25.Feb 2010

Grapefruit in Gelee aus Weißem Tee

In dem alten Karton mit einer Rezepte-Sammlung habe ich diese Woche ein Rezept mit Tee gefunden. Den probierst du jetzt aus, dachte ich. Das Ergebnis meiner Bemühungen ist ein köstlicher und erfrischender Dessert geworden, den man auch ohne schlechtes Gewissen geniessen kann:

Für 2 Portionen:

1 Roter Grapefruit
1 Weißer Grapefruit
1 Granatapfel
1 EL loser Weißer Tee
1 Tasse Wasser
2 TL Zucker
2 EL Gelatine Pulver 

Zubereitung:

Die Grapefruits schälen, segmentieren und die weiße Haut entfernen.
Den Granatapfel entkernen. (Tipp: Schneiden Sie dafür die Krone des Granatapfels ab und schneiden Sie die Haut in vier Segmenten an. Weichen Sie den Granatapfel für 10 min im kalten Wasser ein. Der Frucht lässt sich danach leicht brechen und die Kerne lösen sich sehr leicht von der Haut.)

Wasser aufkochen und 2 min abkühlen. Weißen Tee aufgießen und nach 5 min Ziehzeit entnehmen. Mit Zucker süßen und abkühlen lassen. Gelatine-Pulver mit dem Tee vermischen.

Die Grapefruit und Granatapfel-Samen in Glasschälchen platzieren, mit dem Tee-Gelee füllen und im Kühlschrank 2-3 Stunden abkühlen lassen.

Diese Woche habe ich ein Paket aus England angenommen. Auf deren Inhalt habe ich mehrere Wochen mit großer Freude gewartet: wunderschöne Tee-Schalen aus feinstem Bone China. Der Absender, Sasha Wardell, ist eine großartige Künstlerin die sich auf Arbeiten mit Porzellan, insbesondere auf Bone China spezialisiert. Die Tee-Schalen sind von Ihr handgefertigt und signiert.

Bone China ist, mit all seinen besonderen Eigenschaften, ihr Lieblingsmaterial. Es ist sehr „zielstrebiges“ Material, welches Reinheit und Präzision ausdrückt. Intensives Weiß, Transparenz und Festigkeit machen Bone China zum verführerischen Arbeitsmaterial. Sasha Wardell hat die industriellen Techniken des Formenbaus und das Gießen des Bone China zu einem Fertigungsverfahren für Studios angepasst. Dadurch sind völlig neu Effekte entstanden.

Tee-Schale "Silver Tip" von Sasha Wardell Tee-Schale "Space" von Sasha Wardell

Architektonische Details und die Struktur, die eine Illusion ausdrücken, bilden den Ausgangspunkt für die Werke, während die besonderen Eigenschaften des Tons den Rest erledigen – das Weiße bietet eine Leinwand für die Struktur oder für Farbe; die Transparenz erhöht die Leuchtkraft.

Heute unterrichtet Sasha „Keramik“ in Großbritannien und Frankreich. Zahlreiche Auszeichnungen hat Sie für Ihre Arbeit bekommen und ihre Meisterwerke werden in vielen Galerien und Museen, unter anderem im Kellinghusen Museum, (Deutschland), National Museum of Scotland (Edinburgh), Los Angeles Art and Craft Museum (USA) und Yale-Zentrum für British Art Museum (USA) ausgestellt.

Das Foto von Sasha habe ich von dem Fotografen Kit Logan bekommen und bedanke mich recht herzlich dafür.

6.Okt 2009

Jetzt wird gekocht!

In diesem Monat möchte ich ein neues Thema angehen.

Einen Abend bei einer hervorragender Tasse Tee hatte ich die Idee gehabt: der Tee und das Kochen zu vereinen. Je mehr ich darüber dachte, desto mehr wurde mir klar wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten der Camelia Sinensis (Teepflanze) sind. Sofort wurde recherchiert und hier sind nun einige Beispiele:

Tee als Gewürz
Die Teeblätter (ich empfehle einen stärker fermentierten Oolong) einfach in der Pfeffermühle zusammen mit weißem Pfeffer mahlen. Diese einfache Mischung passt perfekt zu Steaks und Koteletts. Der Tee fügt ansonsten gewöhnlichen Mahlzeit eine herrliche asiatische Note bei.

Tee als Marinade
Haben Sie sich schon mal gefragt, was sie mit dem Rest von Earl Grey in der Teekanne machen sollen? Werfen Sie es nicht weg! Verwenden Sie es! Geben Sie den Aufguss zu Ihrer Lieblings-Marinade für Hähnchenbrust. Ihre Gäste werden von einem neuen mysteriösen Geschmack überrascht.

Tee als Zartmacher
Zu den vielen Eigenschaften des Tees gehört auch der Effekt Fleisch oder Fisch zarter zu machen. Versuchen Sie mit einer Tasse Tee. Es muss kein Camelia Sinensis Tee sein. Es funktioniert auch mit Rooibos Tee und verleiht dem Gericht noch eine weitere einzigartige Geschmacks-Nuance.

Morgen geht’s weiter….