19.Apr 2016

Grünen Tee richtig zubereiten

grüner Tee

Eine Tasse grünen Tee aufbrühen ist nicht schwer. Wenn eure bisherigen Versuche einen bitteren, herben oder sogar übermäßig grasigen Geschmack hervorgerufen haben, gibt es ein paar Kniffe, die den großen Unterschied ausmachen.


5 Tipps für einen perfekten Grünen Tee

  1. Gutes Wasser

Experten meinen, dass die Wasserqualität einen großen Unterschied beim Geschmack von grünem Tee ausmacht. Ob gefiltertes Wasser oder Wasser aus der Flasche oder dem Kran, der Kalzium- und Mineralgehalt sollte niedrig sein (weiches Wasser) und es sollte gut schmecken. Bitte niemals destilliertes Wasser nutzen, da es geschmacklos ist.

  1. Mit den Mengen experimentieren

Einer der wichtigsten Faktoren beim Zubereiten einer Tasse Tee ist die Balance zwischen Blatt und Wasser. Eine Faustregel besagt, dass man auf einen Teelöffel knappe 200 ml Wasser nehmen sollte. Hier kommt es natürlich zum einen auf die Größe und die Qualität der Blätter an, zum anderen auf den eigenen Geschmack. Je nachdem kann auch gerne ein Esslöffel stattdessen genommen werden.

  1. Benutzt ein Thermometer

Der besondere Geschmack und die Süße von grünem Tee entsteht erst, wenn man diesen bei der richtigen Temperatur ziehen lässt. Das liegt daran, dass sich verschiedene chemische Verbindungen bei unterschiedlichen Temperaturen in Tee lösen. Wenn man grünen Tee bei zu hoher Temperatur aufbrüht, wird dieser bitter und unter Umständen sogar recht beißend schmecken. Wenn man hingegen die Temperatur zu niedrig wählt, wird leider nicht der hinreißend einzigartige Geschmack erreicht.

Häufig hört man, dass grüner Tee direkt mit kochendem Wasser aufgegossen werden soll. Aber – abhängig von dem jeweiligen Tee – variiert die ideale Temperatur zwischen 70° und 80° Celsius. Lasst das Wasser also nach dem aufkochen zunächst auf die richtige Temperatur abkühlen.

  1. Schaut auf die Uhr

Grüner Tee benötigt normalerweise eine Ziehzeit von einer bis drei Minuten. Die richtige Dauer hängt von dem jeweiligen Tee und dem eigenen Geschmack ab. Kleine Blätter sind in der Regel schneller durchgezogen als große Blätter. Ihr könnt nach einer Minute den Tee kurz probieren und dann in kürzeren Intervallen erneut probieren, bis der Tee für euch perfekt ist.

Für weitere Aufgüsse sollte die Wassertemperatur höher sein und die Ziehzeiten ein wenig länger gewählt werden.

  1. Gebt den Blättern Raum

Teeblätter brauchen Platz zur Entfaltung Ihrer Aromen. Hochwertige Blätter vergrößern sich um ein Vielfaches im Vergleich zur Ursprungsgröße. Benutzt ein Sieb mit ausreichend Platz. Natürlich könnt ihr den Tee auch direkt in eurer Tasse aufbrühen und die Blätter herausnehmen, sobald der Tee eurem Geschmack entspricht.

Ich wünsche euch viel Erfolg

Eure Natalia

Teezubereitung

Es gibt keine grundsätzlichen Regeln für die Teezubereitung. Tee ist sehr vielseitig, jedes unterschiedliche Verhältnis der Teeblätter zum Wasser, sowie zur Wassertemperatur, offenbart neue Aroma- und Geschmacksfacetten. Damit du dein Genusserlebnis erheblich steigern kannst, solltest du trotzdem folgendes unbedingt beachten:

1. Tee falsch aufbewahrt
Luft und Licht sind die größten Feinde jedes guten Tees. Ein purer Tee ist ein Naturprodukt. Wenn die Teeblätter nicht Luft- und lichtdicht aufbewahrt werden, entfliehen die ätherischen Öle sehr schnell, die grüne Farbe der Teeblätter wird braun und der Geschmack des Aufgusses wird flach. Den Tee solltest du also in lichtdichten Dosen mit gutem Verschluss aufbewahren.

2. Qualität des Tees nicht beachtet
Die Qualität des Tees ist entscheidend. Achte bei der Wahl deines Lieblingstees auch auf die Herkunft, das Anbaugebiet und die Erntezeit. Besonders bei Grünen Tees gilt: Je frischer der Tee desto mehr Aroma und Geschmack. Eine sehr feine Blattstruktur und viele Stängel sind ein Zeichen für minderwertigen, meist maschinell verarbeiteten Tee. Den ganzen Beitrag lesen…

10.Feb 2010

Teegenuß am Arbeitsplatz

Als Tee-Süchtige möchte ich natürlich perfekten und frisch zubereiteten Tee zur jeder Tageszeit, auch am Arbeitsplatz, genießen. Dabei sollen auch Oolongs, Weißer und Grüner Tee nicht zu kurz kommen. Diese Tees werden bekanntlich mehrmals aufgegossen und der Prozess des Teegenusses wird auf einmal sehr zeitaufwendig. Wer kann sich das schon am Arbeitsplatz erlauben? Die Blätter nach dem ersten Aufguss zu entsorgen ist nicht sinnvoll, da hochwertige Tees sehr viel Potenzial haben. (Die mehrfach möglichen Aufgüsse rechtfertigen auch den hohen Preis des Tees.) Eine zubereitete Thermoskanne für den ganzen Tag ist auch nicht die optimale Lösung, da mit der Zeit ätherische Öle entfliehen und der Tee an Aroma sowie Geschmack verliert und flach wird.
Auf der Suche nach einer Lösung bin ich dann auf das optimale Teeset gestoßen:

Tea At Work - Das Teeset von Tea Exclusive

Die Idee ist sehr einfach und genial zugleich: ein großes Glas mit Deckel und einem Sieb. Das Glas ist doppelwandig und sorgt dafür, dass der Tee länger warm bleibt. Das Sieb mit den Teeblättern wird nach der Ziehzeit im umgekehrten Deckel abgestellt, bereit für weitere Aufgüsse. Man benötigt nur noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser, damit man die Blätter immer wieder aufgießen kann ohne den Arbeitsplatz zu verlassen. Sehr praktisch! (und hier zu bekommen).

Auf der Suche nach neuen Ideen für meinen Blog bin ich auf den „Taste Timer“ – eine Applikation für iPhone und iPod Touch gestoßen. Für rund 300 Gerichte und Getränke umfasst das Programm die Zubereitungs-Temperatur, Zeit und empfohlene Mengen. Auch besteht die Möglichkeit sich Notizen zu machen und eigene Gerichte zu hinterlegen.

Das Tolle an dem Programm ist, dass für die Teetrinker, die die Tee-Ziehzeiten noch nicht im Gefühl haben, alle wichtigen Teesorten (Weißer, Grüner, Oolong, Schwarzer Tee und Rooibos) berücksichtigt sind. Suchen Sie sich nur die passende Teesorte aus und drucken Sie auf „Start“. Einfach und genial!

Den Download finden Sie hier.

Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich ein großer Verehrer von japanischen grünen Tees bin. Einer davon ist Sencha.

Sencha ist in Japan der Tee für alle Gelegenheiten. Die Teeblätter werden von offenen Teefeldern gepflückt, auf denen sie uneingeschränkt von der Sonne beschienen werden. Er ist unfermentiert, wird nur leicht gedämpft, anschließend getrocknet und geröstet. Sencha hat schöne Nadelstruktur. Der beste Tee stammt auch hier von der ersten Pflückung.

Hier der traditionelle Weg einen Sencha zuzubereiten:

Verschiedene Teesorten schmecken besser, wenn die richtige Wassertemperatur bei der Zubereitung berücksichtigt wird. Her gibt es ein landläufiges Vorurteil – Tee sollte immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Der Effekt einer solchen Behandlung ist stets derselbe: ein Großteil der wertvollen, aber leider leicht flüchtigen, Geschmacksstoffe (Flavoide) verdampfen im Moment des Aufgießens, der Tee schmeckt fade…

Natürlich hat man nicht immer ein Thermometer bei der Hand um die optimale Temperatur zu ermitteln, aber auch hier gibt es wieder ein paar kleine Faustregeln, die zu beherzigen nicht viel Aufwand kostet.

Bei einem Wasser, welches kurz aufkochte und sich gerade wieder beruhigt hat, beträgt die Temperatur ca. 95°C und ist für die meisten Schwarzen Tees ideal. Lässt man das Wasser eine bestimmte Zeit stehen, kühlt es sich weiter ab, und zwar:

Temp. direkt nach dem Aufkochen ~ 95°C (Ideal für Schwarzen Tee)
Temp. 1 min nach dem Aufkochen ~ 80°C  (Grüne und Weiße Tees)
Temp. 3-4 min nach dem Aufkochen ~ 70°C (Grüne und Weiße Tees)
Temp. 8-9 min nach dem Aufkochen ~ 60°C (japanische Grüne Tees)

Diese Regeln gelten für eine Wassermenge von ca. 1-1,5 l Wasser. Je geringer die Wassermenge ist, die man zum Kochen bringt, desto schneller kühlt sich das Wasser ab.
Das Wasser sollte nicht mehrmals aufgekocht werden. Mit jedem Aufkochen entflieht der Sauerstoff aus dem Wasser, was den Geschmack des Tees beeinträchtigt.

Viel Spaß beim experimentieren!!!

26.Jul 2009

Ihre eigene Teezeremonie

Ich höre ganz oft von Freunden und Bekannten „grüner Tee zubereiten ist kompliziert“. Machen Sie es sich nicht zu kompliziert. Sie brauchen keine Waage und ein Thermometer um einen exzellenten Tee zuzubereiten. Experimentieren Sie ein wenig mit der Menge und der Ziehzeit und finden Sie heraus, wann der Tee für Sie am besten schmeckt. Wenn Sie den Tee öfter aufbrühen, wird es zu Gewohnheit und Sie werden sich keine Gedanken mehr über das genaue Wassertemperatur und die Grammzahl machen.

Beschäftigen Sie sich nicht mit komplizierten Chinesischen und Japanischen Teezeremonien. Unser Alltag erlaubt es uns nicht soviel Zeit dem Teetrinken zu widmen. Entwickeln Sie Ihre eigene Teezeremonie in dem Sie sich ein paar Minuten für die Zubereitung und einen bewussten Genuss einer perfekten Tasse Tee nehmen.