Der Tee lügt nicht

Die Swiss-Air brachte mich vor ein paar Tagen nach Zürich. Ich ging durch die verschlafenen Strassen der Züricher Altstadt und genoss die frühmorgendliche Ruhe. In einer enger Gasse hatte ich mein heutiges Ziel gefunden: ein kleiner Teeladen, Shui Tang. Mit der Gastgeberin Menglin werde ich mehrere Oolong Tees verkosten und einiges über diese faszinierende Teesorte lernen.

In mehreren Gängen haben wir verschiedene Oolong-Tees getestet:

  • gleiche Teesorten, die jedoch auf moderne oder traditionelle Art verarbeitet wurde
  • gleiche Teesorten, von unterschiedlichen Teepflanzen und verschiedenen Höhenlagen
  • Oolong-Tees mit verschiedenen Röstungsgraden
  • junge und gelagerte Oolongs

 Menglin hatte immer wiederholt: “Der Tee lügt nicht“. Und tatsächlich, die feinen Unterschiede in der Verarbeitung, der Höhenlagen und die Verarbeitungsfehler waren im Tee zu erkennen. Um die Unterschiede deutlich zu machen, hat Menglin auch einige “Fälschungen” in der Vielfalt der Proben versteckt. Aber die Farbe des Aufgusses oder des Blattes, oder der störende Nebengeschmack, das durch das schöne Aroma durchdrängte haben die Fehler offenbart. „ Der Tee lügt eben nicht“.

Man kann dem Tee schöne Verpackungen geben und mit besonderen Worten beschreiben. Oft wird es gemacht um fehlerhafte Chargen am Markt los zu werden. Aber der Tee selbst lügt nicht.



Nun ist es wieder soweit: in wenigen Tagen beginnt die 8. Lebensart Sauerland im Jagdschloss Herdringen. An diesem erlesenen Festival des anspruchsvollen Lifestyles und der sinnlichen Genüsse haben wir schon im Frühjahr mit Erfolg teilgenommen. In einem traumhaften Ambiente wird neben Produkten rund um das Thema “Garten & Terasse” viele anspruchsvolle Einrichtungsideen, Accessoires, Feinkost, Schmuck und Mode sowie erlesene Innovationen präsentiert. 

Seit 400 Jahren befindet sich das Schloss Herdringen im Familienbesitz. Das Rittergut Herdringen wurde 1376 erstmals erwähnt. Bis 1543 gehörte es der Familie von Ketteler, danach den von Westrem. Im Jahre 1618 kaufte es Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg und vererbte es an seinen Neffen. Seitdem gehört das Anwesen den Freiherren von Fürstenberg. Einer der Höhepunkte der fast 700-jährigen Geschichte war der Besuch des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV, der 1853 im Schloss zu Gast war. Noch heute trägt einer der Säle den Namen „Königssaal“. 

Uns finden Sie vom 22. bis 24. Oktober im „Ahnensaal“. Unsere neuen Tees und neues Teegeschirr werden wir dort präsentieren und ich freue mich auf Ihren Besuch. Mehr Informationen finden Sie unter Lebensart-Sauerland

P.S. Auch ein besondere Highlight ist der Besuch von Starfriseur Udo Walz am Sonntag, den 24. Oktober.



Gestern hat mich eine Frage von einem Teefreund erreicht. Er versuchte sein Matcha Tee schaumig zu schlagen, was ihm nicht gelinge. 

Hier meine Tipps für einen “schaumigen” Matcha:

1. Für Matcha Tee sollte, anders als bei Grünen Blatttees, heißes Wasser von ca 80°-90°C verwendet werden, denn je kälter das Wasser ist, desto schwieriger wird es einen Schaum zu bekommen. 
Wenn Matcha-Pulver zuerst mit einen kleinen Menge kaltes Wasser verrührt wird um die die Bildung von Klümpchen zu vermeiden, dann sollte das Wasser zum Aufgießen ca. 90° sein. Grundsätzlich gilt, je besser der Tee ist, desto heißer kann das Wasser sein.

2. Für einen guten Matcha sind 2 Bambuslöffel Pulver und ca. 70 ml. Wasser ausreichend, denn Matcha wird wie Espresso in kleinen Mengen getrunken.

3. Die Qualität des Tees kann auch der Grund sein. Matcha ist ein sehr empfindlicher Tee, der kühl und trocken gelagert werden muss. Auch in Japan wird das Pulver nach dem Mahlen in Kühlschränken aufbewahrt. Matcha verliert sehr schnell die Frische und es ergibt dann keinen guten Geschmack und auch keinen schönen Schaum.

4. Matcha immer mit dem Chasen schlagen. Ist er groß genug für Matchaschale? Wenn der Besen zu klein für die Schale ist, entsteht auch kein schöner Schaum. Ein handelsüblicher Milchschäumer, der oft zum Schlagen empfohlen wird, eignet sich nicht wirklich für Matcha Tee. Ich jedenfalls habe noch nicht geschafft einen vernünftigen Schaum damit zu schlagen.

5. Die Farbe des Schaums ist auch ein Zeichen der Tee-Qualität. Eine schöne leuchtende hellgrüne Farbe des Schaums ist ein Zeichen des guten Matcha Tees. Hochwertiges Matcha-Pulver sieht auch intensiv grün und lebendig aus. Je niedriger die Qualität ist, desto bitterer wird der Tee.

Ich bin sicher, mit diesen Tipps und unserem Video “Zubereitung von Matcha Premium” wird Euer Matcha-Schaum immer gelingen.



Britta Heidemann  - Kölner Mädel, Steinbock, Energiebündel, Chinaexpertin (Diplom-Regionalwissenschaftlerin Chinas mit dem Schwerpunkt BWL), Weltcup-  und Olympiasiegerin im Fechten. Seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking steht die Goldmedalliengewinnerin auf dem ersten Platz der Weltrangliste und ihre sympatische Art verzaubert uns bei jedem Auftritt in den Medien.

In der aktuelle Ausgabe der “freundin Wellfit” (Herbst 2010) verrät die Teetrinkerin Britta Heidemann ihren Grüntee-Favoriten: “New Spring Green Tea“ aus meiner tea exclusive Kollektion. Recht hat sie! Ich hatte den New Spring aus Yunnan in China wegen seines herrlich frischen und fruchtigen Geschmacks in das Sortiment aufgenommen und schon viele Teetrinker von diesem milden und nicht herben Geschmack überzeugt.
Grüner Tee sei ihr ”Gute-Laune-Elexier”, das Trinken ein Ritual so die Chinakennerin in der aktuellen Zeitschrift weiter.

PS. Liebe Britta, ich wünsche Dir für die Fechtweltmeisterschaft vom 5. – 12. November in Paris viel Erfolg. Und falls es mal sportlich nicht so läuft wie es soll – Tee gibt nicht nur Energie, er beruhigt auch!

Homepage von Britta Heidemann: www.britta-heidemann.de



Der Herbst ist da. Diese Tatsache ist nicht mehr zu übersehen: die Tage sind kürzer geworden, die Baumblätter verfärben sich in gelb und rot, abends sucht man die Nähe zu der wohltuender Wärme eines Kamins. Es ist auch Teezeit und ein Hochsaison für mich. Es ist viel zu tun bei tea exclusive: die Termine für Teeverkostungen sind bis zu Weihnachten verplant, verschiedene Projekte sind gestartet. Dennoch bin ich immer nebenbei auf der Suche nach besonderen Tees. Vor einigen Tagen ist ein Muster bei mir eingetroffen: ein seltener Tee nach dem ich sehr lange suche, ein handverarbeiteter echter Lapsang Souchong aus Wuyi Gebirge in Fujian.

Early Spring Tea Bud

Er ist ein ungewöhnlicher Lapsang Souchong mit zarter Rauchnote begleitet von Nuancen von getrockneten Pflaumen, Zimt und Edelholzern. Originale Lapsang Souchongs kommen aus den Wuyi Bergen in China. Die Höhenlagen reichen bis zu 1400m. Anfang Mai während der Erntezeit ist es noch recht kühl, oft nebelig und dadurch sehr feucht, was die Verarbeitung der gepflückten Teeblätter erschwert.  Die Bauern haben das Problem gelöst in dem Sie die Blätter bei der Oxidation erhitzen. Das Erhitzen läßt die Oxidation im gewünschten Tempo ablaufen. Die Hitze wird mit Kiefernholz erzeugt, dadurch nimmt der Tee einen zarten Rauch- und Kieferngeschmack an.

Diese kleine Teeprobe hat mit große Freude und ein aussergewöhnliches Geschmackserlebnis bereitet. Die echten Lapsang Souchongs sind sehr selten, da deren Herstellung aufwändig ist und viel Aufmerksamkeit erfordert. Der Geschmack unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichen Rauchtees. Sie sind weich, mit dezenter Rauchnote und sehr fruchtig, oft mit Note von gebackenen Pflaumen.



Matcha Zubereitung

Für die Teefreunde, die sich zum ersten Mal an einen Matcha heranwagen, haben wir einen kleinen 2-minütigen Film über die Matchazubereitung gedreht. 

Während meines Aufenthaltes in Japan habe ich Matcha richtig schlagen gelernt. Im Film sind auch die Bilder vom Matcha Feld und der Matcha Manufaktur einbezogen, die ich in Uji besucht habe. Ein Merkmal für die richtige Zubereitung ist ein dicker und fester Schaum auf der Oberfläche des Tees, der auch wesentlich für den Geschmack ist. Auch Klümpchen dürfen nicht den Genuss verderben.

Viel Spass beim “nachschlagen” von Matcha.



Tee und Koffein

Eine Frage bekomme ich sehr häufig gestellt: Wie hoch ist eigentlich der Koffeingehalt im Schwarzen, Grünen und Weissen Tee?

Da Weißer, Grüner, Oolong und der Schwarzer Tee von der gleichen Pflanze stammen, enthalten alle Teesorten Koffein. Oft wird Koffein im Tee auch als „Tein“, „Thein“ oder „Teein“ bezeichnet, obwohl die chemische Zusammensetzung mit Koffein identisch ist. Eine durchschnittliche Tasse Schwarzen Tee beinhaltet nur die Hälfte des Koffein als die gleich große Tasse Kaffee. Aber der Koffeingehalt im Schwarztee ist deutlich höher, als im Weißen Tee. Meine Recherche hat folgende Angaben ergeben:
 

Teesorte Koffeingehalt, mg *
Durchschnitt pro Tasse
Spanne
Matcha (2g Pulver) 64 -
Schwarzer Tee (Tasse 200ml) 40 25-55
Oolong (Tasse 200ml) 30 12-55
Grüner Tee (Tasse 200ml) 20 8-30
Weißer Tee (Tasse 200ml) 15 6-25
Tee entkoffeiniert (Tasse 200ml) 2 1-4
Kräutertee (Tasse 200ml) 0 -
Doppelter Espresso (Tasse 60ml)   45-100
Filterkaffee   60-120

 

Ein wahrer natürlicher „Energy Drink“ ist der Matcha. Für Matcha werden die Teeblätter zu einem feinen Pulver vermahlen. Dieses gießt man mit heißem Wasser auf und schlägt es schaumig mit einem Bambusbesen.

Matcha-Trinker, nehmen das Teeblatt im Ganzen in Form von in Wasser aufgelöstem Pulver zu sich und somit eine höhere Konzentration an Antioxidanten, Vitaminen, Mineralien und Koffein. Eine Tasse Matcha aus 2g Teepulver beinhaltet ca. 64 mg Koffein, was fast soviel wie ein Doppelter Espresso sein kann. Stars wie Lady Gaga und Madonna trinken Matcha um sich fit und wach zu halten.

*)Die oben angeführten Angaben sind Mittelwerte. Verschiedene Tee- und Kaffeesorten weisen unterschiedlichen Koffeingehalt aus. Bei Kaffee wird der Koffeingehalt auch durch Art der Röstung wesentlich beeinflusst.
Quelle: International Food Information Council, All About Tea by William H. Ukers; Caffeine by The Institute of Food Technologists’ Expert Panel on Food Safety & Nutrition; Standard Tables of Food Composition in Japan.



Lange ist es her, seitdem ich meinen letzten Bericht geschrieben habe. Ich habe die Sommerpause genutzt um unser Tee-Sortiment und unseren Internet-Auftritt zu überarbeiten.

Und nun ist es soweit. Das Projekt, an dem wir seit mehreren Monaten zusammen mit der Designschule in Schwerin gearbeitet haben ist umgesetzt. 18 Studenten haben für uns ein Corporate Design bis hin zum neuen Dosendesign und Logo entwickelt. Mehrmals habe ich den Zug nach Schwerin genommen um über unseren Tee und unsere Philosophie zu berichten, Fragen zu beantworten und die ersten Vorschläge anzusehen.  Die Idee war: das „Äußere“ für unseren hochwertigen Tee soll aus der Sicht junger Menschen konzipiert werden. Das Design sollte modern und schick sein aber trotzdem die Hochwertigkeit der Tees unterstreichen.

Ich war von der Vielseitigkeit der Ideen überwältig und es war nicht einfach mich zu entscheiden. Der Entwurf von Franziska Höffer und Robin Grüneberg wurde mein Favorit. Das Ergenis unseres gemeinsamen Projektes können Sie auf www.tea-exclusive.de betrachten. Ich werde mich auch auf ein Feedback zur unserem neuen Auftritt sehr freuen.

Ich möchte mich herzlich bei allen Studenten und Lehrern, besonders bei Frau Braunschweig und Herrn Haring, für eine schöne Zusammenarbeit bedanken und wünsche für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.



Gemeinsam mit einem sehr guten Teefreund, der auch ein professioneller Teataster ist, haben wir einige Gyokuros getestet. Ich muss dazu sagen, dass wir keine gewöhnliche Tees verkostet haben, sondern handhergestellte Unikate. Ich habe aus Japan zwei Muster von handgerollten Gyokuros aus dem Gebiet Uji erhalten. Mein Teefreund, der erst seit kurzem die japanischen Tees für sich entdeckt hat, hat einen Kilo Tee von einem alten Meister aus Shizuoka bekommen.
 
Viele Gyokuro Qualitäten haben wir bereits auf der Suche nach den besten Tees kennengelernt. Während meines Aufenthalts in Uji konnte ich mein Wissen vertiefen und die Gyokuros von einfachen, maschinell verarbeiteten bis zu handgerollten Top Qualitäten verkosten.

Wir hatten jetzt richtige Schätze in der Hand und waren natürlich sehr aufgeregt. Jeder handverlesene und handverarbeitete Tee hat eine Seele und eine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte von fernen Ländern, langen Regenfällen oder milden sonnigen Frühlingstagen, von Händen, die jedes Teeblatt sorgfältig gepflückt haben, oder rauen Händen des Teemeisters. Jeder Aufguss offenbart diese Geschichte, man muss sie nur hören lernen. weiterlesen …



Sand in der WüsteDer Sommer ist längst da. Wir erleben die heißesten Tage des Jahres. Der Thermometer überschreitet die Marke von 35 Grad, der Asphalt beginnt zu flimmern und die Sonne brennt auf der Haut.

Wer bei diesen Temperaturen mit einem Getränk für Abkühlung sorgen möchte, soll am besten heißen Tee trinken. Menschen in heißen Ländern unserer Erde können uns als Vorbild dienen. Bei Temperaturen weit über 30 Grad trinken sie heißen Schwarzen, Grünen Tee oder Minze in kleinen Schlückchen über den Tag verteilt. Auch dann schwitzt man, aber nur leicht.

Dafür gibt es eine plausible medizinische Erklärung. Der Körper produziert soviel Wärme, dass unsere Körpertemperatur konstant bleibt. Trinken wir kalte Getränke, wird von Körper die Wärmeproduktion angeregt um die Kühle im Magen und Speiseröhre auszugleichen. Nehmen wir heiße Getränke zu uns, bekommt der Körper ein zusätzliches Hitzesignal, der Körper fährt die Wärmeproduktion runter. Das führt zu einem ständigen leichten Schwitzen, aber nicht zu sturzbachartigen Schweißausbrüchen. Der heiße Tee verschafft uns somit kurze Zeit später die ersehnte Erfrischung ohne den Kreislauf zu belasten.

Einen besonderen Frischekick verschaffen Pfefferminz-Blätter. Fügen Sie ihrem Lieblingstee ein paar frische Pfefferminzblätter bei. Die Rezeptoren im Mund reagieren auf das Menthol in den Pfefferminzblätter und sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.

Einen angenehm erfrischenden und belebenden Tee bekommt man auch aus den Blättern der Zitronenverbene (Verbene, Verveine).

Angenehmes Schwitzen mit Tee!



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