Weißer Tee – Tipps für Anfänger

 

Weisser Tee wird bereits seit Jahrhunderten geehrt. Durch seine Fragilität und des knappen Angebots hatte er in früheren Jahrhunderten beinahe den Ruf heilig zu sein. Heutzutage wird weißer Tee in großen Mengen angebaut. Trotzdem wird er mit gleichem Respekt und Ehrfurcht wie damals behandelt.

Es wird vermutet, dass der erste Weiße Tee für die Kaiser der Chinesischen Dynastien angebaut wurde. Ihnen wurde mit den feinsten jungen Knospen aus den erlesensten Teepflanzen jährlich Tribut gezollt. Der Weisse Tee wie wir ihn heute kennen, wurde als erstes in der chinesischen Provinz Fujian entdeckt.

Weisser Tee war so empfindlich, dass er nur in wenigen Regionen angebaut werden konnte, als sich die Herstellung von losem Tee verbesserte und verfeinerte. Heutzutage produzieren viele Länder ihren eigenen Weißen Tee aus einer Vielzahl von Teepflanzen, von denen Silver Needle und White Peony die beliebtesten sind.

 

 

Was ist weißer Tee?

Weißer Tee unterscheidet sich im Vergleich zu anderen Teesorten dadurch, dass er nur minimal behandelt wird und eine geringe Oxidation durchläuft. Gewöhnlich im Frühling geerntet, besteht er aus entfalteten Blättern oder nur Knospen. Solange diese Knospen noch sehr jung sind, haben sie feine silbrig-weiße Haare.

Mit viel Geschick handverlesen, welken sie dann langsam für bis zu 72 Stunden auf Bambusmatten, bevor sie schließlich getrocknet werden.

Der daraus resultierende Effekt ist, dass der Weiße Tee seine natürlichen Antioxidantien erhält, eine zarte Farbe bekommt sowie ein mildes süßlich-sanftes Aroma entwickelt, das ihn über den ganzen Tag zum perfekten durstlöschenden Getränk macht.

Weisser Tee richtig zubereiten

  1. Die Qualität des Wassers ist entscheidend für die Qualität des Tees. Wenn Sie hartes Wasser benutzen, so sollten Sie in jedem Fall vorher einen Wasserfilter verwenden. Weiches Wasser hat einen geringeren Mineralgehalt und erlaubt es dem Tee, seine Aromen perfekt zu entfalten.
  2. Die richtige Wassertemperatur ist der Schlüssel für die Zubereitung von Weißem Tee. Bei 80°C entfaltet der Tee all seine köstlichen Aromen und seine feinen Nuancen scheinen durch.
  3. Die individuelle Ziehzeit sowie das richtige Verhältnis von Wasser zu Tee ist ebenfalls von großer Bedeutung. Beachten Sie bitte deshalb die Zubereitungshinweise auf der Verpackung.
  4. Beim Kauf des Tees soll auf die Verpackung beachtet werden. Nur die luftdichte und lichtundurchlässige Verpackung garantiert Frische und Aroma. Lagern Sie Ihren Tee bitte stets an einem dunklen und kühlen Ort.

Eure Natalia

Tee für jede Jahreszeit

In China hat der Tee einen sehr hohen Stellenwert, nicht nur als Genussmittel, sondern als auch ein Getränk, das positive Eigenschaften für unsere Gesundheit und unser Körper hat. Laut der traditionellen Chinesischen Medizin gibt es für jede Jahreszeit einen passender Tee, der sehr positiv unsere Lebensenergie, das so genannte „Qi“ beeinflusst.

Das Qi durchdringt alles und manifestiert sich in vielen verschieden Formen. Im menschlichen Körper fließt das Qi auf vielen miteinander verbundenen Bahnen in unterschiedlichen Richtungen. Jeder Körperteil ist damit ausgefüllt und somit beeinflusst ein ungestörter Qi-Fluß die einwandfreie Funktion der inneren Organe, der Organsysteme und damit unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. das Qi reguliert auch unsere Körperwärme und stärkt den Körpertonus.

Im Frühling wirkt zum Beispiel ein Weißer oder Grüner Jasmin Tee oder mit Osmathus Blüten aromatisierter Oolong Tee sanft wärmend und stimulierend auf die Gemütsverfassung und unser Wohlbefinden. Der psychische Zustand wird positiv beeinflusst, Beklemmungszustände werden gelöst und Frühjahrsmüdigkeit wird leichter überwunden. (mehr …)

Die richtige Wassertemperatur ohne Thermometer

Verschiedene Teesorten schmecken besser, wenn die richtige Wassertemperatur bei der Zubereitung berücksichtigt wird. Her gibt es ein landläufiges Vorurteil – Tee sollte immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Der Effekt einer solchen Behandlung ist stets derselbe: ein Großteil der wertvollen, aber leider leicht flüchtigen, Geschmacksstoffe (Flavoide) verdampfen im Moment des Aufgießens, der Tee schmeckt fade…

Natürlich hat man nicht immer ein Thermometer bei der Hand um die optimale Temperatur zu ermitteln, aber auch hier gibt es wieder ein paar kleine Faustregeln, die zu beherzigen nicht viel Aufwand kostet.

Bei einem Wasser, welches kurz aufkochte und sich gerade wieder beruhigt hat, beträgt die Temperatur ca. 95°C und ist für die meisten Schwarzen Tees ideal. Lässt man das Wasser eine bestimmte Zeit stehen, kühlt es sich weiter ab, und zwar:

Temp. direkt nach dem Aufkochen ~ 95°C (Ideal für Schwarzen Tee)
Temp. 1 min nach dem Aufkochen ~ 80°C  (Grüne und Weiße Tees)
Temp. 3-4 min nach dem Aufkochen ~ 70°C (Grüne und Weiße Tees)
Temp. 8-9 min nach dem Aufkochen ~ 60°C (japanische Grüne Tees)

Diese Regeln gelten für eine Wassermenge von ca. 1-1,5 l Wasser. Je geringer die Wassermenge ist, die man zum Kochen bringt, desto schneller kühlt sich das Wasser ab.
Das Wasser sollte nicht mehrmals aufgekocht werden. Mit jedem Aufkochen entflieht der Sauerstoff aus dem Wasser, was den Geschmack des Tees beeinträchtigt.

Viel Spaß beim experimentieren!!!