bergkette im Hintergrund, dominiert von dem mit Schnee bedeckten Gipfel Mt. Kanchenjunga. weiterlesen …



Eine besondere Teesorte möchte ich heute gerne vorstellen: der Darjeeling Muscatel. Dies ist eine der berühmtesten Teesorten Darjeelings. Sehr oft treffe ich in Teebeschreibungen die Begriffe “Muscatel”, “Muscatel Geschmack” oder “Muscatel Aroma”. Nur sehr selten handelt es sich dabei um einen wahren Muscatel. Echte Muscatels sind nämlich selten und sehr schnell von Teekenner vergriffen.

Ein Muscatel hat eine Besonderheit: die Teeblätter müssen vor der Pflückung von einem bestimmten Insekt  befallen sein. Dieses Verfahren wird auch in Taiwan benutzt um Oolong Tees (z.B. Oriental Beauty Oolong) herzustellen.

Darjeeling Tee

Als ich Rajah Banerjee vom Makaibari-Teegarten nach Muscatel fragte, erzählte er: “Nach der First Flush Ernte in Darjeeling verlangsamt sich der Wachstum der Teesträucher für 2-3 Wochen. In dieser Zeit, bekannt als Bajhee Periode, erholen sich die Pflanzen von den wachstumsintensiven Frühlingsmonaten. Mit dem ersten ausgiebigen Sommerregen beginnt die neue Wachstumsphase in Darjeeling. Die Natur bejubelt den Regen mit einer Explosion der Lebensenergie. Es ist eine wunderbare Zeit, in der sich die Natur in voller Schönheit präsentiert – mit allen ihren Kreaturen und Blumenpracht.
In einigen Darjeeling-Regionen vermehren sich jetzt die Insekten in großen Mengen und befallen die Teesträucher. In den “angeknabberten” Teeblättern beginnt bereits jetzt die Fermentation. Zeit für einen wahren Muscatel…” weiterlesen …



Auf meiner letzten Indien Reise fiel mir auf, dass viele Plantagen in Darjeeling und Nilgiri versuchen neue hochwertigere Tees zu entwickeln und damit bessere Preise zu erzielen. Einige haben kleine Maschinen in China gekauft und versuchen schlicht weg die chinesische Grüntees wie Long Jing und Pi Lo Chun nachzumachen. Der Tee sieht wie der chinesische aus, schmeckt aber anders, da sich die Teesträucher, Bodeneigenschaften und auch der Herstellungsverfahren deutlich von den chinesischen unterscheiden. Weltweit steigt die Nachfrage nach Grünen und Weißen Tees, die „viel gesünder“ sein sollen. In Indien versucht man diesen Trend unbedingt mitzunehmen.

Letzte Woche kam ein Päckchen aus Indien bei mir an. Ein paar Muster waren im Päckchen drin und der Brief aus handgemachtem Papier berichtete mir über einen neuen Trend in Darjeeling: einem Smoked Wine Tea. weiterlesen …



Die neue Ernte der Verbene traf vor kurzem ein. Als ich den Beutel öffnete um die Qualität der grün leuchtenden Blätter zu begutachten, stieg mir ein lebhafter zitroniger Duft in die Nase. Die Erinnerungen an warme Sommertage in Frankreich wurden wach. Dort ist der Tee aus Zitronenverbene sehr beliebt und wird gerne nach dem Essen statt Espresso getrunken.

In unserer Gegend kennen viele die Verbene als Balkonpflanze mit zarten violetten Blüten, oder als Duft in vielen Drogerieprodukten. Dass man aus den  Blättern der Verbene einen wohltuenden Tee, mit einer herrlich spritzigen und angenehmen Zitrus-Note machen kann, wissen nur die wenige. Auch zum Würzen von Speisen eignet sich Verbene hervorragend.

Verzaubert von dem Aroma, habe ich abends meinen Arbeitsplatz in die Küche verlegt. Ein Eis, verfeinert mit Verbene-Blätter sollte es werden. Dazu werden pochierte Pfirsiche serviert. weiterlesen …



Anxi Ti Guan Yin

Ti Guan Yin gehört ohne Zweifel zu berühmtesten Oolong Tees aus China. Seit Jahrhunderten wird dieser Tee in Fujian und auf der Insel Taiwan angebaut, hergestellt und genossen. Ti Guan Yin wird heute fast als Synonym für chinesische Oolong Tees betrachtet.

15 verschiedene Teeproben von Anxi Ti Guan Yin habe ich mittlerweile auf meinem Tisch liegen, die auf Verkostung warten. Alle aus dem Original Anbaugebiet Anxi, alle stammen vom Ti Guan Yin Teebaum, aber alle in unterschiedlichsten Preisklassen.

Auf der Suche nach dem typischen Ti Guan Yin Abgang – geschmeidig und balsamierend mit feinem Duft nach edlen Orchideen –  habe ich alle 15 Teeproben aufgegossen.  Wie können die Proben von einer Teesorte aus demselben Anbaugebiet so unterschiedlich im Geschmack sein? Was macht einen echten Anxi Ti Guan Yin Oolong aus? Große, oliv-grüne Teeblätter ohne Tipps. Gold-gelbe Teetasse rund und fruchtig im Geschmack – der berühmte Guanyin-Abgang. weiterlesen …



Grüntee hat einen riesigen Vorrat an Inhaltsstoffen. Schon vor Jahrhunderten beobachtete man seine heilende Wirkung. Verantwortlich dafür sind die zunächst als Gerbstoffe bezeichneten chemischen Verbindungen. Heute zählen die Chemiker diese Stoffe zu den Polyphenolen, die auch zu den wichtigsten Antioxidantien zählen.

Antioxidantien sind wirksamste Verteidigungsmittel, die unser Körper im Kampf gegen freie Radikale einsetzt. Sie neutralisieren freie Radikale, indem sie biochemische Verbindungen mit ihnen eingehen. Die meisten Antioxidantien „spenden“ den freien Radikalen ein Elektron und wandeln sie dadurch in stabile, ungiftige Stoffwechselprodukte um. Diese können die Körperzellen dann weder verschlacken noch schädigen.

Polyphenole kommen in Rotwein, Schokolade, Weintrauben, grünem Tee und anderen Lebensmitteln vor und sind essenziell für uns.

Mittlerweile wird der Inhalt an Antioxidantien pro Gramm in verschiedener Lebensmittel wird in ORAC Einheiten gemessen (ORAC = Oxygen Radical Absorbing Capacity // antioxidative Aktivität)

Demnach weist der Japanischen Matcha Tee der höchsten ORAC Wert von 1573 auf!



Wer sich an heißen Sommertagen nicht mit einer heißen Tasse Tee abkühlen möchte (was eigentlich zu bevorzugen ist), kann natürlich auch zu einem traditionellen Eistee greifen. Selbstgemacht schmeckt es besser als jeder Fertig-Eistee. Und wenn man beachtet, dass die meisten Eistees aus dem Supermarkt  ca. 15 Würfel Zucker pro Liter enthalten und dazu Aromen und Konservierungsstoffe, ist selbstgemachter Eistee auch wesentlich gesünder.

Damit ein köstlicher und erfrischender Eistee gelingt, habe ich hier ein Paar Tipps für die Zubereitung:

  1. Schwarzer Tee ist die klassische Teesorte für einen Eistee. Am besten eignen sich kräftige Assam-, würzige Ceylon Tees oder Darjeeling Second Flush, da sie sehr schön mit Zucker und Zitrone harmonieren.
  2. Ein köstlicher Eistee können Sie aber auch mit grünem Tee, halbfermentiertem Oolong-Tee, Kräuter- oder Früchtetee zubereiten. Grüner Tee kann mit etwas Pfefferminze verfeinert werden, zu Lemongras geben Sie ein paar Stückchen frischen Ingwer. Früchtetees ist ein hervorragendes Sommergetränk für Kinder. weiterlesen …


In China hat der Tee einen sehr hohen Stellenwert, nicht nur als Genussmittel, sondern als auch ein Getränk, das positive Eigenschaften für unsere Gesundheit und unser Körper hat. Laut der traditionellen Chinesischen Medizin gibt es für jede Jahreszeit einen passender Tee, der sehr positiv unsere Lebensenergie, das so genannte „Qi“ beeinflusst.

Das Qi durchdringt alles und manifestiert sich in vielen verschieden Formen. Im menschlichen Körper fließt das Qi auf vielen miteinander verbundenen Bahnen in unterschiedlichen Richtungen. Jeder Körperteil ist damit ausgefüllt und somit beeinflusst ein ungestörter Qi-Fluß die einwandfreie Funktion der inneren Organe, der Organsysteme und damit unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. das Qi reguliert auch unsere Körperwärme und stärkt den Körpertonus.

Im Frühling wirkt zum Beispiel ein Weißer oder Grüner Jasmin Tee oder mit Osmathus Blüten aromatisierter Oolong Tee sanft wärmend und stimulierend auf die Gemütsverfassung und unser Wohlbefinden. Der psychische Zustand wird positiv beeinflusst, Beklemmungszustände werden gelöst und Frühjahrsmüdigkeit wird leichter überwunden. weiterlesen …



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