WIE ICH TEE TRINKE
Die Teesträucher ruhen von November bis Februar. Der First Flush zeigt sich im März. Ich liebe es, vom Schlaf zu erwachen mit diesem an Pfirsiche erinnernden Bouquet.
Wenn der Tag voranschreitet und die Energie gegen Mittag schwindet, beleb ich meine Lebensgeister mit einer Tasse Second Flush “Muscatel“. Der Muscatel wird in der Zeit der Trägheit nach dem Geschenk des First Flush produziert.
Der Grüntee wird hergestellt, wenn der Monsunregen die Hänge von Darjeeling reinwäsht. Ich habe mir angewöhnt, während des Nachmittags viele Tassen Grüntee zu geniessen.
Von der Plantagenarbei heimgekehrt, liebe ich es, in der Abenddämmerung eine gute Tasse des rosenähnlichen Autumnal zu trinken, der vor der Winterpause geerntet und hergestellt wird. Den ganzen Beitrag lesen…
Im Tal des Brahmaputra, in Nord-Bengal und in Nilgiri befinden sich unzählige Teegärten die einen Großteil der Monokultur bilden. Nahezu alle diese Gärten grenzten einst an große Waldgebiete, von denen inzwischen weniger als ein Zehntel übriggeblieben ist. In Nord-Bengal zeigen sich die Konsequenzen bereits in der Umwelt. Hier kam es zu einigen der größten Erdrutsche Indiens. Den dabei entstandene Bodenverlust versucht man mit der Anwendung von Kunstdünger und Pestiziden auf den noch nutzbaren Flächen auszugleichen.
Auch der Tee leidet darunter, denn es rutschen ganze Teefelder von teilweise über 4.000 m2 den Abhang hinunter. So beuten die „Kräfte des Marktes“ den letzten Rest an Lebensressourcen aus. Immer mehr Teeplantagenbesitzer resignieren und geben den Tee-Anbau auf.
In Makaibari jedoch wird jedes Jahr einer der feinsten Tee geerntet. Der Inhaber der Teeplantage Swaraj Kumar Banerjee bewirtschaftet die Plantage nicht nur biologisch sondern in vollkommenen Einklang mit der Natur und der Erde. Betrachtet man den gegenwertigen Zustand der Hänge des gesamten Hochlandes von Darjeeling, so kommt der Erhaltung der Artenvielfalt im Tier- und Pflanzenreich in Makaibari noch eine viel umfassendere Bedeutung zu. Man ist erstaunt über die Artenvielfalt und den vorbildlich erhaltenen subtropischen Regenwald, der zwei Drittel der Fläche des Teegartens ziert. Wo sonst in bewirtschaften Gebieten begegnet man noch freilaufenden Leoparden, Panthern, Fasanen, unzähligen Vögeln und einer Fülle von Schmetterlingen? Den ganzen Beitrag lesen…
Ein neuer Tee-Schatz ist eingetroffen. In einer Kollektion seltener und hochwertiger Tees darf ein Tee aus Darjeeling nicht fehlen. Nicht umsonst gilt der an den Hängen im Norden Indiens nahe des Himalaya-Gebirges angebaute Tee unter Kennern als kleines Juwel.

Jede Teeplantage steht für einen einzigartigen Geschmack ihrer Tees, abhängig von dem Boden, Klima und Wachstumsbedingungen auf der jeweiligen Plantage. In der Regel wird fünf Mal pro Jahr geerntet. Die Ernten werden als “1st Flush” (1. Ernte), “In Between” (Zwischendurch), “2nd Flush” (2. Ernte), “Monsoon” (Monsun) und als “Autumnal Flush” (Herbsternte) gekennzeichnet. Die zweite Ernte gilt als die beste mit einem starken muskateller Geschmack. Die Monsun Ernte hingegen gilt als minderwertig und wird in der Regel nicht exportiert.
Sehr lange habe ich nach einem einzigartigen Darjeeling Second Flush gesucht. Unzählige Tees aus verschiedenen Teegärten habe ich getestet, bis ich ein Päckchen von kleinem Teegarten, der im Osten Darjeelings liegt, bekommen habe. Ein herausragender Second Flush in SFTGFOP1 Qualität habe ich darin entdeckt. Ein schön gedrehtes Blatt mit vielen Spitzen. Eine Blumen-Wolke stieg aus der Tasse und hat an die Hügel Darjeelings erinnert. Sehr runder Geschmack mit leichten Muskatel-Nuanzen. Ein Juwel, den ich mir und Ihnen nicht entgehen lassen wollte. Genießer finden diesen Tee hier.